BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 313 (Anweisungen zur Einsetzung Aarons und seiner Söhne zu Priestern)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

12. Anweisungen zur Einsetzung Aarons und seiner Söhne zu Priestern (2. Mose 29,1-37)

d) Darbringung eines Widders als Brandopfer und Feueropfer für den HERRN (2. Mose 29,15-18)


2. Mose 29,15-18

15 Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf sein Haupt legen. 16 Dann sollst du ihn schlachten und sein Blut nehmen und auf den Altar sprengen ringsherum. 17 Aber den Widder sollst du zerlegen in Stücke, und seine Eingeweide und Schenkel waschen, und sollst es auf seine Stücke und sein Haupt legen 18 und den ganzen Widder anzünden auf dem Altar; denn es ist dem HERRN ein Brandopfer, ein süßer Geruch, ein Feuer des HERRN.

Es ist beachtenswert, daß dem Widder die Haut abgezogen wurde. Sodann wurde er in seine Stücke zerlegt, und seine Eingeweide und seine Schenkel wurden gewaschen. Dann wurde der ganze Widder auf dem Altar langsam verbrannt und gab einen wunderbaren Wohlgeruch für den Herrn. - Wenn die Hülle unseres äußeren Wesens weggenommen und unser Inneres bloßgelegt wird, - ach, wie oft offenbart sich dann Verkehrtes, Böses, Unlauteres, die noch in uns wohnende alte Natur! - Je tiefer dagegen der heilige Sohn Gottes erprobt wurde, desto mehr offenbarte sich Seine göttlich-menschliche Vortrefflichkeit, Heiligkeit und Vollkommenheit! - Jene Waschung mit Wasser machte die alttestamentlichen Opfer zu dem, was Christus Seinem innersten Wesen nach war: völlig rein! - Von Ihm mußte selbst ein Verbrecher bezeugen: „Dieser hat nichts Unrechtes getan!“ - Und der heidnische Hauptmann, welcher während Seines Kreuzestodes die Wache hielt, bezeugte: „Fürwahr, dieser Mensch war gerecht!“ - Der seinem Heiland am nächsten stehende Jünger, Johannes, bekundet: „Er ist rein! Sünde ist nicht in Ihm!“ - Und Gott Selbst tat immer wieder den Himmel über Ihm auf und bezeugte: „Dieser ist Mein geliebter Sohn! An Ihm habe Ich Wohlgefallen gefunden!“ [Es mag manchem unserer Leser wertvoll sein, hier eine ganze Reihe von Schriftstellen aufgeführt zu finden, die uns die Reinheit und Sündlosigkeit des Herrn Jesu bezeugen: Ps. 45,2.7 (Luth. 3.8); Jes. 53,9; Matth. 1,20,21; 27,23.24; Luk. 23,22.41.47; Joh. 8,46; 14,30b; 18,38; 2. Kor. 5,21; Hebr. 7,26; 8,1; 9,14; 1. Petr. 1,18.19; 2,21-23; 1. Joh. 3,3.5

Psalm 45,3.8 -- 3 Du bist der Schönste unter den Menschenkindern, holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich. ... 8 Du liebest die Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl mehr denn deine Gesellen. / Jesaja 53,9 -- Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. / Matthäus 1,20,21 -- 20 Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des HERRN im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist von dem heiligen Geist. 21 Und sie wird einen Sohn gebären, des Namen sollst du Jesus heißen; denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden. / Matthäus 27,23.24 -- 23 Der Landpfleger sagte: Was hat er denn Übles getan? Sie schrieen aber noch mehr und sprachen: Laß ihn kreuzigen! 24 Da aber Pilatus sah, daß er nichts schaffte, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, nahm er Wasser und wusch die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten, sehet ihr zu! / Lukas 23,22.41.47 -- 22 Er aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat denn dieser Übles getan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und loslassen. ... 41 Und wir zwar sind billig darin, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes getan. ... 47 Da aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: Fürwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen! / Johannes 8,46 -- Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? / Johannes 14,30 -- Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. / Johannes 18,38 -- Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. / 2. Korinther 5,21 -- Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. / Hebräer 7,26 -- Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da wäre heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sünden abgesondert und höher, denn der Himmel ist; / Hebräer 8,1 -- Das ist nun die Hauptsache, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel / Hebräer 9,14 -- wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Fehl durch den ewigen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! / 1. Petrus 1,18.19 -- 18 und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes / 1. Petrus 2,21-23 -- 21 Denn dazu seid ihr berufen; sintemal auch Christus gelitten hat für uns und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; 22 welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; 23 welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drohte, da er litt, er stellte es aber dem anheim, der da recht richtet; / 1. Johannes 3,3.5 -- 3 Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist. ... 5 Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsre Sünden wegnehme, und es ist keine Sünde in ihm.

