BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 067 (Der AUSZUG Israels aus Ägyptenland.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

15. Der AUSZUG Israels aus Ägyptenland. (2. Mose 12,35-51)


2. MOSE 12,43-46

43 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen. 44 Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon. 45 Ein Beisaß und Mietling sollen nicht davon essen. 46 In EINEM Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen.

Eine das Passahgesetz (V. 3-10) ergänzende Bestimmung wird hier, wie wir sahen, eingefügt. Sollte das Passah seine Bedeutung als Erinnerungsfeier an Israels Rettung aus der Sklaverei behalten, so durfte kein Fremder daran teilhaben. Das ist die erste Bestimmung. Da jedoch Israel nicht nur vermöge einer natürlichen Abstammung, sondern vor allem kraft seiner göttlichen Berufung des Herrn Volk geworden war und als solches zum Segen für alle Völker bestimmt war, so mußte es auch einen Weg gehen, auf welchem Angehörige anderer Völker auf Wunsch sich dem Volke Gottes anschließen konnten. (Daher die weiteren Bestimmungen in V. 44-49.) – Wer nicht die Beschneidung, das Zeichen der Zugehörigkeit zum Volke Gottes, an sich trug, konnte allerdings nicht teilhaben an dem Passahlamm: „Ein Beisaß und ein fremder Lohnarbeiter darf nicht davon essen.“ - Wer sich nicht durch eine klare Herzens- und Lebensübergabe an den Herrn Jesus und an Seine entschiedenen Jünger angeschlossen hat, kann nicht teilhaben an den Segnungen und Vorrechten des Volkes Gottes. Wir müssen auch heute den Unterschied zwischen denen, die zum Hause Gottes gehören – die „drinnen“ sind, und denen, die nicht zum Hause Gottes gehören, die „draußen“ sind, festhalten. Wer noch nicht durch Jesus errettet - noch nicht durch eine klare Bekehrung in das Haus Gottes eingetreten ist, der zählt noch nicht zur Familie Gottes – der steht noch draußen unter den Ungeretteten und muß ewiglich draußen bleiben, wenn er den Weg einer klaren Bekehrung nicht betreten will! (Mark. 4,11; Joh. 10,9; [Kol 4,5; 1.Tess. 4,12; 1. Tim. 3,7].)

Markus 4,11 -- Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu wissen; denen aber draußen widerfährt es alles nur durch Gleichnisse / Johannes 10,9 -- Ich bin die Tür; so jemand durch mich eingeht, der wird selig werden und wird ein und aus gehen und Weide finden. / Kolosser 4,5 -- Wandelt weise gegen die, die draußen sind, und kauft die Zeit aus. / 1. Thessalonicher 4,12 -- auf daß ihr ehrbar wandelt gegen die, die draußen sind, und ihrer keines bedürfet. / 1. Timotheus 3,7 -- Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, auf daß er nicht falle dem Lästerer in Schmach und Strick.

Ein solcher hat nicht teil an der herrlichen Erlösung, nicht teil am Königreiche Gottes. Jesus sagt: „Wahrlich, wahrlich, wer Sünde tut, der ist der Sünde Sklave. Wen aber der Sohn Gottes freimacht, der ist wirklich frei!“ – Wenn in Israel ein Sklave sich beschneiden ließ und dadurch zu einem wahren Gliede des Volkes Israel wurde, so bekam er als bald auch teil am der köstlichen Passahfeier. Und wenn heute eine bisher an Sünde und Eigenleben versklavte Seele mit Christo stirbt und aufersteht, also „an der Beschneidung Christi teilnimmt“ – zu einem neuen Leben in Ihm „mitauferweckt wird durch den Glauben an die wirksame Kraft Gottes, die Ihn aus den Toten auferweckt hat“, dann gehört sie fortan dem Königreiche Gottes an! (Lies Kol. 2,6-15'''.)

