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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 065 (Der AUSZUG Israels aus Ägyptenland.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

15. Der AUSZUG Israels aus Ägyptenland. (2. Mose 12,35-51)


2. MOSE 12,43-49

43 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen. 44 Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse er davon. 45 Ein Beisaß und Mietling sollen nicht davon essen. 46 In EINEM Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm zerbrechen. 47 Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun. 48 So aber ein Fremdling bei dir wohnt und dem HERRN das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich ist; alsdann mache er sich herzu, daß er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen. 49 Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter euch wohnt.

Des Mischvolks (V. 38) wegen lautete der erste Satz dieser Bestimmung: „Kein Fremdling soll davon essen!“ Auf diese Satzung des Passah haben sich die Apostel sich später gestützt bei den Anordnungen für die Feier des Abendmahls im Kreise der Kinder Gottes. Der Herr Jesus hat dieses Gedächtnismahl Seiner Leiden nur für Seine Jünger und Jüngerinnen gestiftet. [Lies Luk. 22,7-23.]

Lukas 22,7-23 -- 7 Es kam nun der Tag der süßen Brote, an welchem man mußte opfern das Osterlamm. 8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns das Osterlamm, auf daß wir's essen. 9 Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir's bereiten? 10 Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingeht, 11 und saget zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist die Herberge, darin ich das Osterlamm essen möge mit meinen Jüngern? 12 Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der mit Polstern versehen ist; daselbst bereitet es. 13 Sie gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Osterlamm. 14 Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwölf Apostel mit ihm. 15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dies Osterlamm mit euch zu essen, ehe denn ich leide. 16 Denn ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfüllet werde im Reich Gottes. 17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet ihn und teilet ihn unter euch; 18 denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewächs des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme. 19 Und er nahm das Brot, dankte und brach's und gab's ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. 20 Desgleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird. 21 Doch siehe, die Hand meines Verräters ist mit mir über Tische. 22 Denn des Menschen Sohn geht zwar hin, wie es beschlossen ist; doch weh dem Menschen, durch welchen er verraten wird! 23 Und sie fingen an, zu fragen unter sich selbst, welcher es doch wäre unter ihnen, der das tun würde.

In einem Obersaal in Jerusalem hatte Er durch zwei Jünger alles bereiten lassen, um die Passahfeier mit ihnen zu halten – zugleich letzte heilige Stunden des Zusammenseins mit ihnen zu verleben und aus göttlich liebendem Herzen heraus ihnen noch alles das nahezubringen, was Ihn bewegte für sie, ehe Er sie verließ, um zum Vater zu gehen! – In dieser Nacht, in welcher Er in die Hände Seiner Feinde überliefert werden sollte, schenkte Er Seinen geliebten Jüngern zum voraus die in ihrer Schlichtheit und Tiefe überwältigende Gedächtnisfeier Seines Todes: „Tut dies zur Erinnerung an Mich!“ sagte Er ihnen, nahm das Brot, blickte danksagend zum Vater auf, brach es und reichte es den Jüngern: „Nehmet und eßt; dies ist Mein Leib, der für euch ist!“ Wie groß, wie überwältigend ist doch diese Liebe! Um uns zu erlösen aus unserer Sünde und Finsternis – aus unserem alten, heillosen Leben wurde Er, unser Heiland, unser Bürge und Stellvertreter im Gericht vor Gott. Nur Sein Tod konnte uns vor dem ewigen Tod und er ewigen Verdammnis schützen, uns ewiges Leben, Herrlichkeit und Seligkeit erwerben! – Der ganze Zorn des heiligen Gottes wegen unserer Sünde und Schuld kam dort auf Golgatha über Ihn, das heilige Gotteslamm: „Er Selbst hat unsere Sünden an Seinem Leibe auf das Holz getragen, damit wir, den Sünden abgestorben, nun der Gerechtigkeit leben! Ja, durch Seine Wunden ist uns Heilung geworden.“ (Lies Röm. 6,23; 2. Kor. 5,21.)

Römer 6,23 -- Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm HERRN. / 2. Korinther 5,21 -- Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.
Herr Jesu, teures Gotteslamm,
Du wurdest an des Kreuzes Stamm
Für unsre Sünd´ geschlachtet;
Für uns gingst Du in Not und Tod;
Du opfertest Dich völlig Gott;
Für uns wardst Du verachtet.
Jetzt kann uns nichts verdammen mehr,
O Jesu, Dir sei Dank und Ehr´!

In der gleichen Weise wie das Brot reichte Jesus den Jüngern dann den mit Wein gefüllten Becher, der stets nach dem Passahmahl herumgegeben wurde – der aber hier eine völlig neue Bedeutung empfing: „Dieser Becher stellt den Neuen Bund dar, der sich gründet auf Mein Blut! So oft ihr nun daraus trinkt, tut es zur Erinnerung an Mich!“ – Auch der erste Bund Gottes mit dem Volke Israel wurde geweiht durch Opferblut (2. Mos. 24,8.)

2. Mose 24,8 -- da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch macht über allen diesen Worten.

Doch welch ein Opfer – welch ein Blut wurde auf Golgatha dargebracht für uns!

(Dienstag, 6. März 1934)

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