BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 299 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

e) Das Obergewand des Priesters mit goldenen Schellen am Saum unten (2. Mose 28,31-35)


2. Mose 28,31-35

31 Du sollst auch einen Purpurrock unter dem Leibrock machen ganz von blauem Purpur. 32 Und oben mitteninne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her zusammengefaltet, daß er nicht zerreiße. 33 Und unten an seinen Saum sollst du Granatäpfel machen von blauem und rotem Purpur und Scharlach um und um und zwischen dieselben goldene Schellen auch um und um, 34 daß eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel, um und um an dem Saum des Purpurrocks. 35 Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, daß man seinen Klang höre, wenn er aus und eingeht in das Heilige vor dem HERRN, auf daß er nicht sterbe.

„Um die Halsöffnung des blauen Purpurkleides soll ein starker Saum gehen wie bei einem Panzerhemd, damit es nicht einreiße!“ Wie vorsichtig wandelte unser Herr Jesus hier auf Erden! Er tat Seine Schritte in dem hellen Tageslicht der Gegenwart und Herrlichkeit Seines Gottes. Darum stieß Er nie an - darum gab es für Ihn keinerlei Straucheln oder Sündigen! Sein himmlisches Gewand bekam nie einen Riß oder einen Flecken. Nie tat Er ein Unrecht, nie redete Er eine Unwahrheit, nie war Er beleidigt oder ärgerlich! Zu Seiner eigenen Rechtfertigung tat Er Seinen Mund niemals auf. [Lies Jes. 42,1-4; 53,7!]

Jesaja 42,1-4 -- 1 Siehe, das ist mein Knecht, ich erhalte ihn, und mein Auserwählter, an welchem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. 2 Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. 3 Das zerstoßene Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrhaftig halten lehren. 4 Er wird nicht matt werden noch verzagen, bis daß er auf Erden das Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten. / Jesaja 53,7 -- Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.

Nein, unser Herr Jesus bewahrte Sich völlig und zu aller Zeit. Was für uns gesagt ist, galt voll und ganz von Ihm, dem Eingeborenen vom Vater, der voller Gnade und Wahrheit war: „Der aus Gott Geborene bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an!“ (Vgl. Joh. 14,30b; 1. Joh. 3,5-10.)

Johannes 14,30 -- Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. / 1. Johannes 3,5-10 -- 5 Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsre Sünden wegnehme, und es ist keine Sünde in ihm. 6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer da sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. 7 Kindlein, laßt euch niemand verführen! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. 8 Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre. 9 Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt bei ihm; und kann nicht sündigen, denn er ist von Gott geboren. 10 Daran wird's offenbar, welche die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder liebhat.

Was der Psalmist sagen konnte, dürfen wir unserem großen Heiland vor allem in den Mund legen: „Deine Vorschriften und Deine Zeugnisse, Mein Gott, habe Ich bewahrt, und alle Meine Wege sind vor Dir!“ [Ps. 119,168.] - Auch von uns, den wahren Nachfolgern Jesu, wird mit Recht erwartet, daß das Gewand unseres neuen Lebens und Wandels ohne Riß und einheitlich sei: „Wenn wir durch den Geist das Leben haben, so wollen wir auch im Geiste wandeln!“ [oder: „Leben wir wirklich durch den Geist, so sei auch unser Wandel geistgemäß!“]. - Die alte Verordnung: „Dein Feld sollst du nicht mit zweierlei Samen besäen, und ein Kleid, aus zweierlei Stoff gewebt, soll nicht auf dich kommen!“ hat ihre hohe Bedeutung für unser ganzes Verhalten. Gott und die Menschen erwarten von uns ein geheiligtes Leben ohne Riß und ohne Makel. [Lies 5. Mos. 22,11; vgl. Matth. 9,16.17; Jak. 3,8-12.]

5. Mose 22,11 -- Du sollst nicht anziehen ein gemengtes Kleid, von Wolle und Leinen zugleich. / Matthäus 9,16.17 -- 16 Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reißt doch wieder vom Kleid, und der Riß wird ärger. 17 Man faßt auch nicht Most in alte Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche und der Most wird verschüttet, und die Schläuche kommen um. Sondern man faßt Most in neue Schläuche, so werden sie beide miteinander erhalten. / Jakobus 3,8-12 -- 8 aber die Zunge kann kein Mensch zähmen, das unruhige Übel, voll tödlichen Giftes. 9 Durch sie loben wir Gott, den Vater, und durch sie fluchen wir den Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind. 10 Aus einem Munde geht Loben und Fluchen. Es soll nicht, liebe Brüder, also sein. 11 Quillt auch ein Brunnen aus einem Loch süß und bitter? 12 Kann auch, liebe Brüder, ein Feigenbaum Ölbeeren oder ein Weinstock Feigen tragen? Also kann auch ein Brunnen nicht salziges und süßes Wasser geben.

Wenn auch dieser ganze Abschnitt sich auf den Hohepriester Israels und damit geistlich genommen auf den Herrn Jesus bezieht, so dürfen wir, Seine Nachfolger, uns doch auch tief zu Herzen nehmen, was uns damit gesagt und geschenkt ist! - Wenn an dem hohepriesterlichen Gewand ebenso viele Granatäpfel wie goldene Glöckchen waren, so sagt uns dies, daß bei normaler Entfaltung des Lebens Christi in uns die praktischen Früchte der Gerechtigkeit im Alltagsleben in demselben Maße zur Geltung kommen werden wie ein klares Bekenntnis unseres Mundes zu Ihm: „Wer da sagt, daß er in Jesus bleibe, ist schuldig, auch so zu leben wie Er gelebt hat! Das ist das Merkmal, daß wir Ihn kennen: wir halten Seine Gebote! Wer behauptet: Ich kenne Ihn! und hält doch Seine Gebote nicht, der lügt!“ (Lies Jak. 2,14-17.)

Jakobus 2,14-17 -- 14 Was hilfst, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? 15 So aber ein Bruder oder eine Schwester bloß wäre und Mangel hätte der täglichen Nahrung, 16 und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch und sättiget euch! ihr gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe ihnen das? 17 Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber.

Zu den schönen und guten Worten gehören immer die entsprechenden Taten - gehört die entsprechende Gesinnung im Alltagsleben! - So war es in voller Wirklichkeit bei unserem Herrn Jesus. Er war hier auf Erden „der Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der allezeit Gott die Frucht brachte, die Ihn verherrlicht - dessen Blatt auch nie welk wurde“! - Wie unaussprechlich schön, wenn das Leben Christi uns entgegenkommt in der Praxis des Alltags, hervorleuchtend aus einem Seiner Nachfolger!

(Sonntag, 6. Januar 1934)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 23.05.2016 18:49 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)