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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 293 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

d) Die Brusttasche des Priesters mit 12 Edelsteinen darauf und zwei Losstäben darin (2. Mose 28,15-30)


2. Mose 28,15-21

15 Das Amtschild sollst du machen nach der Kunst, wie den Leibrock, von Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter weißer Leinwand. 16 Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Spanne breit soll seine Länge sein und eine Spanne breit seine Breite. 17 Und sollst's füllen die vier Reihen voll Steine. Die erste Reihe sei ein Sarder, Topas, Smaragd; 18 die andere ein Rubin, Saphir, Demant; 19 die dritte ein Lynkurer, Achat, Amethyst; 20 die vierte ein Türkis, Onyx, Jaspis. In Gold sollen sie gefaßt sein in allen Reihen 21 und sollen nach den zwölf Namen der Kinder Israel stehen, gegraben vom Steinschneider, daß auf einem jeglichen ein Namen stehe nach den zwölf Stämmen.

Das Brustschild des Hohenpriesters war, wie wir schon sahen, besetzt mit zwölf leuchtenden, in Gold gefaßten Edelsteinen, je drei in vier Reihen. In jeden derselben war der Name eines der zwölf Stämme eingraviert; denn der Hohepriester sollte beständig das von Gott so hoch geliebte Volk auf dem Herzen tragen! - Die besondere Vortrefflichkeit des Edelsteins zeigt sich darin, daß sein Glanz um so leuchtender wird, je heller das Licht auf ihn fällt. So leuchteten denn die Namen der zwölf Stämme allezeit in wunderbarem Farbenglanz vor Gott. In Seiner Gegenwart wurde jeder einzelne Stamm Israels in ungetrübtem Glanz und herrlicher Schönheit erhalten - entsprechend der hohen Gnadenstellung, die sie von Gott empfangen hatten. Mochten auch mancherlei Schwachheiten, Irrtümer oder Fehler bei dem Volke vorhanden sein - ihre Namen leuchteten allezeit auf dem Herzen ihres Hohenpriesters In unvergänglicher Reinheit und Schönheit, wenn er seinen Dienst im Heiligtum tat! - Gott hatte ihnen diesen Platz angewiesen; wer hätte sie von dort wegnehmen können? Wer hätte in das Heiligtum zu dringen vermocht, um den Namen eines der Stämme Israels von der Brust Aarons wegzureißen? Wer hätte den Glanz beflecken können, der diese Namen hier umgab? Hier waren sie dem Bereich jedes Feindes und jeglichem Einfluß des Bösen entrückt. Der Apostel Judas, der leibliche Bruder des Herrn Jesu (Matth. 13,55; Judas 1,1!), nennt die Kinder Gottes die „in Gott, dem Vater, geliebten und in Jesus Christus bewährten Berufenen!“ [Lies 2. Thess. 3,3.]

Matthäus 13,55 -- Ist er nicht eines Zimmermann's Sohn? Heißt nicht seine Mutter Maria? und seine Brüder Jakob und Joses und Simon und Judas? / Judas 1,1 -- Judas, ein Knecht Jesu Christi, ein Bruder aber des Jakobus, den Berufenen, die da geheiligt sind in Gott, dem Vater, und bewahrt in Jesu Christo / 2. Thessalonicher 3,3 -- Aber der HERR ist treu; der wird euch stärken und bewahren vor dem Argen.

Wie ermutigend und erhebend ist für die geprüften, versuchten, oft umhergeworfenen und schwachen Kinder Gottes das Bewußtsein, daß Gott sie allezeit auf dem Herzen des Herrn Jesu und In dem unveränderlichen Glanz ihrer Segensstellung in Ihm erblickt! Sie sind mit göttlicher Schönheit bekleidet in Christo! [Lies auch Offenb. 14,5.]

Offenbarung 14,5 -- und in ihrem Munde ist kein Falsch gefunden; denn sie sind unsträflich vor dem Stuhl Gottes.