Kolosser 2,6-15 -- 6 Wie ihr nun angenommen habt den HERRN Christus Jesus, so wandelt in ihm 7 und seid gewurzelt und erbaut in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt seid, und seid in demselben reichlich dankbar. 8 Sehet zu, daß euch niemand beraube durch die Philosophie und lose Verführung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen, und nicht nach Christi 9 Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, 10 und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller Fürstentümer und Obrigkeiten; 11 in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hände, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, nämlich mit der Beschneidung Christi 12 indem ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirkt, welcher ihn auferweckt hat von den Toten. 13 Und er hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den Sünden und in eurem unbeschnittenen Fleisch; und hat uns geschenkt alle Sünden 14 und ausgetilgt die Handschrift, so wider uns war, welche durch Satzungen entstand und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan und an das Kreuz geheftet; 15 und hat ausgezogen die Fürstentümer und die Gewaltigen und sie schaugetragen öffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst.

Dann gilt auch ihr der Ruf: „Unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet. Darum wollen wir Festfeier halten – nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit dem ungesäuerten Brote der Lauterkeit und Wahrheit!“ – Die geistliche Beschneidung besteht also darin, daß der Glaubende zu aufrichtiger Beugung bereit ist, zur Absage an jede erkannte Sünde – daß er hinschaut nach Golgatha und den Herrn Jesus als seinen Stellvertreter und Bürgen vor Gott im Gericht erkennt – daß er seinen alten Menschen auszieht „wie ein unflätiges Gewand“ (Jes. 64,6 [Luth. 5]

[-Jesaja 64,5 -- Aber nun sind wir allesamt wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtig18 Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. 19 Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil von Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist. 20 Es spricht, der solches bezeugt: Ja, ich komme bald. Amen, ja komm, HERR Jesu! (1. Korinther 16.22) 21 Die Gnade unsers HERRN Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.keit ist wie ein unflätig Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsre Sünden führen uns dahin wie Wind. -]

und denselben in den Tod gibt, weil Gott ihn schon gerichtet hat in dem Tode Christi! – Paulus schreibt: „Wir sind die wahrhaft Beschnittenen, die wir Gott durch den Heiligen Geist dienen und uns Christi Jesu rühmen und nicht auf natürliche Vorzüge vertrauen!“ – „In einem Hause“ sollte das Passah gegessen werden. Der Herr Jesus sieht alle, die in Wahrheit Ihm anhangen und an Ihm teilhaben, als eine große unzertrennliche Einheit an für Zeit und Ewigkeit! – Er legt den größten Wert darauf, daß alle Seine Jünger einander lieben und sich dieses innigen Einsseins freuen! – „Ein Beisaß und ein fremder Lohnarbeiter soll nicht davon essen.“ Wer sich nur für einige Zeit unter die Erlösten Gottes mischt, nur äußerlich sich ihnen anpaßt, oder wegen äußeren Vorteils sich ihnen anschließt, der hat nicht teil am Königreiche Gottes! – Gott verlangt ganze Herzens- und Lebensübergabe – Herzens- und Lebenserneuerung, wenn du zu Seiner Familie zählen und an der herrlichen Erlösung teilhaben willst. [Lies Eph. 2,11-22.]

Epheser 2,11-22 -- 11 Darum gedenket daran, daß ihr, die ihr weiland nach dem Fleisch Heiden gewesen seid und die Unbeschnittenen genannt wurdet von denen, die genannt sind die Beschneidung nach dem Fleisch, die mit der Hand geschieht, 12 daß ihr zur selben Zeit waret ohne Christum, fremd und außer der Bürgerschaft Israels und fremd den Testamenten der Verheißung; daher ihr keine Hoffnung hattet und waret ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber seid ihr, die ihr in Christo Jesu seid und weiland ferne gewesen, nahe geworden durch das Blut Christi. 14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines hat gemacht und hat abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, indem er durch sein Fleisch wegnahm die Feindschaft, 15 nämlich das Gesetz, so in Geboten gestellt war, auf daß er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schüfe und Frieden machte, 16 und daß er beide versöhnte mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz und hat die Feindschaft getötet durch sich selbst. 17 Und er ist gekommen, hat verkündigt im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren; 18 denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in einem Geiste zum Vater. 19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, 21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem HERRN, 22 auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.

(Donnerstag, 8. März 1934)

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