BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 3. Mose -- 020 (Sünden, die gesühnt warden können)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS DRITTE BUCH MOSE (Leviticus)
A - Das Gesetz der Opfer (3. Mose 1-7)

5. Sünden, die gesühnt werden können (3. Mose 5,1-13)


3. MOSE 5,1-13

1 Wenn jemand also sündigen würde, daß er den Fluch aussprechen hört und Zeuge ist, weil er's gesehen oder erfahren hat, es aber nicht ansagt, der ist einer Missetat schuldig. 2 Oder wenn jemand etwas Unreines anrührt, es sei ein Aas eines unreinen Tieres oder Viehs oder Gewürms, und wüßte es nicht, der ist unrein und hat sich verschuldet. 3 Oder wenn er einen unreinen Menschen anrührt, in was für Unreinigkeit der Mensch unrein werden kann, und wüßte es nicht und wird's inne, der hat sich verschuldet. 4 Oder wenn jemand schwört, daß ihm aus dem Mund entfährt, Schaden oder Gutes zu tun (wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, ehe er's bedächte), und wird's inne, der hat sich an der einem verschuldet. 5 Wenn's nun geschieht, daß er sich an einem verschuldet und bekennt, daß er daran gesündigt hat, 6 so soll er für seine Schuld dieser seiner Sünde, die er getan hat, dem HERRN bringen von der Herde eine Schaf- oder Ziegenmutter zum Sündopfer, so soll ihm der Priester seine Sünden versöhnen. 7 Vermag er aber nicht ein Schaf, so bringe er dem HERRN für seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die erste zum Sündopfer, die andere zum Brandopfer, 8 und bringe sie dem Priester. Der soll die erste zum Sündopfer machen, und ihr den Kopf abkneipen hinter dem Genick, und nicht abbrechen; 9 und sprenge mit dem Blut des Sündopfers an die Seite des Altars, und lasse das übrige Blut ausbluten an des Altars Boden. Das ist das Sündopfer, 10 Die andere aber soll er zum Brandopfer machen, so wie es recht ist. Und soll also der Priester ihm seine Sünde versöhnen, die er getan hat, so wird's ihm vergeben. 11 Vermag er aber nicht zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, so bringe er für seine Sünde als ein Opfer ein zehntel Epha Semmelmehl zum Sündopfer. Er soll aber kein Öl darauf legen noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Sündopfer. 12 Und soll's zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine Handvoll davon nehmen zum Gedächtnis und anzünden auf dem Altar zum Feuer dem HERRN. Das ist ein Sündopfer. 13 Und der Priester soll also seine Sünde, die er getan hat, ihm versöhnen, so wird's ihm vergeben. Und es soll dem Priester gehören wie ein Speisopfer.

In diesem Abschnitt handelt es sich um Dinge, welche infolge der Satzungen Jehovas zur Sünde wurden, z.B. zeremonielle Verunreinigungen, oder leichtfertiges Schwören und anderes. Selbst wenn der Betreffende seinen Fehltritt noch nicht erkannt hatte, galt er für schuldig; denn die Vorschriften Jehovas waren vorhanden, und jeder Israelit konnte und sollte sie kennen. Auch heute gibt es leider unter den Gläubigen viel selbstverschuldete Unwissenheit, aus der häufig Sünde entsteht. Man liest Gottes Wort nicht täglich oder nicht gründlich, nicht betend, nicht mit einem gehorsamen Herzen und Willen! Kein Wunder, daß dann auch die Gesinnung und das Leben solcher Kinder Gottes in vieler Hinsicht dem Worte und Willen Gottes nicht entspricht, ja, daß sie häufig Dinge reden, denken und tun, die direkter Ungehorsam sind gegen die Heilige Schrift, ohne daß sie es sich immer klarmachen. Dem Gedanken, daß der Gläubige bewußt und absichtlich dem Worte Gottes ungehorsam sein könnte, wird in der Heiligen Schrift selten Ausdruck gegeben. Und doch, wieviel geschieht selbst das! Ein einigermaßen aufrichtiges Herz wird der Herr von einem Fehltritt früher oder später überführen und zur Erkenntnis bringen können durch Sein Wort und Seinen Geist. Jedoch, mögen wir unsere Sünde erkennen oder nicht: Gott macht uns für alles verantwortlich, was Ungehorsam gegen Sein Wort ist, denn Er erwartet, daß wir Seinen Willen aus Seinem Wort zu erkennen suchen, um denselben zu tun. Und was wir als Sünde, Verunreinigung oder Ungehorsam erkennen, das sollen wir unbedingt bekennen. Auf das Bekenntnis hin war ein entsprechendes Opfer vorgesehen, das die Sünde, den Ungehorsam, die Verunreinigung sühnte und den Schuldigen reinigte. (Sonnabend, 24.Juli 1915)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 14.07.2013 22:21 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)