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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 394 (Mose verhört Aaron und bestraft das Volk durch die Schwerter der Leviten)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
F. Das goldene Kalb und Moses Umgang mit Gott (2. Mose 32-34)

4. Mose verhört Aaron und bestraft das Volk durch die Schwerter der Leviten (2. Mose 32,21-29)


2. Mose 32,21-25

21 und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk getan, daß du eine so große Sünde über sie gebracht hast? 22 Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weißt, daß dies Volk böse ist. 23 Sie sprachen zu mir: Mache uns Götter, die vor uns her gehen; denn wir wissen nicht, wie es diesem Manne Mose geht, der uns aus Ägyptenland geführt hat. 24 Ich sprach zu ihnen: Wer Gold hat, der reiß es ab und gebe es mir. Und ich warf's ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden. 25 Da nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwätz bei ihren Widersachern)

Einst - vor vierzig Jahren - waren die Brüder, Mose und Aaron, hier am Berg Gottes einander begegnet und hatten sich in heiliger Gemeinschaft zusammengefunden. (2. Mos. 4,27-31.)

2. Mose 4,27-31 -- 27 Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und küßte ihn. 28 Und Mose sagte Aaron alle Worte des HERRN, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte. 29 Und sie gingen hin und versammelten alle Ältesten von den Kindern Israel. 30 Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und er tat die Zeichen vor dem Volk. 31 Und das Volk glaubte. Und da sie hörten, daß der HERR die Kinder Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen hätte, neigten sie sich und beteten an.

Wie köstlich war dieser gemeinsame Ausgangspunkt ihres Dienstlebens gewesen! - Aber jeder von uns nimmt seine Entwicklung, und jeder trägt für seine Entwicklung die persönliche Verantwortung! Die Schrift sagt: „Ein jeder prüfe sein eigenes Tun, dann wird er seinen Ruhm für sich behalten und sich nicht dem anderen gegenüber groß dünken; denn ein jeder wird seine eigene Last zu tragen - die Verantwortung für sich zu übernehmen haben!“ [Gal. 6,4. 5.]

Galater 6,4.5 -- 4 Ein jeglicher aber prüfe sein eigen Werk; und alsdann wird er an sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern. 5 Denn ein jeglicher wird seine Last tragen.

Viel verändern vierzig Jahre im Leben und am inneren Stand der einzelnen Gläubigen! Vor vierzig Jahren hatten Mose und Aaron einander begrüßt mit heiligem, brüderlichem Kuß. [1. Kor. 16,20; 2. Kor. 13,12; 1. Thess. 5,26; 1. Petr. 5,14.]

1. Korinther 16,20 -- Es grüßen euch alle Brüder. Grüßet euch untereinander mit dem heiligen Kuß. / 2. Korinther 13,12 -- Grüßet euch untereinander mit dem heiligen Kuß. Es grüßen euch alle Heiligen. / 1. Thessalonicher 5,26 -- Grüßet alle Brüder mit dem heiligen Kuß. / 1. Petrus 5,14 -- Grüßet euch untereinander mit dem Kuß der Liebe. Friede sei mit allen, die in Christo Jesu sind! Amen.

Damals hatten sie innige Gemeinschaft miteinander, liebten einander herzlich und wandelten miteinander im Licht der göttlichen Offenbarung. Was hätte Aaron werden können, wenn seine innere Entwicklung weiterhin mit der des Mose Schritt gehalten hätte! Welchen Halt, welche Förderung hätte er an seinem Bruder Mose haben können! - Wir tragen eine große Verantwortung, wenn wir mit Menschen Gottes zusammentreffen oder zusammenleben dürfen, die uns solch ein Vorbild sind! - Paulus schreibt den Philippern: „Was ihr gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, das tut; dann wird der Gott des Friedens mit euch sein können! ... Ja, Brüder und Schwestern, alles war wahr, was edel und des Herrn würdig ist - alles was recht und rein, was angenehm und liebenswert ist und was einen guten Klang hat, auf das seid bedacht! Bemüht euch um jede Tugend und um alles, was lobenswert ist!“ - Wir selbst tragen die ganze Verantwortung für das, was wir augenblicklich sind, und auch für unsere Weiterentwicklung! - Aaron hat nie eine so tiefe Gemeinschaft mit Gott erlangt wie Mose. Und doch hatte er einen guten Anfang gemacht und hätte zur gleichen Reife und inneren Schönheit gelangen können und sollen wie sein Bruder! Aber er hat, was er an Gemeinschaft mit Gott besessen, verloren durch eigene Schuld, durch eigene Trägheit und Nachlässigkeit! - Und wenn wir nachlassen in unserem inneren Leben - wenn wir abirren vom Wege wahrer Gemeinschaft mit Gott, so ziehen wir stets andere in unseren Schaden hinein! - Paulus redet in seinem Abschiedswort an die führenden Brüder von Ephesus von Männern in der Gemeinschaft der Gläubigen, welche die Jünger vom rechten Pfade abziehen hinter sich her. (Lies Apgesch. 20,29-35.)

Apostelgeschichte 20,29-35 -- 29 Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die die Herde nicht verschonen werden. 30 Auch aus euch selbst werden aufstehen Männer, die da verkehrte Lehren reden, die Jünger an sich zu ziehen. 31 Darum seid wach und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht, einen jeglichen mit Tränen zu vermahnen. 32 Und nun, liebe Brüder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter allen, die geheiligt werden. 33 Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. 34 Denn ihr wisset selber, daß mir diese Hände zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedient haben. 35 Ich habe es euch alles gezeigt, daß man also arbeiten müsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des HERRN Jesus, daß er gesagt hat: "Geben ist seliger denn Nehmen!"

An anderer Stelle wird von solchen gesprochen, „um derentwillen der Weg der Wahrheit verlästert wird“, und deren Abwegen viele andere folgen werden! [2. Petr. 2,2.]

2. Petrus 2,2 -- Und viele werden nachfolgen ihrem Verderben; um welcher willen wird der Weg der Wahrheit verlästert werden.

Durch Aarons Schuld war die Ehre Gottes in Israel mit Füßen getreten worden. Deshalb konnte Mose sich hier in keiner Weise von einer falschen Bruderliebe binden lassen; denn niemals darf die brüderliche Liebe uns hindern, wenn es gilt, die Ehre Gottes zu vertreten und dem Allerhöchsten die Treue zu wahren! - Jetzt war nicht eine Zeit, Aaron zu küssen oder von brüderlicher Liebe zu sprechen. Der Prediger sagt: „Alles hat seine bestimmte Zeit; Lieben hat seine Zeit und Hassen hat seine Zeit; Krieg und Kampf hat seine Zeit und Frieden hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit und Reden hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit und sich vom Umarmen fernhalten hat seine Zeit; Töten hat seine Zeit und Heilen hat seine Zeit!“ [Lies Pred. 3,1-8.]

Prediger 3,1-8 -- 1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. 2 Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, 3 würgen und heilen, brechen und bauen, 4 weinen und lachen, klagen und tanzen, 5 Stein zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen, 6 suchen und verlieren, behalten und wegwerfen, 7 zerreißen und zunähen, schweigen und reden, 8 lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit.

(Mittwoch, 8. Mai 1935)

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Zuletzt geändert am 30.04.2018 14:11 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)