Selbst die Welt, besonders die nächste Umgebung, kann etwas wahrnehmen von dieser Schönheit und Reinheit, die Gott in sie gelegt hat! - Ja, wir wollen durch selbstlose Liebe, durch gehorsames Tun des Willens Gottes die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringen und durch Reinheit, Demut und Opferbereitschaft unser Licht leuchten lassen - unseren Gott, der in den Himmeln thront, verherrlichen. [Lies Röm. 8,29.30; vgl. Apgesch. 9,36-41; 11,26; 1. Petr. 1,7.]

Römer 8,29.30 -- 29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht, welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht. / Apostelgeschichte 9,36-41 -- 36 Zu Joppe aber war eine Jüngerin mit Namen Tabea (welches verdolmetscht heißt: Rehe), die war voll guter Werke und Almosen, die sie tat. 37 Es begab sich aber zu der Zeit, daß sie krank ward und starb. Da wuschen sie dieselbe und legten sie auf den Söller. 38 Nun aber Lydda nahe bei Joppe ist, da die Jünger hörten, daß Petrus daselbst war, sandten sie zwei Männer zu ihm und ermahnten ihn, daß er sich's nicht ließe verdrießen, zu ihnen zu kommen. 39 Petrus aber stand auf und kam mit ihnen. Und als er hingekommen war, führten sie ihn hinauf auf den Söller, und traten um ihn alle Witwen, weinten und zeigten ihm die Röcke und Kleider, welche die Rehe machte, als sie noch bei ihnen war. 40 Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder. 41 Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf und rief die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebendig dar. / Apostelgeschichte 11,26 -- und da er ihn fand, führte er ihn gen Antiochien. Und sie blieben bei der Gemeinde ein ganzes Jahr und lehrten viel Volks; daher die Jünger am ersten zu Antiochien Christen genannt wurden. / 1. Petrus 1,7 -- auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel köstlicher erfunden werde denn das vergängliche Gold, das durchs Feuer bewährt wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn nun offenbart wird Jesus Christus

Gerade das Bewußtsein unserer neuen Stellung und ewigen Begnadigung in unserem Herrn Jesus - wenn es täglich und stündlich lebendig in unserem Geiste ist - löst uns von aller Art des Ichlebens und der Sünde und spornt uns zu einem sieghaften und geheiligten Wandel an! (Lies 1. Joh. 3,1-6.)

1. Johannes 3,1-6 -- 1 Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder sollen heißen! Darum kennt euch die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. 2 Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder; und es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 3 Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist. 4 Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. 5 Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsre Sünden wegnehme, und es ist keine Sünde in ihm. 6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer da sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt.

Je mehr wir durch den Glauben in das eindringen, was von uns wahr ist in Christus, desto tiefer, echter und praktischer wird das umgestaltende Wirken des Geistes Gottes in uns sein - desto leuchtender die Wirkung In unserem täglichen Leben und In unserer Gesinnung. Der Apostel Paulus schreibt den Kindern Gottes in Thessalonich: „Wir beten für euch, unser Gott möge euch eurer hohen Berufung würdig machen, eure Freude am Guten fördern und auch euer ganzes Glaubenswirken in Kraft zum vollen Gelingen führen, damit durch euch der Name unseres Herrn Jesu gepriesen werde und ihr als Ihm zugehörig und ebenbürtig erkannt werdet. So will es ja die Gnade Gottes und des Herrn Jesu Christi!“ [2. Thess. 1,11.12.]

2. Thessalonicher 1,11.12 -- 11 Und derhalben beten wir auch allezeit für euch, daß unser Gott euch würdig mache zur Berufung und erfülle alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in der Kraft, 12 auf daß an euch gepriesen werde der Namen unsers HERRN Jesu Christi und ihr an ihm, nach der Gnade unsres Gottes und des HERRN Jesu Christi.

(Samstag, 29. Dezember 1934)

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