Völlig war unser Herr und Heiland Gott geweiht! Und alles, was Er für Gott war, kommt uns, die wir an Ihn gläubig geworden sind, zugut. Wie die Söhne Aarons, so dürfen auch wir unsere Hand des Glaubens auf Jesus, das heilige Opferlamm, legen und dürfen wissen: „Ich bin Gott angenehm und wohlgefällig durch Ihn!“ - Die ganze Schönheit, Lieblichkeit und Annehmlichkeit des Herrn Jesu kommt denen zugut, welche in Ihm allein ihre Gerechtigkeit und ihr Heil gefunden haben. (Lies Eph. 1,3-7.)

Epheser 1,3-7 -- 3 Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum; 4 wie er uns denn erwählt hat durch denselben, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir sollten sein heilig und unsträflich vor ihm in der Liebe; 5 und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen sich selbst durch Jesum Christum nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6 zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten, 7 an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade

Jener „Widder der Weihe“ war also ein Friedensopfer. Die Hauptbedeutung des Friedensopfers ist: Gemeinschaft - Gemeinschaft mit Gott und untereinander! (Lies 3. Mos. 3,1-5 u. 7,11-14!)

3. Mose 3,1-5 -- 1 Ist aber sein Opfer ein Dankopfer von Rindern, es sei ein Ochse oder eine Kuh, soll er eins opfern vor dem HERRN, das ohne Fehl sei. 2 Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und es schlachten vor der Tür der Hütte des Stifts. Und die Priester, Aarons Söhne, sollen das Blut auf den Altar umhersprengen. 3 Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN opfern, nämlich das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und alles Fett am Eingeweide 4 und die zwei Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den Lenden, und das Netz um die Leber, an den Nieren abgerissen. 5 Und Aarons Söhne sollen's anzünden auf dem Altar zum Brandopfer, auf dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum süßen Geruch dem HERRN. / 3. Mose 7,11-14 -- 11 Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN opfert. 12 Wollen sie ein Lobopfer tun, so sollen sie ungesäuerte Kuchen opfern, mit Öl gemengt, oder ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, oder geröstete Semmelkuchen, mit Öl gemengt. 13 Sie sollen aber solches Opfer tun auf Kuchen von gesäuerten Brot mit ihrem Lob- und Dankopfer, 14 und sollen einen von den allen dem HERRN zur Hebe opfern, und es soll dem Priester gehören, der das Blut des Dankopfers sprengt.

Aaron und seine Söhne lernten jetzt ein Maß von Gemeinschaft mit Gott kennen, das ihnen vorher unbekannt war! - Weißt du, was wahre, innerste Gemeinschaft mit Gott ist? O suche sie täglich neu ganz ernstlich! - Von wahrer Gemeinschaft mit Gott ist aufrichtige Hingabe an Ihn nicht zu trennen! Dasselbe Blut, durch welches wir mit Gott versöhnt wurden, ist zugleich der Preis, um welchen wir für Gott erkauft worden - das Mittel, durch das wir für Gott geheiligt worden sind! Unser Dienst für Gott - Hingabe und Weihe in demselben geschieht in der Kraft des Heiligen Geistes. Nur soweit dies der Fall ist, ist ein wahres und wohlgefälliges Dienen für Gott möglich. Alles andere ist unecht und unlauter, daher wertlos und mißfällig vor Gott!

(Sonntag, 20. Januar 1935)

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