BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 190 (Kein Betrügen mit Elle, Gewicht oder Maß)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
C. GOTTES GESETZ -- TEIL 6: HEILIGUNG (3. Mose 17-27)
4. Wie sich die Heiligkeit des HERRN im täglichen Leben auswirken soll (3. Mose 19,1-37)

v) Kein Betrügen mit Elle, Gewicht oder Maß (3. Mose 19,35-37)


3. MOSE 19,35-37

35 Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht mit der Elle, mit Gewicht, mit Maß. 36 Rechte Waage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bei euch sein; denn ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, 37 daß ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut; denn ich bin der HERR.

In der Rechtspflege und im Geschäftsleben sollte strenge Rechtlichkeit herrschen und kein Betrug bestehen. Bei späterer Wiederholung dieser Vorschrift verbietet Gott ausdrücklich zweierlei Maß und Gewicht zu führen – das größere beim Einkauf zum eigenen Vorteil, das kleinere beim Verkauf zum Nachteil des Käufers! (Lies 5. Mose 25,13-16.)

5. Mose 25,13-16 -- 13 Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack, groß und klein, haben; 14 und in deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, groß und klein, sein. 15 Du sollst ein völlig und recht Gewicht und einen völligen und rechten Scheffel haben, auf daß dein Leben lange währe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 16 Denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel wie alle, die übel tun.

Wer in Gottesfurcht zum HERRN aufblickt, wird im Geschäftsleben wie im Privatverkehr den Nächsten recht und reichlich bedienen und dafür vom HERRN gesegnet werden. „Der Segen des HERRN macht reich, und Anstrengung (eigenes Sorgen oder gar Geiz und Unrechtlickeit) fügt neben ihm nichts hinzu“ (Spr. 10,22.)

Sprüche 10,22 -- Der Segen des HERRN macht reich ohne Mühe.

Im Gegenteil, „ein Greuel für den HERRN, deinen Gott ist jeder, der solches (Unredlichkeit und Betrug) übt, jeder, der unrecht tut“! (Lies Amos 8,4-7; Micha 6,9-15.)

Amos 8,4-7 -- 4 Hört dies, die ihr den Armen unterdrückt und die Elenden im Lande verderbt 5 und sprecht: "Wann will denn der Neumond ein Ende haben, daß wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, daß wir Korn feilhaben mögen und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen, 6 auf daß wir die Armen um Geld und die Dürftigen um ein Paar Schuhe unter uns bringen und Spreu für Korn verkaufen?" 7 Der HERR hat geschworen wider die Hoffart Jakobs: Was gilt's, ob ich solcher ihrer Werke ewig vergessen werde? / Micha 6,9-15 -- 9 Es wird des HERRN Stimme über die Stadt rufen; aber wer deinen Namen fürchtet, dem wird's gelingen. Höret, ihr Stämme, was gepredigt wird! 10 Noch bleibt Unrecht Gut in des Gottlosen Hause und das heillose geringe Maß. 11 Oder sollte ich die unrechte Waage und falsche Gewichte im Beutel billigen, 12 durch welche ihre Reichen viel Unrecht tun? Und ihre Einwohner gehen mit Lügen um und haben falsche Zungen in ihrem Halse. 13 Darum will ich dich auch übel plagen und dich um deiner Sünden willen wüst machen. 14 Du sollst nicht genug zu essen haben und sollst verschmachten. Und was du beiseite schaffst, soll doch nicht davonkommen; und was davonkommt, will ich doch dem Schwert überantworten. 15 Du sollst säen, und nicht ernten; du sollst Öl keltern, und dich damit nicht salben, und Most keltern, und nicht Wein trinken.

Sind diese Vorschriften nicht gerade jetzt in der Zeit der Kriegsteuerung von besonderer Bedeutung auch für uns? Der gläubige Kaufmann und Beamte sowohl wie die gläubige Kundschaft kann aus den angeführten Schriftstellen ebensoviel Warnung als Trost für diese schwere Zeit schöpfen. Es gehört viel Gehorsam und auch Vertrauen zum HERRN dazu, um sich vor Gott und Menschen ein reines und gutes Gewissen zu erhalten auf diesem Gebiet. Die Gefahr der Unredlichkeit, des Betruges in kleinen oder größeren Dingen tritt an uns alle heran! – Doch wie Israel damals, so sollen die Gläubigen heute bei allem Tun und Lassen bedenken, daß sie das aus der Welt herausgeführte, durch das Blut des Lammes erlöste Volk Gottes sind. (Lies 1. Petr. 1,13-21.)

1. Petrus 1,13-21 -- 13 Darum so begürtet die Lenden eures Gemütes, seid nüchtern und setzet eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die Offenbarung Jesu Christi, 14 als gehorsame Kinder, und stellt euch nicht gleichwie vormals, da ihr in Unwissenheit nach den Lüsten lebtet; 15 sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr heilig in allem eurem Wandel. 16 Denn es steht geschrieben: "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig." 17 Und sintemal ihr den zum Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führt euren Wandel, solange ihr hier wallt, mit Furcht 18 und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, 20 der zwar zuvor ersehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbart zu den letzten Zeiten um euretwillen, 21 die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben möchtet.

(Montag, 18. Juni 1917)

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