BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 087 (Wie der HERR den Pharao dazu brachte, das Volk Israel in der Wüste zu verfolgen: Lagerung Israels am Meer)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

21. Wie der HERR den Pharao dazu brachte, das Volk Israel in der Wüste zu verfolgen: Lagerung Israels am Meer (2. Mose 14,1-20)


2. MOSE 14,17-20

17 Siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie euch nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner Macht, an seinen Wagen und Reitern. 18 Und die Ägypter sollen innewerden, daß ich der HERR bin, wenn ich Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern. 19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie 20 und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, daß sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten.

Gott ließ Seinen Knecht Mose zum voraus wissen: „Siehe, Ich will das Herz der Ägypter verhärten, und sie werden hinter euch herkommen, und Ich werde Meine Herrlichkeit erzeigen an dem Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Wagen und an seinen Reitern. Und die Ägypter sollen erkennen, daß Ich der Herr bin, wenn Ich Mich also verherrlicht habe!“ – Wunderbar gestärkt durch diese Zusicherung Gottes, konnte Mose Israel den Befehl zum Aufbruch erteilen. In demselben Augenblick erhob sich die Wolken- und Feuersäule, in welcher ja Gott Selbst gegenwärtig war. Es heißt hier: „Der Engel Gottes, der vor dem Heere Israels herzog, brach auf und trat hinter Israel!“ So war nun die Wolkensäule zwischen dem Heere Israels und dem Heere der Ägypter. Dort (für die Ägypter) wurde sie Wolke und Finsternis, und hier (Für Israel) erleuchtete sie die Nacht! Und so kam das ägyptische Heer den Kindern Israel nicht nahe während der ganzen Nacht. – Ehe die Ägypter Israel antasten konnten, hätten sie zuerst Gott Selbst überwinden müssen! So darf auch heute jedes lautere, dem Herrn ergebene Herz wissen: „Gott ist für mich!“ Er ruft den Feinden zu: „Tastet Meine Gesalbten nicht an, und Meinen Propheten tut nichts übles!“ [Lies Ps. 105,5-15; vgl. Jes. 63,7-9.]

Psalm 105,5-15 -- 5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und der Gerichte seines Mundes, 6 ihr, der Same Abrahams, seines Knechtes, ihr Kinder Jakobs, seine Auserwählten! 7 Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt. 8 Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, des Wortes, das er verheißen hat auf tausend Geschlechter, 9 den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak; 10 und stellte es Jakob zu einem Rechte und Israel zum ewigen Bunde 11 und sprach: "Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes," 12 da sie wenig und gering waren und Fremdlinge darin. 13 Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Königreich zum andern Volk. 14 Er ließ keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Könige um ihretwillen. 15 "Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!" / Jesaja 63,7-9 -- 7 Ich will der Gnade des HERRN gedenken und des Lobes des HERRN in allem, was uns der HERR getan hat, und in der großen Güte an dem Hause Israel, die er ihnen erzeigt hat nach seiner Barmherzigkeit und großen Gnade. 8 Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind. Darum war er ihr Heiland. 9 Wer sie ängstete, der ängstete ihn auch; und der Engel seines Angesichts half ihnen. Er erlöste sie, darum daß er sie liebte und ihrer schonte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.

Die beiden großen Eigenschaften Gottes: Retter der Seinigen und Richter Seiner Feinde sind uns hier in einer Tat Gottes majestätisch vor Augen gestellt. Es waren Glaubensschritte, die die Israeliten taten. Gott bahnte ihnen einen Weg im Meer, wo keine Menschenmacht einen Weg hätte schaffen können. Ja, „im Meer ist Dein Weg, o Herr, und Deine Pfade sind in großen Wassern, und Deine Fußstapfen sind nicht bekannt. Du hast Dein Volk geleitet wie eine Herde durch die Hand Moses und Aarons!“ – Gott, Dein Weg ist im Heiligtum; wer ist ein so großer Gott wie Du? – Du bist der Gott, der Wunder tut; Du hast Deine Stärke kundwerden lassen unter den Völkern; Du hast Dein Volk erlöst mit erhobenem Arm, die Söhne Jakobs und Josephs. Dich sahen die Wasser, o Gott, Dich sahen die Wasser: sie bebten, ja es erzitterten die Tiefen! Die Wolken ergossen Wasser, das Gewölk ließ seine Stimme erschallen und Deine Pfeile fuhren hin und her. Deines Donners Stimme war im Wirbelwind; Blitze erleuchteten den Erdkreis, es zitterte und bebte die Erde.“ – Aus diesem Psalm des Sängers Asaph erfahren wir, daß ein furchtbares Unwetter, Blitze und Donner das starke Eingreifen des Herrn hier begleitete. (Vgl. Ps. 18,3-19 [Luth. 4-20].)

Psalm 18,4-20 -- 4 Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so werde ich von meinen Feinden erlöst. 5 Es umfingen mich des Todes Bande, und die Bäche des Verderbens erschreckten mich. 6 Der Hölle Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. 7 Da mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren. 8 Die Erde bebte und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regten sich und bebten, da er zornig war. 9 Dampf ging von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzte. 10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. 11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebte auf den Fittichen des Windes. 12 Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze, dicke Wolken, darin er verborgen war. 13 Vom Glanz vor ihm trennten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen. 14 Und der HERR donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen. 15 Er schoß seine Strahlen und zerstreute sie; er ließ sehr blitzen und schreckte sie. 16 Da sah man das Bett der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HERR, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase. 17 Er streckte seine Hand aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus großen Wassern. 18 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, 19 die mich überwältigten zur Zeit meines Unglücks; und der HERR ward meine Zuversicht. 20 Und er führte mich aus ins Weite. Er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.

Wie groß ist doch unser Gott! Die Ihm nahestehenden, brauchen sich nicht zu fürchten, denn Er entfaltet Seine Macht zu ihren Gunsten. „Er leitet die Demütigen im Recht und lehrt die Demütigen Seinen Weg. Alle Pfade des Herrn sind Güte und Wahrheit für die, welche Seinen Bund und Seine Zeugnisse bewahren! Darum sind meine Augen stets auf den Herrn gerichtet, denn Er wird meine Füße herausführen aus dem Netze.“- Unser heiliger und herrlicher Gott handelt auch heute oftmals so wie damals mit Israel. Er führt die Seinigen vielleicht gegen eine Felswand, in welcher kein Durchgang zu erblicken ist, oder gegen ein Meer, durch welches kein Weg führt. Sobald jedoch unser Herz und unser Fuß im Glaubensvertrauen Ihm, unserem großen Hirten, folgen, tut sich zur rechten Stunde ein Weg auf, und die Vertrauenden erkennen mit überströmendem Dank: „Es ist der Weg Gottes, den ich geführt werde – den ich Schritt für Schritt gehen darf!“

(Mittwoch, 28. März 1934)

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