BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 513 (Herstellung des heiligen Salböls und Räucherwerks aus reiner Spezerei )
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
G. GESETZ 3: Der Bau des Heiligtums (2. Mose 35-40)

18. Herstellung des heiligen Salböls und Räucherwerks aus reiner Spezerei (2. Mose 37,29)


2. Mose 37,29

29 Und er machte die heilige Salbe und Räuchwerk von reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters.

Einmal im Jahr, am großen Versöhnungstage, an welchem alle Gegenstände des Heiligtums mit Sühneblut bestrichen oder besprengt wurden, um sie zu entsündigen, mußte auch der goldene Altar siebenmal mit Blut besprengt und mußten seine Hörner auch entsündigt werden. [Vgl. 3. Mos. 16,18. 19.]

3. Mose 16,18.19 -- 18 Und wenn er herausgeht zum Altar, der vor dem HERRN steht, soll er ihn versöhnen und soll vom Blut des Farren und vom Blut des Bocks nehmen und es auf des Altars Hörner umher tun; 19 und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und ihn reinigen und heiligen von der Unreinigkeit der Kinder Israel.

Dies sagt uns, daß Anbetung für Gott nur möglich und angenehm sein kann auf Grund der durch Christum geschehenen Erlösung! - Nur wenn du mit Gott versöhnt bist durch den Opfertod Seines Sohnes, kannst du als geliebtes Kind und gereinigter Anbeter Ihm nahen und eine Ihm wohlgefällige Huldigung - eine Verherrlichung Seines Namens darbringen durch Christum. - Der goldene Altar zählt zu den „hochheiligen Gegenständen “ der Stiftshütte wie der Brandopferaltar: Kap. 29,37, vor allem natürlich die Bundeslade und das Allerheiligste: 2. Mos. 26,33. 34

2. Mose 29,37 -- Sieben Tage sollst du den Altar versöhnen und ihn weihen, daß er sei ein Hochheiliges. Wer den Altar anrühren will, der ist dem Heiligtum verfallen. / 2. Mose 26,33.34 -- 33 Und sollst den Vorhang hängen unter die Haken, und die Lade des Zeugnisses innen hinter den Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten. 34 Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem Allerheiligsten

; dann der goldene Tisch und seine Geräte, der goldene Leuchter und seine Geräte, das eherne Waschbecken und sein Gestell: lies Kap. 30,26-29.

2. Mose 30,26-29 -- 26 Und sollst damit salben die Hütte des Stifts und die Lade des Zeugnisses, 27 den Tisch mit allem seinem Geräte, den Leuchter mit seinem Geräte, den Räucheraltar, 28 den Brandopferaltar mit allem seinem Geräte und das Handfaß mit seinem Fuß. 29 Und sollst sie also weihen, daß sie hochheilig seien; denn wer sie anrühren will, der ist dem Heiligtum verfallen.

Für hochheilig galten auch das Speisopfer: 3. Mos. 2,3. 10;

3. Mose 2,3.10 -- 3 Das übrige aber vom Speisopfer soll Aarons und seiner Söhne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN. ... 10 Das übrige aber soll Aarons und seiner Söhne sein. Das soll ein Hochheiliges sein von den Feuern des HERRN.

das Sündopfer: 3. Mos. 6,10.17-22;

3. Mose 6,10.17-22 -- 10 Sie sollen's nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Teil, den ich ihnen gegeben habe von meinem Opfer. Es soll ihnen ein Hochheiliges sein gleichwie das Sündopfer und Schuldopfer. ... 17 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 18 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das Gesetz des Sündopfers. An der Stätte, da du das Brandopfer schlachtest, sollst du auch das Sündopfer schlachten vor dem HERRN; das ist ein Hochheiliges. 19 Der Priester, der das Sündopfer tut, soll's essen an heiliger Stätte, im Vorhof der Hütte des Stifts. 20 Niemand soll sein Fleisch anrühren, er sei denn geweiht. Und wer von seinem Blut ein Kleid besprengt, der soll das besprengte Stück waschen an heiliger Stätte. 21 Und den Topf, darin es gekocht ist, soll man zerbrechen. Ist's aber ein eherner Topf, so soll man ihn scheuern und mit Wasser spülen. 22 Was männlich ist unter den Priestern, die sollen davon essen; denn es ist ein Hochheiliges.

