BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 325 (Angaben zum Bau des Räucheraltars, seiner Aufstellung und seiner Benutzung)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

14. Angaben zum Bau des Räucheraltars, seiner Aufstellung und seiner Benutzung (2. Mose 30,1-10)


2. Mose 30,1-3

1 Du sollst auch einen Räuchaltar machen, zu räuchern, von Akazienholz, 2 eine Elle lang und breit, gleich viereckig und zwei Ellen hoch, mit seinen Hörnern. 3 Und sollst ihn mit feinem Golde überziehen, sein Dach und seine Wände ringsumher und seine Hörner. Und sollst einen Kranz von Gold machen.

Nachdem in den beiden vorhergehenden Kapiteln das Priestertum eingesetzt worden ist, werden wir hier mit dem wahren priesterlichen Gottesdienst und mit wirklicher Gemeinschaft mit Gott bekannt gemacht. Schon zu den alttestamentlichen Priestern sprach der König Hiskia einst: „Meine Söhne, seid nun nicht lässig! Denn euch hat der Herr erwählt, um vor Ihm zu stehen; denn ihr seid bestimmt, Ihm zu dienen, Seine Diener und Räucherer zu sein!“ [2. Chron. 29,11; vgl. 1. Chron. 6,49; 23,13.]

2. Chronik 29,11 -- Nun, meine Söhne, seid nicht lässig; denn euch hat der HERR erwählt, daß ihr vor ihm stehen sollt und daß ihr seine Diener und Räucherer seid. / 1. Chronik 6,49 -- Und die Kinder Israel gaben den Leviten die Städte mit ihren Vorstädten / 1. Chronik 23,13 -- Die Kinder Amrams waren: Aaron und Mose. Aaron aber ward abgesondert, daß er geheiligt würde zum Hochheiligen, er und seine Söhne ewiglich, zu räuchern vor dem HERRN und zu dienen und zu segnen in dem Namen des HERRN ewiglich.

Diese Ordnung ist beachtenswert und steht in Übereinstimmung mit der Reihenfolge unserer inneren Erfahrungen als Kinder Gottes! - Wenn wir am ehernen Altar des Kreuzes Christi unsere große Schuld und Sünde eingesehen, aber auch die vollbrachte Erlösung gefunden haben in dem Opfertod unseres Heilandes, dann kann der Heilige Geist uns hineinführen in unsere neue, gesegnete Stellung und in die innige Gemeinschaft mit Gott - mit dem Herrn Jesus! Wir lernen Ihn erkennen als den Auferstandenen und zur rechten Hand Gottes Erhöhten - wir lernen unsere herrliche Aufgabe kennen, Anbetung und Danksagung darzubringen unserem Gott, dem wir so nahestehen dürfen durch unseren Erlöser. - Viele Kinder Gottes sind nie über den ehernen Altar hinausgekommen. Sie wissen nicht, was es heißt, mit einem befreiten Herzen und Gewissen Gott nahezustehen - sie haben niemals den goldenen Altar erreicht! - Viele „hoffen“, einmal Gottesanbeter zu werden, wenn sie sterben, während es doch ihr Vorrecht und ihre Bestimmung ist, jetzt schon Gott allezeit die Opfer des Lobes und der Huldigung aus kindlichem Herzen darzubringen, indem sie sich ihrer neuen, gesicherten Stellung in Christo erfreuen und Gott als ihren Vater preisen! - Nach Gottes Willen und Sinn ist die gegenwärtige Stellung aller wahren Glaubenden am goldenen Räucheraltar; denn dieser ist das Bild einer wunderbar gesegneten Stellung und Gnade, die Gott allen Glaubenden zuspricht. Hier freuen wir uns der Herrlichkeit und Majestät Christi, unseres Herrn und Hauptes! Hier haben wir unser Ichleben unter den Füßen, weil wir mit Christo gestorben und auferstanden sind. (Lies Röm. 6,5-11.14; Gal. 5,24.25; 6,14-16.)

Römer 6,5-11.14 -- 5 So wir aber samt ihm gepflanzt werden zu gleichem Tode, so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein, 6 dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuzigt ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht mehr dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertigt von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, daß Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort nicht mehr über ihn herrschen. 10 Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. 11 Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN. ... 14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, sintemal ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade. / Galater 5,24.25 -- 24 Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch samt den Lüsten und Begierden. 25 So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln. / Galater 6,14-16 -- 14 Es sei aber ferne von mir, mich zu rühmen, denn allein von dem Kreuz unsers HERRN Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. 15 Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern eine neue Kreatur. 16 Und wie viele nach dieser Regel einhergehen, über die sei Friede und Barmherzigkeit und über das Israel Gottes.

Hier dürfen wir uns beschäftigen mit allem, was unser hochgelobter Herr Jesus für das Herz Gottes und für unser Herz ist. Das einst am Kreuz vergossene Blut unseres Erlösers hat uns die Tür ins Heiligtum weit aufgetan und uns zu der Stätte unseres priesterlichen Dienstes und wahrer verständnisvoller Anbetung Gottes gebracht.

Der Vorhang ist zerrissen, die Sünd' hinweggetan,
Befreit ist das Gewissen, anbetend wir jetzt nah'n!

Der goldene Räucheraltar stand unmittelbar vor der Bundeslade, diesem Thron der Majestät Gottes, der allerdings noch verhüllt war durch den Cherubimvorhang, welcher das Heilige vom Allerheiligsten trennte! - Doch durch den Opfertod unseres Herrn Jesu ist dieser Vorhang zerrissen, so daß wir in die unmittelbare Gegenwart Gottes gebracht sind; hier dürfen wir jubeln und anbeten immerdar! [Matth. 27,51; Hebr. 9,8.11.12; 10,19.]

Matthäus 27,51 -- Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke von obenan bis untenaus. / Hebräer 9,8.11.12 -- 8 Damit deutete der heilige Geist, daß noch nicht offenbart wäre der Weg zum Heiligen, solange die vordere Hütte stünde ... 11 Christus aber ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, und ist durch eine größere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht, das ist, die nicht von dieser Schöpfung ist, 12 auch nicht der Böcke oder Kälber Blut, sondern sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. / Hebräer 10,19 -- So wir denn nun haben, liebe Brüder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu,

Als Beter und Anbeter nahen wir jetzt schon freudig dem himmlischen Gnadenthron Gottes und kommen an Sein Herz. Er wünscht und will haben die anbetende Lobpreisung und den Gebetsdienst Seines erlösten Volkes unter der Wirkung und in der Kraft des Heiligen Geistes! [Lies Hebr. 13,15.16.]

Hebräer 13,15.16 -- 15 So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. 16 Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl.

Herr, Du bist heilig, der Du wohnst unter den Lobgesängen Israels!“ [Ps. 22,3 (Luth. 4).]

(Freitag, 1. Februar 1935)

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