BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 289 (Israelitische Sklaven müssen im Erlassjahr frei werden. Heidnische Sklaven sind Dauereigentum)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
12. Auslösungen und Freilassungen in jedem fünfzigsten Jahr (Erlassjahr) (3. Mose 25,25-55)

g) Israelitische Sklaven müssen im Erlassjahr frei werden. Heidnische Sklaven sind Dauereigentum (3. Mose 25,39-46)


3. MOSE 25,39-46

39 Wenn dein Bruder verarmt neben dir und verkauft sich dir, so sollst du ihn nicht lassen dienen als einen Leibeigenen 40 sondern wie ein Tagelöhner und Gast soll er bei dir sein und bis an das Halljahr bei dir dienen. 41 Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll wiederkommen zu seinem Geschlecht und zu seiner Väter Habe. 42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Ägyptenland geführt habe; darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise verkaufen. 43 Und sollst nicht mit Strenge über sie herrschen, sondern dich fürchten vor deinem Gott. 44 Willst du aber leibeigene Knechte und Mägde haben, so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind 45 und auch von den Kindern der Gäste, die Fremdlinge unter euch sind, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Land zeugen; dieselben mögt ihr zu eigen haben 46 und sollt sie besitzen und eure Kinder nach euch zum Eigentum für und für; die sollt ihr leibeigene Knechte sein lassen. Aber von euren Brüdern, den Kindern Israel, soll keiner über den andern herrschen mit Strenge.

Erreichte die Verarmung eines Israeliten einen solchen Grad, daß er seine Selbständigkeit aufgeben und in eine Dienststellung eintreten mußte, um mit seinem Kaufpreise seine Schulden zu decken, so sollte ihm diese nicht drückend gemacht werden durch Härte und Ungerechtigkeit. (Vergl. 2. Mose 1,13.14.)

2. Mose 1,13.14-- 13 Und die Ägypter zwangen die Kinder Israel zum Dienst mit Unbarmherzigkeit 14 und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit allerlei Frönen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit.

Wie einen selbständigen Taglöhner oder Beisassen sollte man ihn gerecht und freundlich behandeln. Auch sollte seine Dienststellung keine lebenslängliche sein; wenn das Jubeljahr kam, sollte er frei ausgehen und zu seinem gleichfalls frei werdenden Erbteil zurückkehren, so daß er wieder ein selbständiger Mann mit eigenem Haus und Hof wurde. Israel sollte ja als ein erlöstes Volk in unmittelbarer gesegneter Abhängigkeit von seinem Gott stehen und Ihm dienen; daher duldete Gott keine Leibeigenschaft unter Seinem Volke! – Hatte also der Israelit einen seiner Volksgenossen im Dienste, so sollte aufrichtige Gottesfurcht ihn davon abhalten, irgendwie mit Härte über ihn zu herrschen. Als leibeigene Sklaven durfte Israel nur solche aus den umwohnenden Nationen oder von den eingesessenen Fremdlingen kaufen und halten und diese auch als Besitztum auf die Nachkommen vererben; niemals aber einen ihrer Brüder, der Israeliten! – (Aus 2. Mose 21,1-6 erfahren wir, daß ein Israelit in keinem Falle länger als sechs Jahre in Knechtesstellung sein sollte.

2. Mose 21,1-6-- 1 Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen: 2 So du einen hebräischen Knecht kaufst, der soll dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr soll er frei ausgehen umsonst. 3 Ist er ohne Weib gekommen, so soll er auch ohne Weib ausgehen; ist er aber mit Weib gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen. 4 Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und er hat Söhne oder Töchter gezeugt, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein, er aber soll ohne Weib ausgehen. 5 Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herren lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, 6 so bringe ihn sein Herr vor die "Götter" Richter und halte ihn an die Tür oder den Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriem durch sein Ohr, und er sei sein Knecht ewig.

Nach sechs Jahren sollte er frei und umsonst von seinem bisherigen Herrn entlassen werden, reichlich mit Gutem beschenkt – es sei denn, dass er es freiwillig vorzog, für ganz bei seinem Herrn zu bleiben. [Lies auch 5. Mose 15,12-18.]

5. Mose 15,12-18-- 12 Wenn sich dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn frei losgeben. 13 Und wenn du ihn frei losgibst, sollst du ihn nicht leer von dir gehen lassen, 14sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne von deiner Kelter, daß du gebest von dem, das dir der HERR, dein Gott, gesegnet hat. 15Und gedenke, daß du auch Knecht warst in Ägyptenland und der HERR, dein Gott, dich erlöst hat; darum gebiete ich dir solches heute. 16 Wird er aber zu dir sprechen: I ch will nicht ausziehen von dir; denn ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl bei dir ist), 17 s o nimm einen Pfriemen und bohre ihm durch sein Ohr an der Tür und laß ihn ewiglich dein Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun. 18 Und laß dich's nicht schwer dünken, daß du ihn frei losgibst, denn er hat dir als zwiefältiger Tagelöhner sechs Jahre gedient; so wird der HERR, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust.

Lag also das nur alle 50 Jahre wiederkehrende Freijahr noch fern, so hatte der Israelit durch diese besondere Anordnung Jehovas doch keinesfalls länger als sechs Jahre zu dienen! Wir waren durch unsere eigene Schuld in die Knechtschaft Satans, in die Leibeigenschaft der Sünde geraten. O was für ein harter Herr ist der Teufel – wie furchtbar ist die Obrigkeit der Finsternis sowohl in der Christenheit als in der Heidenwelt. Denken wir an die geknechteten Frauen Indiens, an die Opiumraucher Chinas! Schauen wir in unser eigenes vergangenes Leben hinein! – Jesus bietet Sich allen Menschen als Befreier an; Er spricht: „Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Sklave ... Wenn nun der Sohn Gottes euch freimacht, so werdet ihr wirklich frei sein." (Joh. 8,34.36; lies auch Röm. 6,16-23.)

Johannes 8,34.36-- 34 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. ... 36 So euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr recht frei. / Römer 6,16-23 -- 16 Wisset ihr nicht: welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? 17 Gott sei aber gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid. 18 Denn nun ihr frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden. 19 Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zum Dienst der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zur andern, also begebet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. 20 Denn da ihr der Sünde Knechte wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. 21 Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn ihr Ende ist der Tod. 22 Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber ist das ewige Leben. 23 Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN.

Hast du dich schon durch Jesus frei machen lassen? Bist du Ihm schon von Herzen gehorsam geworden? Sagst du zu Ihm:

Das ist die wahre Freiheit mir:
Gebunden sein an Deinen Sinn!?

(Dienstag, 19. November 1918)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 15.07.2021 18:32 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.140)