BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 251 (Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

5. Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber (2. Mose 26,1-14)


2. Mose 26,7-9

7 Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Hütte über die Wohnung von elf Teppichen. 8 Die Länge eines Teppichs soll dreißig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich groß sein. 9 Fünf sollst du aneinander fügen und sechs auch aneinander, daß du den sechsten Teppich zwiefältig machst vorn an der Hütte.

Blicken wir auf Jesus! Mit dem gefallenen, fern von Gott in der Welt sich bewegenden Menschen hatte Er nichts gemein. Der Unwiedergeborene konnte Ihn nicht verstehen oder irgend etwas Anziehendes in Ihm finden. Jesu eigene, leibliche Brüder beurteilten Ihn ganz verkehrt und schüttelten den Kopf über Ihn - bis sie sich endlich nach Seiner Auferstehung zu Ihm bekehrten und dann allerdings zu Seinen treuesten und hervorragendsten Jüngern zählten! (Lies Joh. 7,3-5; Apgesch. 1,14; Gal. 1,19; Jak. 1,1; Jud. 1,1.)

Johannes 7,3-5 -- 3 Da sprachen seine Brüder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe nach Judäa, auf daß auch deine Jünger sehen, die Werke die du tust. 4 Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust du solches, so offenbare dich vor der Welt. 5 Denn auch seine Brüder glaubten nicht an ihn. / Apostelgeschichte 1,14 -- Diese alle waren stets beieinander einmütig mit Beten und Flehen samt den Weibern und Maria, der Mutter Jesus, und seinen Brüdern. / Galater 1,19 -- Der andern Apostel aber sah ich keinen außer Jakobus, des HERRN Bruder. / Jakobus 1,1 -- Jakobus, ein Knecht Gottes und des HERRN Jesu Christi, den zwölf Geschlechtern, die da sind hin und her, Freude zuvor! / Judas 1,1 --Judas, ein Knecht Jesu Christi, ein Bruder aber des Jakobus, den Berufenen, die da geheiligt sind in Gott, dem Vater, und bewahrt in Jesu Christo

Wir verstehen es, wenn Jesus sagt: „Kein Mensch kann zu Mir kommen, wenn der Vater, der Mich gesandt hat, ihn nicht zu Mir zieht!“ - Und wenn einer von denen, die durch die wunderbare Macht Gottes zu Ihm gezogen worden waren, Ihn als den Sohn des lebendigen Gottes so freudig bekannte, erklärte Jesus: „Von selbst ist dir das nicht aufgegangen! Einzig und allein Mein Vater, der in den Himmeln ist, konnte dir dies offenbaren!“ [Matth. 16,17.]

Matthäus 16,17 -- Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jona's Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Der Prophet Jesaja vergleicht den Herrn Jesus mit einem wunderschönen frischen Wurzelsproß, der Frucht brachte für Gott, und um so mehr Erstaunen erregte, als Seine Umgebung ein dürres Erdreich, eine unfruchtbare Wüste für Gott war. [Lies Jes. 53,1-12!]

Jesaja 53,1-12 -- 1 Aber wer glaubt unsrer Predigt, und wem wird der Arm des HERRN offenbart? 2 Denn er schoß auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt noch Schöne; wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte. 3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet. 4 Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. 5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. 6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. 7 Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut. 8 Er aber ist aus Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens Länge ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missetat meines Volkes geplagt war. 9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Reichen, da er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. 10 Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Länge leben, und des HERRN Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen. 11 Darum, daß seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sünden. 12 Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, darum daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleich gerechnet ist und er vieler Sünde getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

Unser Herr war durchaus nicht das, was bei den Menschen als anziehend oder volkstümlich gilt. Die Volksgunst Israels konnte Er Sich nicht auf die Dauer erwerben, während Er zielbewußt den Schauplatz dieser eitlen Welt durchschritt, in die „Decke von Ziegenhaar“ gehüllt! - Die Menge mochte Ihm manchmal folgen, weil sie wohl fühlte, daß Er ihnen ein Heil und eine Herrlichkeit anbot, die ihr innerstes Dürsten und Sehnen stillen konnte. Aber wie schnell wandten die meisten sich wieder anderen, oberflächlicheren Interessen zu! Sie waren ebenso bereit zu rufen: „Weg, weg! Kreuzige Ihn!“ als das „Hosianna dem Sohne Davids!“ - Wenn wir, die wir Nachfolger Christi sind, wirklich in Seine Fußstapfen treten und Ihm ähnlich sind, so können auch wir nicht auf das Wohlgefallen der Menschen rechnen. Wohl sollen wir die Menschen durch Liebe und Jesusähnlichkeit mit der praktischen Tat zu gewinnen suchen - und es wird uns dies auch in vielen Fällen gelingen! Aber wir können nicht zugleich Gott und den Menschen dieser Welt gefallen. Paulus sagt: „Wenn ich noch den Menschen gefiele, so wäre ich nicht ein wirklicher Knecht Christi!“ - Getrennt sein von der Sünde und eine tiefe Furcht vor ihr wird alle diejenigen kennzeichnen, die in Wahrheit und Dankbarkeit dem großen Erlöser anhangen. Wie sehr fleht unser Heiland für uns, Seine Jünger und Jüngerinnen, um Bewahrung vor Welt und Sünde! Er sagt: „Vater, gleich wie Du Mich In die Welt gesandt hast, so habe auch Ich sie in die Welt gesandt. Und Ich heilige Mich Selbst für sie, damit auch sie In Wahrheit Geheiligte seien.“ Unser bester Schutz als Gottgeweihte ist die über uns wachende Macht und Fürbitte unseres himmlischen Hohenpriesters und die entschlossene Ablehnung aller Sünde! Das lehren uns die „Teppiche von Ziegenhaar“!

(Freitag, 16. November 1934)

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