BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 035 (Friedensopfer)
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DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
A - Das Gesetz der Opfer (3. Mose 1-7)

10. Friedensopfer (3. Mose 7,11-38)


3. MOSE 7,28-38

28 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 29 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wer dem HERRN sein Dankopfer tun will, der soll darbringen, was vom Dankopfer dem HERRN gehört. 30 Er soll's aber mit seiner Hand herzubringen zum Opfer des HERRN; nämlich das Fett soll er bringen samt der Brust, daß sie ein Webeopfer werden vor dem HERRN. 31 Und der Priester soll das Fett anzünden auf dem Altar, aber die Brust soll Aarons und seiner Söhne sein. 32 Und die rechte Schulter sollen sie dem Priester geben zur Hebe von ihren Dankopfern. 33 Und welcher unter Aarons Söhnen das Blut der Dankopfer opfert und das Fett, des soll die rechte Schulter sein zu seinem Teil. 34 Denn die Webebrust und die Hebeschulter habe ich genommen von den Kindern Israel von ihren Dankopfern und habe sie dem Priester Aaron und seinen Söhnen gegeben zum ewigen Recht. 35 Dies ist die Gebühr Aarons und seiner Söhne von den Opfern des HERRN, des Tages, da sie überantwortet wurden Priester zu sein dem HERRN, 36 die der HERR gebot am Tage, da er sie salbte, daß sie ihnen gegeben werden sollte von den Kindern Israel, zum ewigen Recht allen ihren Nachkommen. 37 Dies ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des Sündopfers, des Schuldopfers, der Füllopfer und der Dankopfer, 38 das der HERR dem Mose gebot auf dem Berge Sinai des Tages, da er ihm gebot an die Kinder Israel, zu opfern ihre Opfer dem HERRN in der Wüste Sinai.

Der Israelit, welcher ein Friedensopfer darbrachte, hatte dafür zu sorgen, daß die für die Priester festgesetzten Teile des Opfers ihrer Bestimmung zugeführt wurden. Die Brust und der rechte Schenkel kam denselben zu. Alle Glieder der großen priesterlichen Familie, auch die Frauen und Töchter, sollten teilhaben an der „Brust des Webopfers“ und dem „Schenkel des Hebopfers“ (3. Mose 10,14-15; 4. Mose 18,11-13; 18-19).

Webopfer sind solche Opfer oder Opferteile, welche nicht auf den Altar kamen, sondern nur zum Zeichen ihrer Darbringung vom Priester auf den Armen feierlich vor dem Heiligtum hin und her geschwenkt („gewebt“) wurden. Hebopfer sind solche Opfer oder Opferteile, die von dem übrigen abgehoben worden sind zu besonderem Zweck.
3. Mose 10,14-15 -- 14 Aber die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und deine Söhne und deine Töchter mit dir essen an reiner Stätte; denn solch Recht ist dir und deinen Kindern gegeben an den Dankopfern der Kinder Israel. 15 Denn die Hebeschulter und die Webebrust soll man zu den Opfern des Fetts bringen, daß sie zum Webeopfer gewebt werden vor dem HERRN; darum ist's dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der HERR geboten hat. / 4. Mose 18,11-13; 18-19 -- 11 Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe an allen Webeopfern der Kinder Israel dir gegeben und deinen Söhnen und Töchtern samt dir zum ewigen Recht; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen. 12 Alles beste Öl und alles Beste vom Most und Korn, nämlich ihre Erstlinge, die sie dem HERRN geben, habe ich dir gegeben. 13 Die erste Frucht, die sie dem HERRN bringen von allem, was in ihrem Lande ist, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen. … 18 Ihr Fleisch soll dein sein, wie auch die Webebrust und die rechte Schulter dein ist. 19 Alle Hebeopfer, die die Kinder Israel heiligen dem HERRN, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern samt dir zum ewigen Recht. Das soll ein unverweslicher Bund sein ewig vor dem HERRN, dir und deinem Samen samt dir.

Die „Brust“ deutet hin auf das Herz, das in ihr wohnt, d. h. auf die Liebe, die Zuneigungen. Der „Schenkel“ oder die Keule ist ein Bild der Kraft. Wenn nun das Friedensopfer ein Vorbild auf Jesus ist, der Sich für uns opferte, so sehen wir, daß alle Glieder der jetzigen priesterlichen Familie, d. h. alle Gläubigen (vgl. 1. Petrus 2,5.9; Offenbarung 1,5-6) ihre Seelen stärken und sättigen dürfen an der Liebe und der Kraft des großen „Friedensopfers“, unseres Herrn Jesu.

1. Petrus 2,5.9 -- 5 Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichem Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm sind durch Jesum Christum. … 9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, das königliche Priestertum, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; / Offenbarung 1,5-6 -- 5 und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborene von den Toten und der Fürst der Könige auf Erden! Der uns geliebt hat und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut 6 und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

In dem Apostel Paulus sehen wir solch einen neutestamentlichen „Priester Gottes“, der seine Seele immer neu stärkte, indem er sich an der Liebe seines Heilandes erquickte und Seine Kraft in sich aufnahm. Er sagt von seinem Herrn und Erlöser: „Er hat mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben“ und: „Er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn Meine Kraft wird in (deiner) Schwachheit vollbracht“ (2. Korinther 12,9). Bei Paulus sehen wir aber auch jene Reinheit in Gesinnung, Wort und Wandel, die von jedem „Priester Gottes“ erwartet wird (vergl. 4. Mose 18,11.13), und ohne welche man sich der Liebe Christi nicht getrösten und freuen, noch die Kraft Christi im täglichen Leben erfahren kann.

4. Mose 18,11.13 -- 11 Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe an allen Webeopfern der Kinder Israel dir gegeben und deinen Söhnen und Töchtern samt dir zum ewigen Recht; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen. … 13 Die erste Frucht, die sie dem HERRN bringen von allem, was in ihrem Lande ist, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.

Sieht man diese Reinheit auch an mir und meinem Wandel? (Sonntag, 18.7.1915)

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Zuletzt geändert am 02.09.2013 08:44 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)