BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 117 (Am Sabbat blieb das Manna aus. Ein Krug mit Manna aufbewahrt für die Nachkommen)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
C. Israel in der WILDNIS (2. Mose 15-19)

14. Am Sabbat blieb das Manna aus. Ein Krug mit Manna aufbewahrt für die Nachkommen (2. Mose 16,26-36)


2. MOSE 16,26-36

26 Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Sabbat, an dem wird nichts da sein. 27 Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, zu sammeln, und fanden nichts. 28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten meine Gebote und Gesetze? 29 Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages. 30 Also feierte das Volk am siebenten Tage 31 Und das Haus Israel hieß es Man. Und es war wie Koriandersamen und weiß und hatte den Geschmack wie Semmel mit Honig. 32 Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Fülle ein Gomer davon, es zu behalten auf eure Nachkommen, auf daß man sehe das Brot, damit ich euch gespeist habe in der Wüste, da ich euch aus Ägyptenland führte. 33 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krüglein und tu ein Gomer voll Man darein und laß es vor dem HERRN, daß es behalten werde auf eure Nachkommen. 34 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also ließ es Aaron daselbst vor dem Zeugnis, daß es behalten werde. 35 Und die Kinder Israel aßen Man vierzig Jahre, bis daß sie zu dem Lande kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan aßen sie Man. 36 Ein Gomer aber ist der zehnte Teil eines Epha.

Von 1. Mose 2,2 ab bis zu dieser Stelle finden wir kein Wort über den Sabbat. Durch die Sünde Adams und Evas war der Sabbat in Eden abgebrochen worden. Hier jedoch finden wir ihn wieder, da Gottes Volk durch die Wüste pilgert, und zwar als ein Geschenk Gottes: „Der Herr hat euch den Sabbat gegeben!“ - Ja, Gott wollte Seinem Volke in der Wüste Ruhe und Erquickung schenken. Doch das natürliche Herz des Menschen liebt das Stillewerden in Gottes Nähe nicht; es weicht dem Alleinsein mit Gott aus, denn es versteht und faßt nichts von dem, was des Geistes Gottes ist! [Lies Joh. 3,3.6-8.12; vgl. 1. Kor. 2,12-14.]

Johannes 3,3.6-8.12 -- 3 Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist. ... 6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer da sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. 7 Kindlein, laßt euch niemand verführen! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. 8 Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre ... 12 Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwürgte seinen Bruder. Und warum erwürgte er ihn? Weil seine Werke böse waren, und die seines Bruders gerecht. / 1. Korinther 2,12-14 -- 12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; 13 welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der heilige Geist lehrt, und richten geistliche Sachen geistlich. 14 Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen; denn es muß geistlich gerichtet sein.

Etliche gingen trotz der göttlichen Bestimmung hinaus, um Manna zu sammeln; doch sie fanden nichts. - Dieser erneute Beweis ihres Ungehorsams und ihrer Gottesferne schmerzte das Herz Gottes aufs tiefste, so daß Er zu ihnen sprechen mußte: „Wie lange weigert ihr euch, Meine Gebote zu beobachten?“ - Ist es nicht außerordentlich schmerzlich, daß auch heute so viele Kinder Gottes es wagen, ihrem Gott bewußt ungehorsam zu sein? (Lies 2. Kön. 17,13-15; Ps. 78, 10.11; Hes. 20,12.13.)

2. Könige 17,13-15 -- 13 und wenn der HERR bezeugte in Israel und Juda durch alle Propheten und Seher und ließ ihnen sagen: Kehret um von euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach allem Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten: 14 so gehorchen sie nicht, sondern härteten ihren Nacken gleich dem Nacken ihrer Väter, die nicht glaubten an den HERRN, ihren Gott; 15 dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er mit ihren Vätern gemacht hatte, und seine Zeugnisse, die er unter ihnen tat, und wandelten ihrer Eitelkeit nach und wurden eitel den Heiden nach, die um sie her wohnten, von welchen ihnen der HERR geboten hatte, sie sollten nicht wie sie tun; / Psalm 78,10.11 -- 10 Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln 11 und vergaßen seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeigt hatte. / Hesekiel 20,12.13 -- 12 Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen, damit sie lernten, daß ich der HERR sei, der sie heiligt. 13 Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wüste und lebten nicht nach meinen Geboten und verachteten meine Rechte, durch welche der Mensch lebt, der sie hält, und entheiligten meine Sabbate sehr. Da gedachte ich meinem Grimm über sie auszuschütten in der Wüste und sie ganz umzubringen.

