BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 076 (Der geordnete Auszug Israels aus Ägypten. Die Gebeine Josefs wurden mitgeführt.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

19. Der geordnete Auszug Israels aus Ägypten. Die Gebeine Josefs wurden mitgeführt. (2. Mose 13,18b-20)


2. MOSE 13,18b-20

18 Darum führte er das Volk um auf die Straße durch die Wüste am Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägyptenland. 19 Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so führt meine Gebeine mit euch von hinnen. 20 Also zogen sie aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, vorn an der Wüste.

Als die Sadduzäer zu Jesus kamen, welche an keine Auferstehung glaubten, da mußte der Heiland ihnen sagen: „Ihr befindet euch im größten Irrtum, denn ihr kennet weder die Schriften (d.h. das Alte Testament), noch die Kraft Gottes! Habt ihr nicht von der Auferstehung der Toten gelesen, was zu euch geredet worden ist von Gott, der da spricht: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen, denn vor Ihm leben sie alle!“ – Wir wissen ganz klar durch den Geist Gottes, daß die Erzväter samt allen Glaubenden des Alten Bundes an der himmlischen Herrlichkeit der Gemeinde Gottes teilhaben werden und vom Himmel aus die Segnung ihrer Nachkommen im irdischen Kanaan anschauen und fördern werden. (Lies Matth. 8,11)

Matthäus 8,11 -- Aber ich sage euch viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen;

In dem Bild der 24 Ältesten in der Offenbarung erkennen wir eine symbolische Darstellung aller zum Himmel entrückten Gläubigen – nicht nur der neutestamentlichen Gemeinde Jesu Christi, bestehend aus allen, die in Wahrheit Ihm huldigen; sondern daran, daß es 2x12 = 24 Älteste sind, erkennen wir, daß auch alle Glaubenden des Alten Bundes von Adam, Henoch und Abraham an bis zu Maleachi und dem betenden alten Simeon, ja bis zu Johannes dem Täufer, dem großen Vorläufer Christi, der himmlischen Brautgemeinde beigesellt sind und ewiglich an ihrer Herrlichkeit teilhaben. – Wirst auch du dazu gehören, liebe Seele? – Nach einigen Rasttagen in Sukkoth führte Mose das gesamte Israel nach Etham, also ostwärts, der Wüste Sur zu, von wo aus sie dann baldigst auf göttlichen Befehl wieder umkehrten, um an der westlichen Langseite der sogenannten Bitterseen nach Süden zu ziehen und schließlich die nördliche Spitze des Roten Meeres (oder Schilfmeeres) trockenen Fußes zu durchschreiten. Gott gab ihnen nicht nur in Mose eine geistesmächtigen und väterlich fürsorgenden Führer; nein, Er Selbst, der große, herrliche Gott, ließ sich herab und zog vor Seinem Volke her, um ihnen den Weg zu weisen, ihre Schwierigkeiten und Feinde zu überwinden und sie durch alle Gefahren und Nöte der Wüstenreise geschützt und siegreich hindurchzubringen! [Vgl. 5. Mos. 32,9-12.]

5. Mose 32,9-12 -- 9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. 10 Er fand ihn in der Wüste, in der dürren Einöde, da es heult. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn; er behütete ihn wie seinen Augapfel. 11 Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flügeln. 12 Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.

Durch die Wüste ziehende Karawanen zünden nachts ein Feuer an, sowohl um Licht zu haben, als auch um die wilden Tiere zu verscheuchen. Brechen sie auf, so lassen sie Feuer in eisernen Gefäßen, auf langen Stangen befestigt, als Wegweiser vor sich hertragen. Ebenso machen es auch die Heereszüge, die die Wüste durchschreiten und denen bei Tag durch Rauch, bei Nacht durch Feuerschein die Richtung des Weges angezeigt wird. [Die alten Perser ließen ihrem Heereszug heiliges Feuer in silbernen Altaröfen voraustragen!] – Gott aber, der Gott Israels, offenbarte Seine Gegenwart in einer mächtigen Wolkensäule, welche sich in der Höhe wie ein großer Schirm über das Volk ausbreitete und beim Wandern die Sonnenhitze von ihnen abhielt! In der Wolkensäule glühte nachts ein mächtiges Feuer, das den Israeliten Licht spendete. Diese Wolken- und Feuersäule, in welcher Jehova Selbst vor Seinem Volke herzog, stellte sich hernach zwischen Israel und die sie verfolgenden Ägypter, die letzteren in dichte Finsternis einhüllend, den Israeliten dagegen die Nacht helle machend! (Lies 2. Mos. 14,19.20.)

