BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 215 (Priester müssen achtsam sein mit den Gaben der Israeliten, die sie dem HERRN heiligen)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
7. Wann Priester und ihr Gefolge geheiligte Gaben der Israeliten nicht essen dürfen (3. Mose 22,1-16)

a) Priester müssen achtsam sein mit den Gaben der Israeliten, die sie dem HERRN heiligen (3. Mose 22,1-2)


3. MOSE 22,1-2

1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Sage Aaron und seinen Söhnen, daß sie sich enthalten von dem Heiligen der Kinder Israel, welches sie mir heiligen und meinen heiligen Namen nicht entheiligen, denn ich bin der HERR.

Dieses Kapitel handelt von der Heilighaltung der geheiligten Dinge durch die priesterliche Familie (V. 1-6) und von der Gott wohlgefälligen Beschaffenheit der Opfer und Opfermahlzeiten (V. 17-33). Die priesterliche Familie war, wie wir bereits sahen, berufen, sich von den „heiligen Dingen“, d.h. von den Jehova geweihten Darbringungen der Kinder Israel zu nähren (Lies 1. Kor. 9,13).

1. Korinther 9,13 -- Wisset ihr nicht, daß, die da opfern, essen vom Altar, und die am Altar dienen, vom Altar Genuß haben?

Unter diesen gab es Hochheiliges, das nur den im priesterlichen Dienst stehenden Söhnen Aarons zukam, und Heiliges, an welchem auch die Frauen und Kinder der Priester teilhatten (Vgl. das gestern hierüber Gesagte). Das Priestertum Jehovas stand mit dem heiligen Namen Jehovas in Verbindung, daher forderte Gott bei allen Gliedern des Hauses Aaron priesterliche Reinheit! War diese unverschuldet oder verschuldet unterbrochen, so durften die heiligen Dinge nicht berührt und gegessen werden. Von der auf solche Weise notwendig gewordenen Enthaltung von den heiligen Dingen ist hier die Rede (V. 1 und 2)

In der Jetztzeit bilden alle wahren Gläubigen „ein heiliges Priestertum“ und stehen mit dem Namen Gottes und des Herrn Jesu Christi in Verbindung (Apg. 11,26; Röm. 9,26; 1. Kor. 1,2; Jak. 2,7).

Apostelgeschichte 11,26 -- und da er ihn fand, führte er ihn gen Antiochien. Und sie blieben bei der Gemeinde ein ganzes Jahr und lehrten viel Volks; daher die Jünger am ersten zu Antiochien Christen genannt wurden. / Römer 9,26 -- "Und soll geschehen: An dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: 'Ihr seid nicht mein Volk', sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden." / 1. Korinther 1,2 -- der Gemeinde zu Korinth, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen samt allen denen, die anrufen den Namen unsers HERRN Jesu Christi an allen ihren und unsern Orten / Jakobus 2,7 -- Verlästern sie nicht den guten Namen, nach dem ihr genannt seid?

Daher sollen sie die Erhabenheit und Heiligkeit dieses Namens bedenken und hochhalten und in ihrer Gesinnung und ihrem ganzen Verhalten die Reinheit zeigen, welche ihres grossen Gottes und Heilandes würdig ist! (Lies 1. Thess. 2,12; 2. Thess. 1,11-12).

1. Thessalonicher 2,12 -- und bezeugt haben, daß ihr wandeln solltet würdig vor Gott, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit. / 2. Thessalonicher 1,11-12 -- 11 Und derhalben beten wir auch allezeit für euch, daß unser Gott euch würdig mache zur Berufung und erfülle alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in der Kraft, 12 auf daß an euch gepriesen werde der Namen unsers HERRN Jesu Christi und ihr an ihm, nach der Gnade unsres Gottes und des HERRN Jesu Christi.

Dem Volke Israel, welches ein priesterliches Volk hätte sein sollen, musste zugerufen werden: „Eurethalben wird der Name Gottes gelästert unter den Heiden!“ Ein furchtbarer Vorwurf! (Röm. 2,24; vergl. Hes.36,20.)

Hesekiel 36,20 -- Und sie hielten sich wie die Heiden, zu denen sie kamen, und entheiligten meinen heiligen Namen, daß man von ihnen sagte: Ist das des HERRN Volk, das aus seinem Lande hat müssen ziehen?

Ach, dass wir es nicht sagen müssten: Heute wird wegen des unheiligen Wandels manches Christen der heilige und kostbare Name Christi geschmäht und Seine Lehre verachtet! Und doch ruft die Schrift uns so ernstlich mahnend zu: „Jeder, der den Namen des HErrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit!“ (2. Tim. 2,19). O, lasst uns doch – jeder Einzelne in seinem Teil – dieser Mahnung folgen und fortan „die Lehre, die unseres Heiland-Gottes ist, zieren in allem“ (Tit. 2,10), auf dass nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde!“ (1. Tim. 6,1.)

1. Timotheus 6,1 -- Die Knechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werde.

(Donnerstag, 15. November 1917)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 22.07.2014 11:55 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)