BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 377 (EXKURS: Die später erneute Herstellung und göttliche Beschreibung zweier Gesetzestafeln)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

22. EXKURS: Die später erneute Herstellung und göttliche Beschreibung zweier Gesetzestafeln (5. Mose 10,1-5)


5. Mose 10,1-5

1 Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine hölzerne Lade, 2 so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in die Lade legen. 3 Also machte ich die Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwei Tafeln in meinen Händen. 4 Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir. 5 Und ich wandte mich und ging vom Berge und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, daß sie daselbst wären, wie mir der HERR geboten hatte.

Die „neuen Tafeln“, welche Mose hauen durfte - sie sagen uns unendlich viel. Ja, für tief zerbrochene Herzen, für wirklich Demütiggewordene - für solche, die sich bis auf den Grund läutern lassen und nun wirklich aufrichtig und licht geworden sind - für sie gibt es einen wirklich neuen Anfang. „Siehe, Ich will ihnen einen Verband anlegen! - Um all ihrer Bosheit willen hatte Ich Mein Angesicht vor ihnen verborgen; aber Ich will ihnen Heilung bringen und ihnen eine Fülle von Frieden und Wohlfahrt - eine Fülle von Wahrheit offenbaren. Ja, Ich will die Gefangenschaft Israels wenden und will sie bauen wie im Anfang! Reinigen will Ich sie von all ihrer Ungerechtigkeit, mit der sie gegen Mich gesündigt haben; ja. Ich will all ihre Missetaten vergeben, mit denen sie gegen Mich gesündigt haben, und durch welche sie von Mir abgefallen sind. Das soll Mir zum Freudennamen, zum Ruhm und zum Schmuck dienen vor allen Völkern der Erde! Und diese sollen all das Gute hören, das Ich Israel tun werde. Und die Kinder Israel werden zittern und beben wegen all dem Guten und all dem Frieden, den Ich ihnen angedeihen lasse! -Und es soll wiederum gehört werden die Stimme der Wonne und die Stimme der Freude - die Stimme des Bräutigams und die Stimme der Braut. Und es wird wieder gehört werden die Stimme derer, welche Lob in das Haus des Herrn bringen: Lobet den Herrn der Heerscharen, denn Er ist freundlich, und Seine Gnade währt ewiglich! - Ja, Ich will die Gefangenschaft Israels wenden wie im Anfang! spricht der Herr.“ ([Jer. 33,6-11]; lies Jes. 57,15-21.)

Jeremia 33,6-11 -- 6 Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will ihnen Frieden und Treue die Fülle gewähren. 7 Denn ich will das Gefängnis Juda's und das Gefängnis Israels wenden und will sie bauen wie von Anfang 8 und will sie reinigen von aller Missetat, damit sie wider mich gesündigt haben, und will ihnen vergeben alle Missetaten, damit sie wider mich gesündigt und übertreten haben. 9 Und das soll mir ein fröhlicher Name, Ruhm und Preis sein unter allen Heiden auf Erden, wenn sie hören werden all das Gute, das ich ihnen tue. Und sie werden sich verwundern und entsetzen über all dem Guten und über all dem Frieden, den ich ihnen geben will. 10 So spricht der HERR: An diesem Ort, davon ihr sagt: Er ist wüst, weil weder Leute noch Vieh in den Städten Juda's und auf den Gassen zu Jerusalem bleiben, die so verwüstet sind, daß weder Leute noch Vieh darin sind, 11 wird man dennoch wiederum hören Geschrei von Freude und Wonne, die Stimme des Bräutigams und der Braut und die Stimme derer, so da sagen: "Danket dem HERRN Zebaoth, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich", wenn sie Dankopfer bringen zum Hause des HERRN. Denn ich will des Landes Gefängnis wenden wie von Anfang, spricht der HERR. / Jesaja 57,15 -21-- 15 Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewiglich wohnt, des Name heilig ist: Der ich in der Höhe und im Heiligtum wohne und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf daß ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen: 16 Ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zürnen; sondern es soll von meinem Angesicht ein Geist wehen, und ich will Odem machen. 17 Ich war zornig über die Untugend ihres Geizes und schlug sie, verbarg mich und zürnte; da gingen sie hin und her im Wege ihres Herzens. 18 Aber da ich ihre Wege ansah, heilte ich sie und leitete sie und gab ihnen wieder Trost und denen, die über jene Leid trugen. 19 Ich will Frucht der Lippen schaffen, die da predigen: Friede, Friede, denen in der Ferne und denen in der Nähe, spricht der HERR, und ich will sie heilen. 20 Aber die Gottlosen sind wie ein ungestümes Meer, das nicht still sein kann, und dessen Wellen Kot und Unflat auswerfen. 21 Die Gottlosen haben nicht Frieden, spricht mein Gott.

Ist es nicht herrlich und sehr ermutigend, wenn wir die Worte hören: „Ich will sie aufbauen wie im Anfang!?“ Das sind „die zweiten Tafeln“, die der Herr in so großer Gnade schenkt - die Herzenstafeln, auf welche Er in ganz neuer Schrift Seines Geistes einschreibt, was vor Ihm wohlgefällig ist. Da sprach ich: „Siehe, Herr, ich komme: Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist meine Lust - Dein Gesetz ist mir tief ins Herz geschrieben!“ - Wenn der Herr bald mit dem Volke Israel den neuen Gnadenbund schließen will, so gelten Seine wunderbaren Gnadenworte heute solchen, die in tiefer Zerknirschung ihre Zuflucht zu Ihm nehmen - zu Ihm, von welchem David rühmt: „Der Herr ist mein Hirte. Er bringt meine Seele wieder zurecht!“ [Ps. 23,1.3.] - „Und dies ist der Bund, den Ich mit ihnen machen werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will Mein Gesetz in ihr Inneres geben und werde es auf ihr Herz schreiben, und Ich werde ihr Gott, und sie werden Mein Volk sein! - Dann braucht niemand mehr seinen Nächsten und niemand mehr seinen Bruder zu lehren: Erkenne den Herrn! Denn sie alle werden Mich kennen vom Kleinsten bis zum Größten, spricht der Herr. Und ihre Missetat habe Ich vergeben; ihrer Sünde will Ich nie mehr gedenken!“ [Jes. 31,33.34; lies auch Jer. 18,1-6.]

Jeremia 18,1-6 -- 1 Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia, und sprach: 2 Mache dich auf und gehe hinab in des Töpfers Haus; daselbst will ich dich meine Worte hören lassen. 3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe. 4 Und der Topf, den er aus dem Ton machte, mißriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel. 5 Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: 6 Kann ich nicht also mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer? spricht der HERR. Siehe, wie der Ton ist in des Töpfers Hand, also seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.

(Mittwoch, 20. März 1935)

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