2. Mose 14,19.20 -- 19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels her zog, und machte sich hinter sie; und die Wolkensäule machte sich auch von ihrem Angesicht und trat hinter sie 20 und kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Es war aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, daß sie die ganze Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten.

Auf solche Weise bahnte und zeigte der Herr Selbst in wunderbarer Weise Seinem aus Ägypten erlösten Volke den Weg, den sie ziehen sollten, bestimmte das Zeitmaß ihres Wanderns und gebot ihnen Halt, wenn sie ruhen sollten: „Auf den Befehl des Herrn brachen die Kinder Israel auf, und auf den Befehl des Herrn lagerten sie sich. (Lies 4. Mos. 9,15-23)

4. Mose 9,15-23 -- 15 Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte sie eine Wolke auf der Hütte des Zeugnisses; und des Abends bis an den Morgen war über der Wohnung eine Gestalt des Feuers. 16 Also geschah's immerdar, daß die Wolke sie bedeckte, und des Nachts die Gestalt des Feuers. 17 Und so oft sich die Wolke aufhob von der Hütte, so zogen die Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder Israel. 18 Nach dem Wort des HERRN zogen die Kinder Israel, und nach seinem Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, so lange lagen sie still. 19 Und wenn die Wolke viele Tage verzog auf der Wohnung, so taten die Kinder Israel nach dem Gebot des HERRN und zogen nicht. 20 Und wenn's war, daß die Wolke auf der Wohnung nur etliche Tage blieb, so lagerten sie sich nach dem Wort des HERRN und zogen nach dem Wort des HERRN. 21 Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und sich dann erhob, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts erhob, so zogen sie auch. 22 Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder länger auf der Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und wenn sie sich dann erhob, so zogen sie. 23 Denn nach des HERRN Mund lagen sie, und nach des HERRN Mund zogen sie, daß sie täten, wie der HERR gebot, nach des HERRN Wort durch Mose.

Der Herr Selbst suchte ihnen köstliche Oasen in der Wüste als Ruheplätze aus, wo sie sich erquickten im Schatten von Palmen und an frischen Quellen! So erfuhren sie es: „Der Herr ist mein Hirt; mir mangelt nichts! Auf grünen Auen läßt Er mich ruhen und führt mich an eine stille Stätte am Bache. Er bringt meine Seele wieder zurecht und erquickt sie von neuem! Er führt mich auf rechter Straße um Seines großen Namens willen!“ – Sowie im ersten Jahr der Wüstenzeit am Berge Sinai die Stiftshütte fertiggestellt war, die Wohnung des Herrn, ließ sich die Wolkensäule stets über dieser nieder als Zeichen der Gegenwart und Herrlichkeit des im Heiligtum wohnenden und thronenden Gottes Israels! Seine Treue war und ist groß: Die Wolkensäule wich niemals von dem Volke während all der 40 Jahre ihrer Wüstenwanderung. Licht und Leitung wurde ihnen beständig zuteil! [Lies Ps. 84,1-12 (Luth. 1-13).]

Psalm 84,1-13 -- 1 Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Gittith, vorzusingen. 2 Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! 3 Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott. 4 Denn der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken: deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und Gott. 5 Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. (Sela.) 6 Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln, 7 die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen; und die Lehrer werden mit viel Segen geschmückt. 8 Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, daß man sehen muß, der rechte Gott sei zu Zion. 9 HERR, Gott Zebaoth, erhöre mein Gebet; vernimm's, Gott Jakobs! (Sela.) 10 Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Antlitz deines Gesalbten! 11 Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser denn sonst tausend; ich will lieber der Tür hüten in meines Gottes Hause denn wohnen in der Gottlosen Hütten. 12 Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre: er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. 13 HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt!

So verspricht auch uns unser erhöhter Herr und Heiland: „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters!“ – Und um uns Seine Gegenwart fühlbar zu machen, hat Er uns vom Himmel her Seinen Heiligen Geist gesandt und gegeben. Als Kinder Gottes sind wir nur insoweit erkennbar, als der Geist Gottes in uns wirkt, uns regiert und führt. „So viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Kinder Gottes! Den Geist der Kindschaft habt ihr empfangen, in welchem wir rufen: Abba Vater!

(Samstag, 17. März 1934)

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