BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 107 (Aussatz bei geheilten Geschwüren an der Haut)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
B - Das Gesetz der Priester und Reinheit (3. Mose 8-16)
6. Priesterliche Dienste bei Unreinheit durch Aussatz (3. Mose 13,1 - 14,57)

c) Aussatz bei geheilten Geschwüren an der Haut (3. Mose 13,18-23)


3. MOSE 13,23

23 Bleibt aber das Eiterweiß also stehen und frißt nicht weiter, so ist's die Narbe von der Drüse, und der Priester soll ihn rein urteilen.

3. MOSE 13,28

28 Ist's aber gestanden an dem Brandmal und hat nicht weitergefressen an der Haut und ist dazu verschwunden, so ist's ein Geschwür des Brandmals. Und der Priester soll ihn rein urteilen; denn es ist die Narbe des Brandmals.

Von einer früheren Beule oder Wunde kann eine Narbe zurückbleiben, die aber jetzt keinen Schaden mehr bedeutet, obwohl es wünschenwert wäre, sie wäre nicht da! So kann bei einem Gläubigen, der früher in besonders schweren Sünden oder unter besonders schädlichen Einflüssen und Umständen lebte, in seinem Wesen, in seiner Art etwas zurückgeblieben sein, was man als Narbe im geistlichen Sinn bezeichnen könnte.*

* Man denke z.B. an jemanden, der aus einem argen Trinkerleben herausgerettet ist und dessen Angesicht und Wesen noch Spuren des früheren Lebens trägt, obwohl der Herr ihm schon deutlich den Stempel Seiner befreienden Gnade aufgedrückt hat. Oder man stelle sich etwa jemanden vor, der sein Leben auf der Bühne zugebracht hat und nun aus dem Theaterleben mit all seinem Schein und Trug, seiner Sinnlichkeit und Eitelkeit gerettet ist. Auch da werden sich besonders in der ersten Zeit – selbst bei einer gründlichen Bekehrung, noch Spuren von früher fühlbar machen.

Priesterlich gesinnte Gläubige, die mit ihm umgehen, werden solche „Narbe“ nicht für „Aussatz“ halten, sondern bei näherem Umgang mit ihm anerkennen, daß der Herr diese Seele gerettet und gereinigt hat, wie andere auch! Hier handelt es sich um wirkliche Schwachheiten, nicht um sündliche oder weltliche Gewohnheiten. Die letzteren haben wir entschieden zu verurteilen, die ersteren dagegen haben wir bei unseren Mitgläubigen in Liebe zu tragen. (Lies Röm. 15,1-3.)

Römer 15,1-3 -- 1 Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit tragen und nicht gefallen an uns selber haben. 2 Es stelle sich ein jeglicher unter uns also, daß er seinem Nächsten gefalle zum Guten, zur Besserung. 3 Denn auch Christus hatte nicht an sich selber Gefallen, sondern wie geschrieben steht: "Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen."

Wer selbst von seinem früheren Leben her solche „Narbe“ an sich trägt, wird allerdings Ursache haben, besonders klein und demütig zu sein und besonders vorsichtig zu wandeln, um seinen Brüdern und Schwestern keinen Anstoß zu geben und seinem Erretter nicht Unehre zu bereiten!

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Zuletzt geändert am 01.10.2013 11:17 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)