das Schuldopfer: 3. Mos. 7,1. 6;

3. Mose 7,1.6 -- 1 Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Ein Hochheiliges ist es. ... 6 Was männlich ist unter den Priestern, die sollen das essen an heiliger Stätte; denn es ist ein Hochheiliges.

die Schaubrote: 3. Mos. 24,5-9

3. Mose 24,5-9 -- 5 Und sollst Semmelmehl nehmen und davon zwölf Kuchen backen; zwei Zehntel soll ein Kuchen haben. 6 Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht auf den feinen Tisch vor dem HERRN. 7 Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch, daß er sei bei den Broten zum Gedächtnis, ein Feuer dem HERRN. 8 Alle Sabbate für und für soll er sie zurichten vor dem HERRN, von den Kindern Israel zum ewigen Bund. 9 Und sie sollen Aarons und seiner Söhne sein; die sollen sie essen an heiliger Stätte; denn das ist ein Hochheiliges von den Opfern des HERRN zum ewigen Recht.

und alles Verbannte: 3. Mos. 27,28;

3. Mose 27,28 -- Man soll kein Verbanntes verkaufen noch lösen, das jemand dem HERRN verbannt von allem, was sein ist, es seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles verbannte ist ein Hochheiliges dem HERRN.

ebenso der Hohepriester selbst: 1. Chron. 23,13.

1. Chronik 23,13 -- Die Kinder Amrams waren: Aaron und Mose. Aaron aber ward abgesondert, daß er geheiligt würde zum Hochheiligen, er und seine Söhne ewiglich, zu räuchern vor dem HERRN und zu dienen und zu segnen in dem Namen des HERRN ewiglich.

Am großen Versöhnungstage geschah es - einmal im Jahr - daß der Hohepriester, in eine Wolke von Rauchwerk gehüllt, in das Allerheiligste vor die Bundeslade trat, um hier das Versöhnungsblut zu sprengen. Wäre er nicht eingehüllt gewesen von der Wolke des Rauchwerks, so hätte er durch den Anblick der Bundeslade und der Herrlichkeit des Herrn sterben müssen! [3. Mos. 16,13.]

3. Mose 16,13 -- und das Räuchwerk aufs Feuer tun vor dem HERRN, daß der Nebel vom Räuchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, daß er nicht sterbe.

Der Herr Jesus ist in dem ganzen Wert und der Herrlichkeit Seiner eigenen Person - mit Seinem Blut ein für allemal in den Himmel eingegangen, um uns die ewige Gnade Gottes zu sichern und nun allezeit vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen - die Kraft Seiner Fürbitte immerdar für uns zu verwenden. (Lies Hebr. 9,11-15.24; [7,23-8,2].)

Hebräer 9,11-15.24 -- 11 Christus aber ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. 13 Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, 14 wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! 15 Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. ... 24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Händen gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns; / Hebräer 7,23-8,2 -- 23 Und jener sind viele, die Priester wurden, darum daß sie der Tod nicht bleiben ließ; 24 dieser aber hat darum, daß er ewiglich bleibt, ein unvergängliches Priestertum. 25 Daher kann er auch selig machen immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebt immerdar und bittet für sie. 26 Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da wäre heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sünden abgesondert und höher, denn der Himmel ist; 27 dem nicht täglich not wäre, wie jenen Hohenpriestern, zuerst für eigene Sünden Opfer zu tun, darnach für des Volkes Sünden; denn das hat er getan einmal, da er sich selbst opferte. 28 denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dies Wort aber des Eides, das nach dem Gesetz gesagt ward, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist. Kapitel 8,1 Das ist nun die Hauptsache, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel 2 und ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaften Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch.

