BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 106 (Der HERR kündigt Mose HILFE an durch Brot vom Himmel. Erster Hinweis auf den Sabbat)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
C. Israel in der WILDNIS (2. Mose 15-19)

9. Der HERR kündigt Mose HILFE an durch Brot vom Himmel. Erster Hinweis auf den Sabbat (2. Mose 16,4-5)


2. MOSE 16,4.5; 5. MOSE 8,3

4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln täglich, was es des Tages bedarf, daß ich's versuche, ob's in meinen Gesetzen wandle oder nicht. 5 Des sechsten Tages aber sollen sie zurichten, was sie einbringen, und es wird zwiefältig soviel sein, als sie sonst täglich sammeln.

3 Er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Man, das du und deine Väter nie gekannt hattet; auf daß er dir kundtäte, daß der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht.

Da sprach der Herr zu Mose: „Siehe, Ich werde euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und jeden Tag seinen Bedarf sammeln.“ Ja, für vierzig lange Jahre hat Gott Seinem Volk Israel Morgen für Morgen dieses wunderbare Brot vom Himmel gegeben, bis ihre Füße den Boden des verheißenen Landes betraten: „Das Manna hörte auf an dem Tage. an welchem sie von dem Korn des verheißenen Landes aßen. Da gab es kein Manna mehr für die Kinder Israel; denn sie aßen vom Getreide des Landes Kanaan!“ (Lies Jos. 5,12.)

Josea 5,12 -- Und das Man hörte auf des andern Tages, da sie des Landes Getreide aßen, daß die Kinder Israel kein Man mehr hatten, sondern aßen vom Getreide des Landes Kanaan in demselben Jahr

In Ps. 78 hören wir: „Gottes Zorn stieg auf gegen Israel, weil sie Ihm nicht glaubten - nicht vertrauten auf Seine Rettung; und doch hatte Er den Wolken oben geboten und die Türen des Himmels geöffnet und Manna auf sie regnen lassen, damit sie äßen; Himmelsgetreide hat Er ihnen gegeben. Ja, der Mensch aß das Brot der Engel!“ (Vgl. Neh. 9,15.)

Nehemia 9,15 -- 15 und hast ihnen Brot vom Himmel gegeben, da sie hungerte, und Wasser aus dem Felsen lassen gehen, da sie dürstete, und mit ihnen geredet, sie sollten hineingehen und das Land einnehmen, darüber du deine Hand hobst, es ihnen zu geben.

Könnten wir uns eine größere Liebe und Fürsorge denken? Statt der Fleischtöpfe Ägyptens, statt der Gurken, Melonen und Zwiebeln, die sie im Lande ihrer Sklaverei hatten, dürfen sie nun das himmlische Manna kosten - sich Tag für Tag vom Brot der Engel nähren! - Wir hören, daß die Israeliten durchaus nicht immer dankbar für diese köstliche Speise waren; es bedurfte eines auf Gott und den Himmel gerichteten Herzens, um die Köstlichkeit dieser Himmelsspeise zu werten und in ihr volles Genüge zu finden. [Vgl. 4. Mos. 21,4.5.]

4. Mose 21,4.5 -- 4 Da zogen sie von dem Berge Hor auf dem Wege gegen das Schilfmeer, daß sie um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward verdrossen auf dem Wege 5 und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsre Seele ekelt vor dieser mageren Speise.

Wenn Gott Menschen aus Welt und Sünde erlöst und sie durch die enge Pforte der Bekehrung auf den schmalen Weg bringt, der zum Himmel führt, so pflanzt Er in ihr Inneres die neue, aus Gott geborene Natur! Dieses neue göttliche Leben empfindet die Welt als eine öde Wüste. Nur was vom Himmel kommt und mit Gott in Verbindung steht, kann unserem erneuten Geiste Nahrung und wirkliche Kraft bieten. Wir brauchen täglich Brot aus dem Himmel, und wir finden es in unserer Bibel: „Herr, Deine Worte waren vorhanden, und ich habe sie gegessen, und sie wurden mir zur Wonne und zur Freude meines Herzens, denn ich bin ja nach Deinem Namen genannt, Du Herr der Heerscharen!“ [Lies Jos. 1,8; Ps. 1,1.2; 119,1.5.27.34.57!]

Josua 1,8 -- Und laß dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, auf daß du haltest und tust allerdinge nach dem, was darin geschrieben steht. Alsdann wird es dir gelingen in allem, was du tust, und wirst weise handeln können. / Psalm 1,1.2 -- 1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht! ... 119,1 Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln! ... 5 Oh daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! ... 27 Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern. ... 34 Unterweise mich, daß ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen. ... 57 Ich habe gesagt: "HERR, das soll mein Erbe sein, daß ich deine Worte halte."

Der Apostel Petrus schreibt den eben erst Bekehrten: „Wie neugeborene Kindlein seid begierig nach der lauteren Milch des Wortes Gottes, damit ihr durch diese wachset zu eurem Heil. Ihr habt ja schon geschmeckt, daß der Herr so freundlich ist!“ - Wenn wir nun Umschau halten unter den Kindern Gottes, so finden wir ach! so wenige, die sich in Wahrheit täglich von den Worten des Glaubens und der guten Lehre nähren und denselben folgen. Viele kennen kaum den Unterschied zwischen ihrem alten und ihrem neuen Menschen, noch verstehen sie die Bedürfnisse des letzteren! Darum ist das neue göttliche Leben in ihnen vielfach ganz unentwickelt, unterdrückt und verkrüppelt, während ihr alter Mensch groß und stark ist und dem neuen Leben keinen Raum läßt zur Entfaltung. Herz und Gedankenwelt füllen solche Christen Tag für Tag mit viel Irdischem und Weltlichem aus, und für das ruhige, gründliche Sinnen und Forschen im Worte Gottes nehmen sie sich nicht einmal täglich eine halbe Stunde Zeit. Und doch fragt der Herr Jesus auch sie: „Könnt ihr nicht eine Stunde mit Mir wachen?“ Wie soll da das neue Leben bestehen oder gar gedeihen - wie kann man da freudig und stark allen Anfechtungen des Teufels, allen Widrigkeiten des täglichen Lebens begegnen? - Es ist betreffs dieser Sache von großem Wert, den Apostel Paulus zu studieren. Warum war er bei den namenlosen Leiden und Beschwerden, die er um seines Zeugnisses willen ertrug, allezeit freudig und stark? Weil er seinen inneren Menschen Tag für Tag erquickte und ernährte mit dem Brote Gottes! (Lies Luk. 10,38-42; 2. Tim. 3,14-17.)

Lukas 10,38-42 -- 38 Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus. 39 Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seiner Rede zu. 40 Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: HERR, fragst du nicht darnach, daß mich meine Schwester läßt allein dienen? Sage ihr doch, daß sie es auch angreife! 41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; 42 eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden. Andere Überlieferung: "Martha, Martha, du hast Sorge und Mühe um vielerlei; aber nur weniges, ja nur "eins" ist not. Maria..." usw. / 2. Timotheus 3,14-17 -- 14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und dir vertrauet ist, sintemal du weißt, von wem du gelernt hast. 15 Und weil du von Kind auf die heilige Schrift weißt, kann dich dieselbe unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christum Jesum. 16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit, 17 daß ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.

(Freitag, 20. April 1934)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 10.07.2015 11:36 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)