BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 429 (GEBOT 2: Das Fest der Ungesäuerten Brote halten)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

14. GEBOT 2: Das Fest der Ungesäuerten Brote halten (2. Mose 34,18)


2. Mose 34,18

Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten gezogen.

In Vers 18-26 wiederholt der Herr einige Hauptvorschriften. An erster Stelle setzt Er das Fest der ungesäuerten Brote ein, das mit dem Passahfest begann und sieben Tage währte. (Vgl. 3. Mos. 23,4-8.)

3. Mose 23,4-8 -- 4 Dies sind aber die Feste des HERRN, die ihr die heiligen Feste heißen sollt, da ihr zusammenkommt. 5 Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des HERRN Passah. 6 Und am fünfzehnten desselben Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote des HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesäuertes Brot essen. 7 Der erste Tag soll heilig unter euch heißen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit tun. 8 Und sieben Tage sollt ihr dem HERRN opfern. Der siebente Tag soll auch heilig heißen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun.

Das Passahfest weist uns vorbildlich hin auf die einzige, aber auch vollgültige Grundlage, auf welcher man zur Gemeinschaft mit Gott gelangt und schließlich in Gottes ewige Ruhe und Herrlichkeit eingehen kann. Diese Grundlage ist das teure Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, welches den sündigen Menschen schon jetzt reinigt von aller Sünde - ihn jetzt schon passend macht für Gottes Gegenwart und für den Himmel. [Lies 2. Mos. 12,1-7. 21-28.]

2. Mose 12,1-7 -- 1 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monates des Jahres anheben. 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus. 4 Wo ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß sie das Lamm aufessen können. 5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Männlein und ein Jahr alt; von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen 6 und sollt's behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Häuflein im ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend. 7 Und sollt von seinem Blut nehmen und beide Pfosten der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, darin sie es essen. ... 21 Und Mose forderte alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset aus und nehmet Schafe für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Passah. 22 Und nehmet ein Büschel Isop und taucht in das Blut in dem Becken und berühret damit die Oberschwelle und die zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustür heraus bis an den Morgen. 23 Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter plagen. Und wenn er das Blut sehen wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu plagen. 24 Darum so halte diese Weise für dich und deine Kinder ewiglich. 25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst. 26 Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst? 27 sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des HERRN, der an den Kindern Israel vorüberging in Ägypten, da er die Ägypter plagte und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete an. 28 Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte.

Das Passahfest sollte alljährlich von Israel gefeiert werden zur bleibenden Erinnerung an den Tag ihres Auszugs aus Ägypten - an ihre Befreiung aus der Sklaverei und Gewalt Pharaos. Damals erfuhr das Volk die wunderbare Rettung des Herrn. Das Blut eines fehlerlosen Lammes floß für sie und schirmte sie vor dem göttlichen Gericht, welches über ganz Ägypten hereinbrach. Denn Gott hatte gesprochen: „Das Blut soll euch zum Zeichen sein an euren Häusern. und sehe Ich das Blut, so werde Ich gnädig an euch vorübergehen, und es wird keine Plage zum Verderben unter euch sein, wenn Ich das Land Ägypten schlage!“ - Ja, die mächtige Hand Gottes führte Sein auserwähltes Volk triumphierend aus der Knechtschaft in die Freiheit, während dessen grausamer Bedrücker und Feind untersank im Meer. Damit begann für die Kinder Israel ein ganz neues Leben, eine ganz neue Zeitrechnung! - Unser Passahlamm ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Sein heiliges Blut floß am Kreuz, um uns loszukaufen aus der Sklaverei der Sünde - aus der Eitelkeit der Welt - aus der Täuschung einer toten Frömmigkeit! (Lies Röm. 6,17-23; Gal. 1,3-5; [Hebr. 9,11-14].)

Römer 6,17-23 -- 17 Gott sei aber gedankt, daß ihr Knechte der Sünde gewesen seid, aber nun gehorsam geworden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben seid. 18 Denn nun ihr frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte der Gerechtigkeit geworden. 19 Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habet zum Dienst der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zur andern, also begebet auch nun eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. 20 Denn da ihr der Sünde Knechte wart, da wart ihr frei von der Gerechtigkeit. 21 Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn ihr Ende ist der Tod. 22 Nun ihr aber seid von der Sünde frei und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber ist das ewige Leben. 23 Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN. / Galater 1,3-5 -- 3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserm HERRN Jesus Christus, 4 der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, daß er uns errettete von dieser gegenwärtigen, argen Welt nach dem Willen Gottes und unseres Vaters, 5 welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. / Hebräer 9,11-14 -- 11 Christus aber ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. 13 Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit, 14 wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!

An sich hatte der Israelit das göttliche Strafgericht geradeso verdient wie die Ägypter; aber indem er zu dem Lamm seine Zuflucht nahm und dessen Blut an seine Türpfosten strich, fand er Bergung und Sicherheit vor dem göttlichen Gericht! - Ebenso muß heute jede Seele, die vor dem kommenden Zorn Gottes geborgen und gerettet werden will, ganz persönlich im Glauben ihre Zuflucht nehmen zu Jesus und Seinem heiligen Blut. - So sage denn, lieber Leser, bist du durch eine aufrichtige Bekehrung eingegangen in das Königreich Gottes? Bist du zu wahrer Gemeinschaft mit Gott gelangt - schon hinzugezählt zu dem erlösten Volke Gottes, das für Zeit und Ewigkeit unter dem Schutz des vollbrachten Erlösungswerkes Christi steht? - Und hat für dich schon dieses neue Leben begonnen - die neue Zeitrechnung, die mit der persönlichen Zufluchtnahme zu Christus und mit der Übergabe an Ihn anfängt? - Die Kinder Israel hatten einst nicht nur ihre Türpfosten und ihre Oberschwelle mit dem Blut des Lammes zu bestreichen, um vor dem Verderben gesichert zu sein in ihren Häusern - sie sollten in jener Passahnacht auch von dem Lamm, das am Feuer gebraten war, mit bitteren Kräutern essen. So soll und darf auch unsere Seele den Herrn Jesus, das Lamm Gottes - einst für unsere Sünde am Kreuze geschlachtet - glaubend ins Herz aufnehmen und sich an Ihm erfreuen! Er Selbst sagt in diesem Sinn: „Wer Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage! Denn Mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und Mein Blut ist wahrhaftig Trank! Wer Mein Fleisch isset und Mein Blut trinket, der bleibt in Mir und Ich in ihm!“ - Möchte uns heute hierüber ein ganz neues, tiefes Verständnis aufgetan werden!

(Freitag, 14. Juni 1935)

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Zuletzt geändert am 30.04.2018 16:06 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)