BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 216 (Anweisungen des HERRN für seinen Bundesschluss mit Israel)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

20. Anweisungen des HERRN für seinen Bundesschluss mit Israel (2. Mose 24,1-2)


2. MOSE 24,1-2

1 Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HERRN, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels, und betet an von ferne. 2 Aber Mose allein nahe sich zum HERRN und lasse jene nicht herzu nahen, und das Volk komme auch nicht zu ihm herauf.

Nachdem dem Volke das Bundesgesetz verkündigt worden ist, soll die feierliche Bundschließung stattfinden. Mose und Aaron, dessen älteste Söhne und 70 von den Ältesten sollen zu Gott hinaufsteigen und vor Ihm anbeten. Es ist sehr bedeutsam, daß es heißt: „Betet an von ferne!“ - Obwohl der Herr Sich mit großer Gnade Seines Volkes annahm, so konnten sie doch unter dem Gesetz Gott niemals wirklich nahe kommen. Welch ein Gegensatz zwischen dem Gesetz und der wunderbaren Gnade, die uns in Jesus entgegenkommt: „In Ihm seid ihr, die ihr einst fern standet, auf Grund Seines Blutes Gott so nahe gekommen!“ [Lies Eph. 2,13; vgl. Röm. 3,23-26; 1. Kor. 6,9-11.]

Epheser 2,13 -- Nun aber seid ihr, die ihr in Christo Jesu seid und weiland ferne gewesen, nahe geworden durch das Blut Christi. / Römer 3,23-26 -- 23 Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, 24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, so durch Jesum Christum geschehen ist, 25 welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete in dem, daß er Sünde vergibt, welche bisher geblieben war unter göttlicher Geduld; 26 auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesum. / 1. Korinther 6,9-11 -- 9 Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder 10 noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die Lästerer noch die Räuber werden das Reich Gottes ererben. 11 Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerecht geworden durch den Namen des HERRN Jesu und durch den Geist unsers Gottes.

Was hat es doch unseren großen Erlöser gekostet, die Scheidewand unserer Sünden hinwegzutun und uns dem liebenden Herzen Gottes nahezubringen! - In keiner der Vorschriften des Gesetzes finden wir die gnadenvolle Einladung: „Kommet! Nahet herzu!“ - Solche Worte konnten weder vom Sinai herab ertönen, noch inmitten der Schatten des Gesetzes gehört werden. Nur von der himmlischen Seite des leeren Grabes Christi her kann diese Gnadeneinladung kommen! [Lies Röm. 4,23 - 5,2; Hebr. 4,14-16.]

Römer 4,23 - 5,2 -- 23 Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, daß es ihm zugerechnet ist, 24 sondern auch um unsertwillen, welchen es zugerechnet werden soll, so wir glauben an den, der unsern HERRN Jesus auferweckt hat von den Toten, 25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt. / Römer 5,1-2 -- 1 Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern HERRN Jesus Christus, 2 durch welchen wir auch den Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade, darin wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben soll. / Hebräer 4,14-16 -- 14 Dieweil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis. 15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde. 16 Darum laßt uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.

Für das Gesetz sind die Worte „von ferne“ ebenso bezeichnend wie für das Evangelium die Einladung an alle Menschen: „Kommet!“ „Nahet herzu!“ - Herrlich, daß wir nun allezeit mit größter Freiheit in die Gegenwart Gottes kommen dürfen: „So haben wir also, geliebte Brüder und Schwestern, volle Freiheit zum Eintritt in das Heiligtum Gottes auf Grund des Blutes Jesu. Das ist der neue und lebendige Weg, den Er uns eingeweiht hat durch den Vorhang hindurch!“ Wie dieser zerriß in dem Augenblick der Lebenshingabe Jesu am Kreuz, so wurde uns in demselben Augenblick der Weg zu Gott aufgetan. - Und jetzt, da Christus auferstanden und zum Himmel gefahren ist, haben wir in Ihm den großen Priester über das Haus Gottes, der uns das Nahen zu Gott so leicht, - ja, zur größten Freude macht: „So laßt uns denn auch wirklich herzutreten zum Throne Gottes und Gott nahen mit aufrichtigem Herzen, in freudigster Glaubensgewißheit! Unsere Herzen sind ja besprengt und ein für allemal gereinigt vom bösen Gewissen, und unser Leib ist gewaschen in reinem Wasser“; d. h. unser ganzes Wesen, Denken und Tun hat eine reinigende Erneuerung erfahren, die sich in allem zeigt! (Lies Tit. 2,11-14; 3,3-7!)

Titus 2,11-14 -- 11 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und züchtigt uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi, 14 der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. / Titus 3,3-7 -- 3 Daß aber etliche nicht daran glauben, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben? 4 Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, daß Gott sei wahrhaftig und alle Menschen Lügner; wie geschrieben steht: "Auf daß du gerecht seist in deinen Worten und überwindest, wenn du gerichtet wirst." 5 Ist's aber also, daß unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit preist, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, wenn er darüber zürnt? (Ich rede also auf Menschenweise.) 6 Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten? 7 Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seinem Preis, warum sollte ich denn noch als Sünder gerichtet werden

Darum wollen wir unbeweglich an dem Bekenntnis unserer Hoffnung festhalten; ist doch Er, der uns die Verheißung gegeben hat, treu!“ - Ja, das auf Golgatha vergossene Blut unseres hochgelobten Herrn hat solche Kraft, daß es uns ein für allemal von Sünde reinigt und unser Gewissen uns keiner Schuld mehr anzuklagen braucht. Während die Opfer des Alten Bundes niemals auf die Dauer ein freies Gewissen geben konnten, sind wir durch Christus auf immerdar vollkommen gemacht unserer Stellung nach bei Gott! Gott ist unendlich verherrlicht worden durch das Erlösungswerk unseres Herrn; und so dürfen wir in vollster Freiheit und Freude eintreten in die unmittelbare Gegenwart Gottes und sind hier stets willkommen! Ja, wir dürfen Ihn, den Gott der Liebe, anbeten im Geist und in der Wahrheit. (Lies [Joh. 4,23.24;] Röm. 8,15-18.28-30.)

Johannes 4,23.24 -- 23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, daß die wahrhaftigen Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will haben, die ihn also anbeten. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. / Römer 8,15-18.28-30 -- 15 Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermals fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! 16 Derselbe Geist gibt Zeugnis unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. 17 Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.18 Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden. ... 28 Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. 29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohnes, auf daß derselbe der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht, welche er aber hat gerecht gemacht, die hat er auch herrlich gemacht.

(Freitag, 12. Oktober 1934)

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