BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
C. Israel in der WILDNIS (2. Mose 15-19)

14. Am Sabbat blieb das Manna aus. Ein Krug mit Manna aufbewahrt für die Nachkommen (2. Mose 16,26-36)


2. MOSE 16,31-36

31 Und das Haus Israel hieß es Man. Und es war wie Koriandersamen und weiß und hatte den Geschmack wie Semmel mit Honig. 32 Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Fülle ein Gomer davon, es zu behalten auf eure Nachkommen, auf daß man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wüste, da ich euch aus Ägyptenland führte. 33 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krüglein und tu ein Gomer voll Man darein und laß es vor dem HERRN, daß es behalten werde auf eure Nachkommen. 34 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also ließ es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, daß es behalten werde. 35 Und die Kinder Israel aßen Man vierzig Jahre, bis daß sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan aßen sie Man. 36 Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.

Möchten wir, die Glaubenden, doch mit mehr Eifer und Gewinn das Wort Gottes lesen! Wir dürfen ja darin Ihn besser kennen und verstehen lernen, von welchem die Schrift auf allen ihren Blättern redet - Ihn, der die Wonne Gottes ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, unseren herrlichen Heiland! Er Selbst legt es uns so ernst aufs Herz: „Suchet in der Schrift, denn ihr meinet, in ihr ewiges Leben zu haben; und sie ist es, die von Mir Zeugnis gibt!“ - Es ist schmerzlich, daß die Israeliten später das köstliche Manna, das Gott ihnen täglich gab, nicht mehr zu schätzen wußten. (Lies 4. Mos. 11,4-9.)

4. Mose 11,4-9 -- 4 Das Pöbelvolk aber unter ihnen war lüstern geworden, und sie saßen und weinten samt den Kindern Israel und sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben? 5 Wir gedenken der Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, und der Kürbisse, der Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs. 6 Nun aber ist unsere Seele matt; denn unsere Augen sehen nichts als das Man. 7 Es war aber das Man wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellion. 8 Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Mühlen und stieß es in Mörsern und kochte es in Töpfen und machte sich Aschenkuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie ein Ölkuchen. 9 Und wenn des Nachts der Tau über die Lager fiel, so fiel das Man mit darauf.

Das zweite Jahr der Wüstenreise findet häufig die Kinder Gottes nicht mehr so dankbar und glücklich, wie sie es anfänglich waren. Mein Bruder, meine Schwester, wo sind die Tage der ersten, dankbaren Liebe, als dir Jesus so unaussprechlich köstlich war - als dir jedes Wort deiner Bibel von größter Bedeutung und Kostbarkeit war? - Jeden freien Augenblick benütztest du, um mit deinem Heiland zu reden oder in deiner Bibel zu forschen! Das Wort Gottes war dein steter Begleiter. Die Zeitung, das Unterhaltungsblatt, die seichte Erzählung hatten keine Anziehungskraft mehr für dein Herz, das in Jesus alles gefunden hatte. Er, Er allein war dir genug, und wie oft riefest du es aus: „Mein Herr, Du bist sehr herrlich!“ In Jesu Nähe, in Seinem Wort und in kleinen Diensten für Ihn fandest du deine ganze Freude, und nach anderem wandtest du dich niemals um! - „Du thronst im Himmel, o Herr, und neben Dir habe ich an nichts Lust auf der Erde. Mag mir auch Leib und Seele verschmachten - meines Herzens Fels und mein Teil bist Du, Herr Jesus, auf ewig.“ Das war damals die Sprache deines Herzens! Ist Er, dein Erlöser, heute weniger deiner Liebe wert? Ist nicht noch dieselbe Kraft und Kostbarkeit in Seinem Worte? - Aber dein Herz hat sich Ihm gegenüber geändert - dein Interesse hat sich anderen Dingen zugewandt! Du bist Ihm, deinem himmlischen Bräutigam und Herrn, nicht treu, nicht dankbar geblieben. Du gleichst den Kindern Israel, die sich nach Ägypten zurücksehnten und ganz vergessen hatten, wie hart und schwer das Sklavenjoch dort auf ihnen gelastet hatte! - Jetzt riefen sie aus: „Unsere Seele ist dürre; nichts bekommen wir zu sehen als das Manna!“ (Lies [4. Mos. 21,4.5; Spr. 27,7;] 1. Kor. 10,1-6.)

4. Mose 21,4.5 -- 4 Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, daß sie um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege 5 und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsre Seele ekelt vor dieser mageren Speise. / Sprüche 27,7 -- Eine satte Seele zertritt wohl Honigseim; aber einer hungrigen Seele ist alles Bittere süß. / 1. Korinther 10,1-6 -- 1 Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, daß unsre Väter sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen 2 und sind alle auf Mose getauft mit der Wolke und dem Meer 3 und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen 4 und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber vom geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. 5 Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie wurden niedergeschlagen in der Wüste. 6 Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir nicht uns gelüsten lassen des Bösen, gleichwie jene gelüstet hat.

Wie reich und glücklich und fruchtbringend für Gott können wir doch sein, wenn täglich die Freude am Herrn Jesus unsere Stärke ist und wenn wir leben von jedem Wort, das vom Munde unseres Gottes ausgeht. Josua, der Führer des Volkes Israel, steht uns da als anspornendes Vorbild vor Augen. Beim Antritt seines hohen Amtes sagt ihm der Herr: „Du sollst diesem Volke das Land als Erbe austeilen. Nun sei sehr stark und mutig, daß du darauf achtest, nach dem ganzen Gesetz zu handeln! Weiche nicht davon ab - weder zur Rechten noch zur Linken, damit du Gelingen habest überall, wohin du gehst! Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Munde weichen, und du sollst darüber sinnen Tag und Nacht, damit du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben steht! Denn alsdann wirst du auf deinem Wege Erfolg haben, und alsdann wird es dir gelingen!“ [Lies Ps. 119,14-24.]

Psalm 119,14-24 -- 14 Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse wie über allerlei Reichtum. 15 Ich rede von dem, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege. 16 Ich habe Lust zu deinen Rechten und vergesse deiner Worte nicht. 17 Tue wohl deinem Knecht, daß ich lebe und dein Wort halte. 18 Öffne mir die Augen, daß ich sehe die Wunder an deinem Gesetz. 19 Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir. 20 Meine Seele ist zermalmt vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit. 21 Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die von deinen Geboten abirren. 22 Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse. 23 Es sitzen auch die Fürsten und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten. 24 Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute.

(Donnerstag, 3. Mai 1934)

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Zuletzt geändert am 10.07.2015 11:49 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)