BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 073 (Aussonderung und Auslösung aller Erstgeburt, weil sie verschont wurde beim Auszug aus Ägypten.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

18. Aussonderung und Auslösung aller Erstgeburt, weil sie verschont wurde beim Auszug aus Ägypten. (2. Mose 13,8-18)


2. MOSE 13,8-13

8 Ihr sollt euren Söhnen sagen an demselben Tage: Solches halten wir um deswillen, was uns der HERR getan hat, da wir aus Ägypten zogen. 9 Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf daß des HERRN Gesetz sei in deinem Munde; denn der HERR hat dich mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt. 10 Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jährlich. 11 Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat und dir's gegeben, 12 so sollst du aussondern dem HERRN alles, was die Mutter bricht, und alle Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Männlein ist. 13 Die Erstgeburt vom Esel sollst du lösen mit einem Schaf; wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen.

Unsere Dankbarkeit für unsere Errettung wird sich ja besonders zeigen in einem pünktlichen und eifrigen Gehorsam allen göttlichen Geboten gegenüber. „Ich habe geeilt und nicht gesäumt, Deine Gebote zu halten. Und ich werde wandeln in weitem Raume, denn nach Deinen Vorschriften habe ich getrachtet!“ [Lies Joh. 14,15.21.23.24.]

Johannes 14,15.21.23.24 -- 15 Liebet ihr mich, so haltet ihr meine Gebote. ... 21 Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. ... 23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. 24 Wer mich aber nicht liebt, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

V. 9: „Wie wenn der Israelit beständig ein schönes Armband oder Stirnband tragen würde, das ihn an die große Rettung aus Ägypten erinnerte, so sollte er die an ihm geschehene große Gnadentat unvergeßlich im Herzen tragen, und aus dieser Dankbarkeit sollte ein steter, freudiger Gehorsam gegen das Wort Seines Gottes hervorgehen! [Lies 5. Mos. 6,4-9; 11,18-21.]

5. Mose 6,4-9 -- 4 Höre, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Vermögen. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen 7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst oder aufstehst, 8 und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein, 9 und sollst sie über deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore. ... 11,18 So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, daß sie ein Denkmal vor euren Augen seien. 19 Und lehret sie eure Kinder, daß du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst; 20 und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an die Tore, 21 daß du und deine Kinder lange leben in dem Lande, das der HERR deinen Vätern geschworen hat ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel auf Erden währen.

So darf es auch bei uns eine Sache tiefer Innerlichkeit sein, unserem großen Gott täglich für unsere Rettung aus Welt und Sünde zu danken in einem Leben steter Weihe, wie die Schrift es uns lehrt: „Herr, laß mich verstehen den Weg Deiner Vorschriften, und sinnen will ich über Deine Wundertaten. Laß mein Herz untadelig sein in Deinen Satzungen, damit ich nicht beschämt werde!“ (Ps. 119,27.80; vgl. Jak. 1,25; 3,17.18.)

Psalm 119,27.80 -- 27 Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern. ... 80 Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, daß ich nicht zu Schanden werde. / Jakobus 1,25; 3,17.18 -- 25 Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin beharrt und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter, der wird selig sein in seiner Tat. ... 17 Die Weisheit von obenher ist auf's erste keusch, darnach friedsam, gelinde, läßt sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei. 18 Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird gesät im Frieden denen, die den Frieden halten.

V. 11 ff.: Nochmals wird die Weihe der Erstgeburt für Gott betont und der Unterschied zwischen reinen und unreinen Tieren hervorgehoben. Der Esel gehört zu den letzteren. Wenn er nicht durch ein stellvertretendes Lamm gelöst wurde, so mußte man ihm das Genick brechen; und ein nicht erlöster Mensch wurde dem unreinen Tier gleichgesetzt! Welch ein demütigendes Zeugnis von der Sünde und Mißfälligkeit des Menschen in seinem natürlichen Zustand vor Gott. Unserer sündigen Natur nach konnten wir nicht tiefer fallen, als es in Wirklichkeit geschehen ist. Aber durch die Gnade konnten wir auch nicht herrlicher gerettet und höher erhoben werden, als es in Christo geschieht. Christus war und ist das Lamm, das reine, fleckenlose Lamm; wir waren unrein; aber Sein Name sei ewig dafür gepriesen: Er nahm im Gericht stellvertretend unseren Platz ein. Er wurde auf Golgatha für uns zur Sünde gemacht – von Gott so behandelt, als seien wir es. Was wir in alle Ewigkeit hätten erdulden müssen in der Hölle das hat der Herr Jesus in den finstersten Stunden am Fluchholz für uns erlitten. Gott rechnete ihm alle Schuld zu, damit uns, die wir jetzt Ihm huldigen im Glauben, alles geschenkt werden konnte, was Jesus zukam. „Unsere Leiden waren es, die Er trug, und unsere Schmerzen hat Er Sich aufgeladen, während wir Ihn für einen Gebrandmarkten, von Gott Geschlagenen und Gemarterten hielten. Und doch war Er durchbohrt um unserer Übertretungen willen und zerschlagen infolge unserer Verschuldungen! Die Strafe war Ihm auferlegt zu unserem Frieden, und durch Seine Wunden ward uns Heilung zuteil. - Wir gingen alle in der Irre wie Schafe. Ein jeder wandte sich seinem eigenen Wege zu. Der Herr aber ließ unser aller Schuld auf Ihn fallen. Von Seiner Seelenqual wird Er Frucht sehen und Sich sättigen, und durch Seine Erkenntnis wird Er, Gottes gerechter Knecht, viele zur Gerechtigkeit weisen, deren Verschuldungen Er einst auf Sich lud!“

(Mittwoch, 14. März 1934)

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