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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 203 (Die drei Jahresfeste: Fest ungesäuerte Brote, Erntefest und Lesefest)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
D. GESETZ 1: Das Bundesbuch (2. Mose 20-24)

14. Die drei Jahresfeste: Fest ungesäuerte Brote, Erntefest und Lesefest (2. Mose 23,14-17)


2. MOSE 23,16b

16 Und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde.

3. MOSE 23,9-14

9 Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in Ägyptenland gewesen. 10 Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte einsammeln. 11 Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, daß die Armen unter deinem Volk davon essen; und was übrigbleibt, laß das Wild auf dem Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberg und Ölberg. 12 Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf daß dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der Fremdling sich erquicken. 13 Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Götter Namen sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehört werden. 14 Dreimal sollt ihr mir Feste halten im Jahr

Ein Fest, das hier nicht, jedoch in 3. Mos. 23,9-14 genannt wird, ist das Fest der Erstlingsgarbe. Dieses fiel merkwürdigerweise in das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote hinein, und zwar auf den Tag nach dem Sabbat, also auf den dritten Tag nach dem Passah! - Gewöhnlich hat ja der Tag nach dem Sabbat, also der erste Tag der neuen Woche, unser Sonntag, im Alten Testament nichts zu bedeuten. Hier aber ist dieser Tag von der größten Bedeutung! Denn diese Erstlingsgarbe, der erste Anschnitt der Gerstenernte, die in Palästina schon im April und Mai reif ist, ist ein klarer Hinweis auf die Auferstehung unseres Herrn Jesu. Dieses Fest der Erstlingsgarbe konnten die Israeliten erst feiern, als sie im Lande der Verheißung angelangt waren. Denn in der Wüste gab es ja gar keine Ernte; woher hätte man eine Erstlingsgarbe nehmen sollen? - Die geistliche Bedeutung derselben ist uns wichtig. Schon der Zeitpunkt, der für ihre Darbringung bestimmt war, läßt uns nicht im Zweifel darüber, was sie uns vorbildet. Der Herr Jesus, unser Passahlamm, ist am dritten Tage nach Seinem Opfertod siegreich und herrlich auferstanden aus dem Grabe. Als das Weizenkorn war Er „in die Erde gefallen und gestorben“. Als „die Erstlingsgarbe“, der eine große herrliche Ernte für Gott folgen sollte, ist Er zum Himmel in Gottes Heiligtum gebracht worden, „der Erstling der Entschlafenen“! - Die Erstlingsgarbe ist uns also ein liebliches und treffliches Vorbild von dem Herrn Jesus Christus in Seiner Auferstehung. - Wie die Erstlingsgarbe am Tage nach dem Sabbat geschnitten und ins Heiligtum gebracht wurde, so ist unser Herr Jesus an einem Sonntag siegreich auferstanden aus den Toten! - Es ist sehr bedeutsam, daß die Darbringung der Erstlingsgarbe ein Fest war, an dem kein Sünd- und Schuldopfer dargebracht wurde, nur ein Brand-, Speis- und Trankopfer. Die Auferstehung unseres Heilandes Jesus Christus bestätigte Seine Sündlosigkeit und Fleckenlosigkeit; sie war Gottes Anerkennungssiegel auf Sein heiliges Erdenleben. Durch Seine eigene Dahingabe ist ja gerade die Sünde abgeschafft worden. [Lies 2. Kor. 5,21; Kol. 2,14. 15; 1. Petr. 2,22-24.]

2. Korinther 5,21 -- Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. / Kolosser 2,14. 15 -- 14 und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet; 15 und hat ausgezogen die Fürstentümer und die Gewaltigen und sie schaugetragen öffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst. / 1. Petrus 2,22-24 -- 22 welcher keine Sünde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; 23 welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht drohte, da er litt, er stellte es aber dem anheim, der da recht richtet; 24 welcher unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden.

Die Erstlingsgarbe ist also ein Herrliches Vorbild auf Ihn, der in Seiner Auferstehung der Erstling der Entschlafenen oder auch der Erstgeborene aus den Toten genannt wird. (1. Kor. 15,20; Kol. 1,18; Offenb. 1,5.)

1. Korinther 15,20 -- Nun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen. / Kolosser 1,18 -- Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde; er, welcher ist der Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf daß er in allen Dingen den Vorrang habe. / Offenbarung 1,5 -- und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborene von den Toten und der Fürst der Könige auf Erden! Der uns geliebt hat und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut

Mit Seiner Auferweckung werden wir gleichsam in eine ganz neue Welt, in ein ganz neues Leben versetzt - so wie Kanaan ein ganz neues Land und Leben für die Kinder Israel bedeutete und sie dort erst dieses Fest feiern konnten! So ist also die Darbringung der Erstlingsgarbe ein treffendes, köstliches Vorbild auf die Auferstehung Jesu Christi und auf Seine Erhöhung zum Himmel. Wie jene Garbe zum Wohlgefallen für das Volk Israel dargebracht wurde, so ist der auferstandene Heiland nun zum Wohlgefallen für uns vor Gott erschienen; wir sind Gott angenehm und wohlgefällig gemacht in Ihm, dem Geliebten! [Eph. 1,6.]

Epheser 1,6 -- zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten

Seine Auferstehung und Erhöhung zum Himmel ist uns der vollgültige herrliche Beweis, daß die Frage der Sünde durch Seinen vorangegangenen Opfertod für immer geordnet und beigelegt ist zur vollsten Befriedigung Gottes, ja, zu Seinem ewigen Ruhm. Nachdem Er die Reinigung unserer Sünden vollbracht hat, hat Er Sich auf immerdar gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe. - Die Erstlingsgarbe wurde am Tag des Festes durch den Hohenpriester vor dem Heiligtum Gottes hin und her gewebt, d. h. auf den Armen liegend feierlich hin und her bewegt zum Zeichen, daß man sie Gott weihte und darbrachte. Auf diese Weise sollte das Volk im Lande Kanaan stets seine neue Jahresernte Gott weihen und damit zugleich bekennen, daß es allen Segen der göttlichen Gnade verdankte! - Die Darbringung dieser ersten reifen Garbe leitete alljährlich die ganze Getreideernte in Israel ein und war deren Anfang. So ist die Herrliche Auferstehung des Herrn Jesu die Einleitung und Bürgschaft für die Auferweckung aller wahren Gläubigen. Deshalb sagt Paulus gerade hinsichtlich der Auferstehung: „Der Erstling Christus, sodann die, welche Christo angehören bei Seiner Wiederkunft. [1. Kor. 15,23; vgl. 1. Thess. 4,13-18.]

1. Korinther 15,23 -- Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: der Erstling Christus; darnach die Christo angehören, wenn er kommen wird; / 1. Thessalonicher 4,13-18 -- 13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesum mit ihm führen. 15 Denn das sagen wir euch als ein Wort des HERRN, daß wir, die wir leben und übrig bleiben auf die Zukunft des HERRN, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen. 16 denn er selbst, der HERR, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. 17 Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem HERRN entgegen in der Luft, und werden also bei dem HERRN sein allezeit. 18 So tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander.

„Glückselig und heilig ist, wer teil hat an der ersten Auferstehung!“ - So wird also die Auferweckung, Umgestaltung und Entrückung aller wahren Gläubigen zum Himmel jene Herrliche Ernte für Gott sein, welche der Erhöhung Christi, der Erstlingsgarbe, folgt und in die himmlischen Scheunen eingebracht wird. [Lies 1. Kor. 15,51.52.]

1. Korinther 15,51.52 -- 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; 52 und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

(Mittwoch, 29. August 1934)

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