Zunächst war also der Sabbat eine Gabe Gottes; doch da Israel diese Gabe nicht nach ihrem hohen Werte würdigte, so wurde ihnen nun der Sabbat als Gesetz gegeben. Gott wollte dem Menschen die Mühe und die Arbeit auf einer dem Fluche unterworfenen Erde versüßen, indem Er ihm den siebenten Tag als Ruhetag schenkte: „Der Sabbat ward um des Menschen willen!“ [Mark. 2,27.]

Markus 2,27 -- Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbat willen.

Wir, die wir dem Herrn Jesus angehören, stehen nicht unter dem Gesetz von Sinai; wir dürfen den ersten Tag der Woche als den Tag des Herrn Jesu feiern. An diesem Tage will der auferstandene, erhöhte Herr in besonderer Weise Seine Jünger und Jüngerinnen um Sich scharen, sie weiden und fördern, sie erfreuen und segnen! [Offenb. 1,10; Joh. 20,19.26; Apgesch. 20,7.] Kennen wir etwas von wirklichem Ruhen vor dem Angesicht des Herrn?

Offenbarung 1,10 -- Ich war im Geist an des HERRN Tag und hörte hinter mir eine große Stimme wie einer Posaune / Johannes 20,19.26 -- 19 Am Abend aber desselben ersten Tages der Woche, da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! ... 26 Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! / Apostelgeschichte 20,7 -- Am ersten Tage der Woche aber, da die Jünger zusammenkamen, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus, und wollte des andern Tages weiterreisen und zog die Rede hin bis zu Mitternacht.
Herr, ich ruhe, ja, ich ruhe
Darin, was Du für mich bist,
und welch eine Liebesfülle
Mir geworden ist.
Teurer Herr, auf Deine Schönheit
Richtetest Du meinen Blick,
Und was ich in Dir gefunden,
Das ist wahres Glück.

Deine Freundlichkeit und Gnade,
Weiter, tiefer als die See,
Führte aus dem Tal der Schatten
Mich zur lichten Höh'.
Ja, in Dir, dem Vielgeliebten,
Dessen Gnade voll und frei,
Darf ich ruhen, denn ich achte
Die Verheißung treu!

Laß Dein Angesicht mir leuchten,
Während ich Dir dienen darf,
Bis mir diese Sonne ihre
Letzten Strahlen warf.
In das Tor der lichten, großen
Ewigkeit zieh' ich dann ein,
und auf ewig wird die Seele
Dann gesättigt sein!

In einem goldenen Kruge sollte Mose von dem Manna ein Ghomer voll aufbewahren - soviel, wie zur Ernährung eines Menschen an einem Tag gebraucht wurde. Aaron brachte denselben ins Allerheiligste und legte ihn vor der Bundeslade oder in derselben nieder, damit auch spätere Geschlechter Israels das Brot kennenlernen möchten, mit welchem der Herr Sein pilgerndes Volk in der Wüste gespeist hatte. [Lies Hebr. 9,3.4.]

Hebräer 9,3.4 -- 3 Hinter dem andern Vorhang aber war die Hütte, die da heißt das Allerheiligste; 4 die hatte das goldene Räuchfaß und die Lade des Testaments allenthalben mit Gold überzogen, in welcher war der goldene Krug mit dem Himmelsbrot und die Rute Aarons, die gegrünt hatte, und die Tafeln des Testaments;

Wenn uns das Manna ein Bild vom Worte Gottes ist, so sagt uns der goldene Krug, der im Allerheiligsten war, daß wir uns ewiglich in der Herrlichkeit erquicken und erfreuen werden an dem Worte Gottes, welches uns während unserer Wüstenreise durch die Welt jeden Tag neu stärkte! Wie wunderbar und göttlich aufgeschlossen wird uns dann die Heilige Schrift sein, wenn wir sie im Licht der Vollendung - im Licht der Herrlichkeit bei Gott lesen werden: „In Ewigkeit, Herr, steht Dein Wort fest in den Himmeln!“ - In Vers 31 wird uns das Manna näher beschrieben. Es schmeckte wie feinstes Weißbrot mit Honig. David sagt: „Wie süß sind meinem Gaumen Deine Worte - süßer als Honig meinem Munde. Deine Zeugnisse habe ich mir als Erbteil genommen auf ewig; denn meines Herzens Freude sind sie!

(Dienstag, 1. Mai 1934)

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