BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 210 (Ein Nachkomme Aarons mit Fehler am Leib darf nicht zum Heiligtum kommen)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
6. Verbotene Handlungen oder Eigenschaften, die einen Priester entheiligen (3. Mose 21,1-24)

g) Ein Nachkomme Aarons mit Fehler am Leib darf nicht zum Heiligtum kommen (3. Mose 21,16-24)


3. MOSE 21,18

18 Denn keiner, an dem ein Fehl ist, soll herzutreten; er sei blind, lahm, mit einer seltsamen Nase, mit ungewöhnlichem Glied

Bei vielen Kindern Gottes war die Bekehrung eine normale, gründliche. Diejenigen, welche der Seele dienten, haben es nicht in der richtigen, geheiligten, aus Gottes Wort geschöpften Art getan. Vielleicht ist dem Neubekehrten gar nicht klar gezeigt worden, wie er wandeln soll „in Neuheit des Lebens“, „dem HERRN zu allem Wohlgefallen“ (Lies Röm. 6,1-14; Kol. 1,9-14).

Römer 6,1-14 -- 1 Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, auf daß die Gnade desto mächtiger werde? 2 Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde wollen leben, der wir abgestorben sind? 3 Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesus Christus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? 4 So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. 5 So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein, 6 dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. 11 Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN. 12 So lasset nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, ihr Gehorsam zu leisten in seinen Lüsten. 13 Auch begebet nicht der Sünde eure Glieder zu Waffen der Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit. 14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. / Kolosser 1,9-14 -- 9 Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehört haben, hören wir nicht auf, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt werdet mit Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verständnis, 10 daß ihr wandelt würdig dem HERRN zu allem Gefallen und fruchtbar seid in allen guten Werken 11 und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht zu aller Geduld und Langmütigkeit mit Freuden, 12 und danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; 13 welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, 14 an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden

Nun hat er einen lahmen Gang oder hinkt nach beiden Seiten – halb folgt er dem HERRN, halb aber auch noch den Grundsätzen oder den Lockungen der Welt – Lässt sich an solchem Gebrechen nichts mehr ändern? Muss ein Glied der Familie Gottes dasselbe durchs ganze Leben weiter tragen? Ganz gewiss nicht! Wir haben einen Gott, welcher „alle unsere Gebrechen heilt“, vorausgesetzt, dass wir uns Ihm dazu ausliefern und dass wir Gebrauch machen von den dargebotenen Mitteln zur Heiligung. Er will nicht, dass jemand unter Seinem Wolke „strauchle wie ein Lahmer“ oder gar von dem Wege des Glaubens abgewandt werde, sondern vielmehr, dass ein solcher geheilt werde. Wie der Heiland einst dem Lahmen gebot: „stehe auf und wandle!“ und ihm zugleich die Kraft gab, als Gesunder aufzustehen, zu wandeln und Gott zu preisen, so gebietet Er heute noch den im inneren Leben Gelähmten und Schwachen: „Richtet auf die erschlafften Hände und die gelähmten Knie und machet gerade Bahn für eure Füsse!“ (Hebr. 12,12-14)

Hebräer 12,12-14 -- 12 Darum richtet wieder auf die lässigen Hände und die müden Kniee 13 und tut gewisse Tritte mit euren Füßen, daß nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde. 14 Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den HERRN sehen

Es gehört zu den Zeichen Seines gnädigen Wirkens unter Seinem Volke in unseren ernsten letzten Tagen, dass viele Lahme unter den Kindern Gottes sich im Glauben erheben, die bisherige Lahmheit und alle fleischliche Trägheit und Gebundenheit abschütteln, die Anstösse aus ihrem täglichen Wandel wegräumen und in eine entschiedene und freudige Nachfolge ihres herrlichen HERRN eintreten. Wie manche gelähmte Knie aber gibt es immer noch unter dem Volke Gottes, die es selbst in unserer ernsten Zeit noch nicht gelernt haben, sich täglich vor dem HERRN zu beugen, wie es doch der grosse Staatsmann und Prophet Daniel dreimal am Tage tat, um sein Herz in Gebet und Flehen vor seinem Gott auszuschütten (Dan. 6,11).

Daniel 6,11 -- Als nun Daniel erfuhr, daß solch Gebot unterschrieben wäre, ging er hinein in sein Haus (er hatte aber an seinem Söller offene Fenster gegen Jerusalem); und er fiel des Tages dreimal auf seine Kniee, betete, lobte und dankte seinem Gott, wie er denn bisher zu tun pflegte.

(Samstag, 10. November 1917)

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