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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 439 (GEBOT 8: Nicht Opferblut und Sauerteig zugleich darbringen )
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

20. GEBOT 8: Nicht Opferblut und Sauerteig zugleich darbringen(2. Mose 34,25)


2. Mose 34,25

Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesäuertem Brot, und das Opfer des Osterfestes soll nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen.

Epheser. 2,1-10

1 Und auch euch, da ihr tot waret durch Übertretungen und Sünden, 2 in welchen ihr weiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, nämlich nach dem Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens, 3 unter welchen auch wir alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den Lüsten unseres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern. 4 Aber Gott, der da reich ist an Barmherzigkeit, durch seine große Liebe, damit er uns geliebt hat, 5 da wir tot waren in den Sünden, hat er uns samt Christo lebendig gemacht (denn aus Gnade seid ihr selig geworden) 6 und hat uns samt ihm auferweckt und samt ihm in das himmlische Wesen gesetzt in Christo Jesu, 7 auf daß er erzeigte in den zukünftigen Zeiten den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christo Jesu. 8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme. 10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen.

Hinsichtlich des Passahfestes wird noch einmal hier betont, daß nichts Gesäuertes mit dem Blut dieses heiligen Opfers verbunden werden durfte. Der Sauerteig, das Bild der Sünde, steht in unvereinbarem Gegensatz zu dem Blut des Opfers, denn letzteres sucht und bewirkt die Vergebung der Schuld! Ich kann nicht zugleich Verlangen nach Gnade und Verlangen nach der Sünde haben! - Als Josua, dieser leuchtende Führer Israels, vor seinem Abscheiden das Volk noch einmal versammelte, da stellte er sie vor die Entscheidung: „Entscheidet euch heute, wem ihr dienen wollt! - Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“ - Ist es nicht etwas ganz Undenkbares, nach beiden Seiten zu hinken - nach beiden Seiten unentschieden zu sein? [Lies 1. Kön. 18,21; vgl. Offenb. 2,15. 16.]

1. Könige 18,21 -- Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinkt ihr auf beide Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts. / Offenbarung 2,15.16 -- 15 Also hast du auch, die an der Lehre der Nikolaiten halten: das hasse ich. 16 Tue Buße; wo aber nicht, so werde ich dir bald kommen und mit ihnen kriegen durch das Schwert meines Mundes.

Kannst du, wenn der Herr Jesus dich mit Seinem eigenen Blut losgekauft hat von Welt und Sünde und Ichleben, neben Ihm diesen Sünden noch dienen? (Lies 1. Kor. 5,7.8.)

1. Korinther 5,7.8 -- 7 Darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. 8 Darum lasset uns Ostern halten nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern im Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit.

Jakobus schreibt den Gläubigen: „Eine Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung süßes und bitteres Wasser hervor! Und doch geschieht es bei euch, daß aus einem und demselben Mund Segen und Fluch, Lobpreis und Verwünschung hervorgeht. Liebe Brüder, das sollte nicht so sein!“ - Denken wir auch an unsere Gebete! Wer sich nicht von jeder erkannten Sünde trennt und auf Gottes Seite tritt, der kann weder freudig noch erhörlich beten: „Das Opfer derer, die sich nach den göttlichen Geboten nicht richten, ist dem Herrn ein Greuel; das Gebet der Gerechten dagegen ist Sein Wohlgefallen!“ „Fern ist Gott von denen, die sich von Seinen Vorschriften gelöst haben, aber das Gebet der Gerechten erhört Er!“ [Spr. 15,8. 29.]

Sprüche 15,8. 29 -- 8 Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; aber das Gebet der Frommen ist ihm angenehm. ... 29 Der HERR ist fern von den Gottlosen; aber der Gerechten Gebet erhört er.

Vers 25b: Welche geistliche Bedeutung liegt nun darin, daß vom Passahlamm nichts übrigbleiben sollte bis zum anderen Morgen - daß es dem Israeliten Schaden und Verlust eingebracht hätte, wenn er noch am nächsten Tage von dem Lamm gegessen hätte? - Der Grund ist dieser: Das Essen des Lammes sollte nicht getrennt werden von dessen Darstellung als Opfer, wie es beim Passahfest auf den Familientisch gebracht wurde. - So kann eine Seele sich nur dann an Jesus freuen und Ihn glaubend ins Herz aufnehmen, wenn sie Sein Opfer wertschätzt als die Sühnung für ihre Sünden! - Jesus spricht: „Wahrlich, wahrlich. Ich sage euch, wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und Sein Blut trinkt, so habt ihr kein göttliches Leben in euch selbst! Wer dagegen Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt (d. h. Mich als Erlöser, als den für Sünder am Kreuz gestorbenen Heiland glaubend ins Herz aufnimmt), der hat ewiges Leben, und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage!“ d. h. er hat teil an der Auferstehung des Lebens, an der heiligen und glückseligen ersten Auferstehung! - Wer dagegen Jesus nur als „einen edlen Menschen“ gelten läßt und Ihn zum Vorbild nehmen will, ohne zuvor als erlösungsbedürftiger Sünder zu Ihm gekommen zu sein und Ihn als Versöhner angenommen zu haben, der ist verblendet und strafwürdig vor Gott! (Lies Joh. 3,14-18; 1. Joh. 5,6-13.)

Johannes 3,14-18 -- 14 Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, 15 auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 16 Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. 18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er glaubt nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. / 1. Johannes 5,6-13 -- 6 Dieser ist's, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist's, der da zeugt; denn der Geist ist die Wahrheit. 7 Denn drei sind, die da zeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; 8 und die drei sind beisammen. 9 So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeugt hat von seinem Sohn. 10 Wer da glaubt an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugnis bei sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott zeugt von seinem Sohn. 11 Und das ist das Zeugnis, daß uns Gott das ewige Leben hat gegeben; und solches Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. 13 Solches habe ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habt, und daß ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes.

Zu wissen und zu reden von dem Opfertode Christi, ohne wahre und innige Gemeinschaft des Herzens mit Ihm Selbst, Der uns so sehr geliebt und Sein Leben für uns geopfert hat, zieht das göttliche Gericht nach sich! - Und doch, wie leicht und viel geschieht dies bei Kindern Gottes! Wir sollten, wenn solches bei uns vorkommt, in ein gründliches Selbstgericht gehen - „es mit Feuer verbrennen“! [Lies 2. Mos. 12,10.]

2. Mose 12,10 -- Und sollt nichts davon übriglassen bis morgen; wo aber etwas übrigbleibt bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.

(Montag, 24. Juni 1935)

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Zuletzt geändert am 30.04.2018 14:52 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)