BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 250 (Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

5. Angaben zur Innenverkleidung der Stiftshütte und zu den drei Decken des Zeltes darüber (2. Mose 26,1-14)


2. Mose 26,7-9

7 Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Hütte über die Wohnung von elf Teppichen. 8 Die Länge eines Teppichs soll dreißig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sollen alle elf gleich groß sein. 9 Fünf sollst du aneinander fügen und sechs auch aneinander, daß du den sechsten Teppich zwiefältig machst vorn an der Hütte.

Wir sahen schon, daß diese Ziegenhaardecke nach allen Seiten hin länger war als die Cherubimdecke, diese also völlig überdeckte. So mußte der Herr Jesus Seine wunderbare Herrlichkeit als Mensch auf Erden verbergen unter Ernst und Strenge solchen gegenüber, die in ihrer großen Selbsttäuschung meinten, Gott nahe zu stehen und heiliger zu sein als andere, die aber dabei in Unreinheit und Verblendung steckten und völlig jene Gnade mißachteten und von sich stießen, die Gott ihnen in Seinem geliebten Sohn nahebrachte! - Wir denken z. B. an die Schriftgelehrten und Pharisäer, über welche der Herr Jesus ein siebenfachesWehe“ ausrufen mußte - die Er Narren und Blinde, Heuchler, ja Schlangen und Otternbrut nennen - denen Er die Schuld geben mußte an allem ungerechten Blut, das je auf Erden vergossen wurde - anfangend von dem Blute Abels, des Gerechten! - Wenn gerade an der Vorderseite der Stiftshütte, also am Eingang derselben, dieser Teppich um ein Stück zurückgeschlagen - also gerade hier verdoppelt sein sollte, so möchten wir dies folgendermaßen deuten: Gerade solchen, die in taktloser Weise in das Geheimnis der Person oder des Tuns Christi eindringen wollten, ohne Ihn wirklich als Erlöser und Heiland zu suchen und zu begehren - ihnen trat Jesus mit doppelter Strenge entgegen! - Als z. B. in den letzten Tagen in Jerusalem die Hohenpriester und die Ältesten Ihn fragten: „In welcher Vollmacht tust Du diese Dinge, und wer hat Dir dieses Recht gegeben? - da stellte Jesus ihnen eine Gegenfrage; und als sie diese nicht beantworten konnten, weil sie sie nicht beantworten wollten - als sie heuchlerisch sagten: „Wir wissen es nicht!“ - da sagte Er zu ihnen: „Dann sage auch Ich euch nicht, in welchem Recht Ich diese Dinge tue!“ (Lies Matth. 21,23-27; vgl. Matth. 12,38-42; 16,1-4; Luk. 12,56.)

Matthäus 21,23-27 -- 23 Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten im Volk und sprachen: Aus was für Macht tust du das? und wer hat dir die Macht gegeben? 24 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; so ihr mir das sagt, will ich euch auch sagen aus was für Macht ich das tue: 25 Woher war die Taufe des Johannes? War sie vom Himmel oder von den Menschen? Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm denn nicht? 26 Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so müssen wir uns vor dem Volk fürchten; denn sie halten alle Johannes für einen Propheten. 27 Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was für Macht ich das tue. / Matthäus 12,38-42 -- 38 Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprachen: Meister, wir wollten gern ein Zeichen von dir sehen. 39 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. 40 Denn gleichwie Jona war drei Tage und drei Nächte in des Walfisches Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde sein. 41 Die Leute von Ninive werden auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona. 42 Die Königin von Mittag wird auftreten am Jüngsten Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomons Weisheit zu hören. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo. / Matthäus 16,1-4 -- 1 Da traten die Pharisäer und Sadduzäer zu ihm; die versuchten ihn und forderten, daß er sie ein Zeichen vom Himmel sehen ließe. 2 Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprecht ihr: Es wird ein schöner Tag werden, denn der Himmel ist rot; 3 und des Morgens sprecht ihr: Es wird heute Ungewitter sein, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler! über des Himmels Gestalt könnt ihr urteilen; könnt ihr denn nicht auch über die Zeichen dieser Zeit urteilen? 4 Diese böse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen; und soll ihr kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er ließ sie und ging davon. / Lukas 12,56 -- Ihr Heuchler! die Gestalt der Erde und des Himmels könnt ihr prüfen; wie prüft ihr aber diese Zeit nicht?

Nach allen drei Seiten überdeckten die Ziegenhaarteppiche die Cherubimdecke. So offenbarte der Herr Jesus nach jeder Seite hin jene heilige Weihe und Abgeschiedenheit für Gott - jene Gerechtigkeit und Heiligkeit und den tiefen Ernst eines im Licht der Ewigkeit geführten Lebens! - Und ich? - Als Jesus diese Welt durchschritt - wie wenige erkannten Ihn! Wie wenige hatten himmlisch erleuchtete Augen, um das tiefe Geheimnis Seines göttlichen Wesens und seiner inneren Herrlichkeit verstehen und schätzen zu können! - Nur wenn ein aufgeschlossenes Herz und ein demütiges Vertrauen einen Menschen in Seine Gegenwart brachte, gestattete Er, daß der Glanz Seines innersten Wesens hervorstrahlte; nur dann brach Seine Herrlichkeit durch die schlichte äußere Hülle hindurch! - Wir haben es schon ausgesprochen, daß unser Heiland für das natürliche Auge der Menschen vielfach streng und zurückhaltend erschien, so wie es in den „Teppichen von Ziegenhaar“ so passend vorgebildet ist. Er war eben ganz anders als die Menschen sonst sind und als es der Geschmack und die Grundsätze der Welt sind? Sind wir auch hierin unserem großen Heiland ähnlich, daß wir tief innerlich die Herrlichkeit göttlicher Liebe und göttlichen Lichtes tragen - daß wir zugleich wirklich ganz ernst und Gott geweiht voranschreiten? [Lies 2. Kor. 6,14 - 7,1; 1. Petr. 2,11.12; 5,8-11.]

2. Korinther 6,14-7,1 -- 14 Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 15 Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? 16 Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: "Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 17 Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der HERR, und rührt kein Unreines an, so will ich euch annehmen 18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige HERR." / 2. Korinther 7,1 -- Dieweil wir nun solche Verheißungen haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. / 1. Petrus 2,11.12 -- 11 Liebe Brüder, ich ermahne euch als die Fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, 12 und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden als von Übeltätern, eure guten Werke sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. / 1. Petrus 5,8-11 -- 8 Seid nüchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, welchen er verschlinge. 9 Dem widerstehet, fest im Glauben, und wisset, daß ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. 10 Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. 11 Ihm sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Du hast für mich das Kreuz getragen,
Du gingst voran, ziehst mich Dir nach;
Du hast für mich den Feind geschlagen
Und schenkst den Sieg mir Tag für Tag;
Es trägt und schützt mich Deine Macht,
Bis ich den guten Kampf vollbracht!

(Donnerstag, 15. November 1934)

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