Sehr ernst sagt uns allerdings diese Stelle auch, daß kein Mensch - auch der edelste und beste nicht! - vor das Angesicht und in die Gegenwart Gottes treten kann, ohne sofort getötet und verdammt zu werden - es sei denn, er komme in dem Wohlgeruch und der Wohlannehmlichkeit Jesu Christi, des eingeborenen Sohnes Gottes, vor Gottes Angesicht! - Wie tröstlich und herrlich, daß die Schrift uns lehrt, daß jeder wahre Glaubende ein für allemal „in Christus zu Gott gebracht ist! Diese Worte „in Christus “ oder „in Christus Jesus “ - sie bezeichnen die neue, ewig sichere Gnadenstellung aller wahren Glaubenden bei Gott. Deshalb finden wir sie so häufig in den Briefen der Apostel, „Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind!“ [Röm. 8,1; vgl. 1. Kor. 1,4; 6,11; Eph. 2,13.]

Römer 8,1 -- So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist. / 1. Korinther 1,4 -- 4 Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, / 1. Korinther 6,11 -- Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des HERRN Jesu und durch den Geist unsers Gottes. / Epheser 2,13 -- Nun aber seid ihr, die ihr in Christo Jesu seid und weiland ferne gewesen, nahe geworden durch das Blut Christi.

Manchem Bibelleser mag es wichtig sein, zu erfahren, daß der große goldene Räucheraltar, den König Salomo später für den Tempel fertigte, zur Makkabäerzeit von dem grausamen Unterdrücker und Peiniger der Juden, dem syrischen König Antiochus Epiphanes, geraubt wurde. (1. Makk. 1,21-24.)

1. Makkabäer 1,21-24 -- 21 Als aber Antiochus in Ägypten gesiegt hatte, und wieder heimzog im hundertunddreiundvierzigsten Jahr, reiste er durch Israel 22 und kam gen Jerusalem mit einem großen Volk, 23 und ging trotzig in das Heiligtum und ließ wegnehmen den goldenen Altar, den Leuchter und was dazu gehört, den Tisch, darauf die Schaubrote lagen, die Becher, die Schalen, die goldenen Kellen, den Vorhang, die Kronen und den goldenen Schmuck vom am Tempel, und zerschlug alles. 24 Und nahm das Silber und Gold und die köstlichen Gefäße und die verborgenen Schätze, soviel er fand, und führte es mit sich in sein Land.

So hat der große Feind der Kirche Gottes im allgemeinen die Anbetung geraubt. Was eigentlich Anbetung Gottes ist - Anbetung unseres Herrn Jesus Christus im Geist und in der Wahrheit, das verstehen die allerwenigsten Kinder Gottes. Und doch fehlt unserem inneren Leben, unserem Gebets- und Gemeinschaftsleben als Erlöste Gottes etwas ganz Wesentliches, wenn wir das noch nicht kennen und wissen! Gott anzubeten heißt: mit einem befreiten Herzen und Gewissen - im Bewußtsein, so sehr geliebt zu sein von Gott und von Ihm in größter Gnade und Freude willkommen geheißen zu werden - vor Ihn zu treten und der Freude, der Glückseligkeit der Huldigung und Anbetung unseres Herzens freien Lauf zu lassen im Heiligen Geist! „Ihr aber, Geliebte, indem ihr euer inneres Leben aufbaut auf euren allerheiligsten Glauben, und indem ihr betet in der Kraft und Inbrunst des Heiligen Geistes, erhaltet euch selbst beständig in dem Bewußtsein der großen Liebe, mit der ihr von Gott geliebt seid. Zugleich dürft ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesu Christi erwarten, der uns zum ewigen Leben heimholen will!“

(Freitag, 27. September 1935)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 24.09.2018 16:46 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)