BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 141 (Maßnahmen bei wiederkehrendem Aussatz an Häusern)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
B - Das Gesetz der Priester und Reinheit (3. Mose 8-16)
6. Priesterliche Dienste bei Unreinheit durch Aussatz (3. Mose 13,1 - 14,57)

l) Maßnahmen bei wiederkehrendem Aussatz an Häusern (3. Mose 14,43-47)


3. MOSE 14,43-45

43 Wenn das Mal wiederkommt und ausbricht am Hause, nachdem man die Steine ausgerissen und das Haus anders beworfen hat, 44 so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, daß das Mal weitergefressen hat am Hause, so ist's gewiß ein fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein. 45 Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und alle Tünche am Hause, und soll's hinausführen vor die Stadt an einen unreinen Ort.

Trotz allem, was geschehen war zu Reinigung des Hauses vom Aussatz, war es doch möglich, daß derselbe von neuem ausbrach. Dadurch wurde der Beweis erbracht, daß etwas von dem schrecklichen Übel an einer verborgenen Stelle haften geblieben und nicht entdeckt und ausgerottet worden war. Fand der Priester tatsächlich, daß der Aussatz von neuem ausgebrochen war, so gab es keinen Verzug mehr: das ganze Haus war unrein, und Gott verhängte Sein endgültiges Gericht über dasselbe. Es mußte abgerissen und das ganze Baumaterial mußte hinausgeschafft werden an einen unreinen Ort. – Es kann mit einem gläubigen Kreise, mit einer Gemeinschaft, mit einem von Gott begonnenen und den Menschen anvertrauten Werke, ja mit einer ganzen „Richtung“ von Gläubigen dahin kommen, daß der eingedrungene Aussatz der Weltlichkeit, der Oberflächlichkeit oder auch verderblicher Lehre unheilbar wird. Gott kann dann nichts anderes tun, als jenen einstigen „Leuchter“ dem Gericht des Erlöschens und Erkaltens anheimzugeben und ihn von seiner Stelle zu rücken.*

* Ein solches Strafgericht erreichte z.B. die einst so gesegnete, blühende Gemeinde von Ephesus. (Lies Offenb. 2,1-7.) Sie hat trotz der ergreifenden Warnung des Herrn nicht gründlich Buße getan, ist nicht in Wahrheit zu ihrer ersten Liebe, ihrem ersten Zustand und ihren ersten Werken zurückgekehrt. Und der Herr hat ihr nicht nur das wunderbare Licht des Geistes, das sie besessen – man denke an den erhabenen Inhalt des Epheserbriefes! – entzogen, Er hat auch den „Leuchter“ wegstoßen, das ganze „Haus“ niederreißen müssen, so daß die Stadt Ephesus seither kein lebendiges Zeugnis der Wahrheit und des Heiles Gottes mehr in ihrer Mitte hat!

Ach, daß dies so schnell geschehen kann, daß der Verfall so rasch um sich greift! Und das Allerschlimmste ist, daß eine Gemeinde oder Gemeinschaft, ein Kreis oder ein Werk unter dem Göttlichen Urteil der Beiseitesetzung stehen kann und weiß es nicht, weil das Ohr fehlt, um die Stimmes des priesterlichen Richters zu hören. (Lies Offenb. 3,17; Hos. 7,8-12.)

Offenbarung 3,17 -- 17 Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts! und weißt nicht, daß du bist elend und jämmerlich, arm, blind und bloß. / Hosea 7,8-12 -- 8 Ephraim mengt sich unter die Völker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet. 9 Fremde fressen seine Kraft, doch will er's nicht merken; er hat auch graue Haare gekriegt, doch will er's nicht merken. 10 Und die Hoffart Israels zeugt wider sie ins Angesicht; dennoch bekehren sie sich nicht zum HERRN, ihrem Gott, fragen auch nicht nach ihm in diesem allem. 11 Denn Ephraim ist wie eine verlockte Taube, die nichts merken will. Jetzt rufen sie Ägypten an, dann laufen sie zu Assur. 12 Aber indem sie hin und her laufen, will ich mein Netz über sie werfen und sie herunterholen wie die Vögel unter dem Himmel; ich will sie strafen, wie man predigt in ihrer Versammlung.

(Mittwoch 8.11.1916)

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