BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 059 (Die Ordnung der Woche der ungesäuerten Brote zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten.)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
B. GERICHT über Ägypten und RETTUNG Israels (2. Mose 7-14)

12. Die Ordnung der Woche der ungesäuerten Brote zur Erinnerung an den Auszug aus Ägypten. (2. Mose 12,14-20)


2. MOSE 12,14-20

14 Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedächtnis und sollt ihn feiern dem HERRN zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; nämlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot ißt vom ersten Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll ausgerottet werden von Israel. 16 Der Tag soll heilig sein, daß ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig sein, daß ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr an dem tun; außer, was zur Speise gehört für allerlei Seelen, das allein mögt ihr für euch tun. 17 Und haltet das ungesäuerte Brot; denn eben an demselben Tage habe ich euer Heer aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend, 19 daß man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot ißt, des Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. 20 Darum so esset kein gesäuertes Brot, sondern eitel ungesäuertes Brot in allen euren Wohnungen.

„Dieser Tag soll hinfort für euch soll hinfort für euch ein Gedächtnistag sein, den ihr als Fest dem Herrn feiert. Von Geschlecht zu Geschlecht sollt ihr ihn feiern als eine ewige Satzung!“ Voll Lob und Dank darf und soll das Kind Gottes stets zurückdenken daran, wie wunderbar die göttliche Gnade es herauslöste aus Welt und Sünde und Eigenleben: „Preisen will ich den Herrn von ganzem Herzen im Kreise der Aufrichtigen und in der Gemeinde. Der Herr hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wundertaten; gnädig und barmherzig ist Er!“ [Vgl. Ps. 56,12.13 (Luth 13.14); 86,12.13.]

Psalm 56,13.14 -- 13 Ich habe dir, Gott, gelobt, daß ich dir danken will; 14 denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Füße vom Gleiten, daß ich wandle vor Gott im Licht der Lebendigen. / Psalm 86,12.13 -- 12 Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. 13 Denn deine Güte ist groß über mich; du hast meine Seele errettet aus der tiefen Hölle.

Es wird täglich das Erste in unserem Gebet sein, unseren Gott zu preisen, daß Er uns durch den Herrn Jesus zu neuen Menschen gemacht hat – daß Er uns aus der Finsternis in Sein wunderbares Licht und in die lebendige, nahe Gemeinschaft mit Ihm Selbst brachte! – Gewiß ist gut, Gott zu preisen, wenn Er uns und die Unsrigen gesund erwachen läßt – wenn Er Haus und Familie vor Unfall schützte – wenn Er uns unser tägliches Brot gibt. Doch unendlich wichtiger und bedeutsamer steht vor den Augen des erlösten Kindes Gottes seine Begnadigung in Jesus! – Prüfe dein Gebetsleben und siehe zu, womit du deine Danksagung und Anbetung jeden Morgen beginnst. (Lies [Ps. 63,1-8 (Luth. 2-9)]; Eph. 1,3; 1. Petr. 1,3.4.)

Psalm 63,2-9 -- 2 Gott, du bist mein Gott; frühe wache ich zu dir. Es dürstet meine Seele nach dir; mein Fleisch verlangt nach dir in einem trockenen und dürren Land, wo kein Wasser ist. 3 Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen deine Macht und Ehre. 4 Denn deine Güte ist besser denn Leben; meine Lippen preisen dich. 5 Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben. 6 Das wäre meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben sollte. 7 Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir. 8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich. 9 Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erhält mich. / Epheser 1,3 -- Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum / 1. Petrus 1,3.4 -- 3 Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns nach seiner Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel

V. 15: Gleichzeitig mit dem Passahfest begann das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote. Gleich am ersten Tage desselben mußte aller Sauerteig aus den Häusern der Israeliten weggeschafft werden. Wer in diesen Tagen gesäuertes Brot aß, wurde mit dem Tode bestraft! – Der Sauerteig ist in der Schrift ein Bild der Sünde und des Unrechts. (Vgl. Luk. 12,1; 1. Kor. 5,6-8; Gal. 5,9)

1 Es lief das Volk zu und kamen etliche Tausend zusammen, also daß sie sich untereinander traten. Da fing er an und sagte zu seinen Jüngern: Zum ersten hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, welches ist die Heuchelei. / 1. Korinther 5,6-8 -- 6 Euer Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versäuert? 7 Darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. 8 Darum lasset uns Ostern halten nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern im Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit. / Galater 5,9 -- 9 Ein wenig Sauerteig versäuert den ganzen Teig. -]

Mit dem Augenblick, da ein Menschenkind in tiefer Buße sich zu Jesus geflüchtet und in seinem heiligen Blut Vergebung und Reinigung gefunden hat, steht es auf Christi Seite, getrennt von Sünde und Eigenleben, gottgeweiht. Gott braucht in dieser argen Welt ein von allem Bösen gelöstes, Ihm hingegebenes Volk! – Die heilbringende Gnade Gottes heiligt uns und lehrt uns, uns zu reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Weihe für Gott durchzuführen bis zur himmlischen Vollendung! Gott erwartet daß wir „Nein“ sagen zu allem, was Ihm mißfällt - daß wir, geschieden von weltlichen Gewohnheiten und Vergnügungen, jetzt unsere ganze Freude an Jesus finden, Ihm dienen und auf Seine herrliche Wiederkunft warten. „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen. Sie unterweist uns und will uns dazu erziehen, allem gottlosen Wesen und den weltlichen Lüsten völlig zu entsagen. Wir sollen in dem jetzigen Zeitlauf verständig und gerecht und gottselig leben und darauf warten, daß sich unsere beseligende Hoffnung erfüllt und die Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters, Jesus Christus, erscheint!“ (Lies Röm. 6,11; [2. Petr. 3,10-15].)

Römer 6,11 -- 11 Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid und lebt Gott in Christo Jesus, unserm HERRN. / 2. Petrus 3,10-15 -- 10 Es wird aber des HERRN Tag kommen wie ein Dieb in der Nacht, an welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden verbrennen. 11 So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, 12 daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des HERRN, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden! 13 Wir aber warten eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt. 14 Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollt, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werdet; 15 und die Geduld unsers HERRN achtet für eure Seligkeit, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch geschrieben hat.

Das Fest der ungesäuerten Brote dauerte volle sieben Tage: So soll auch unser ganzes Leben als Erlöste von Welt und Sünde gelöst bleiben: Es gilt, „die Heiligung und Weihe für Gott durchzuführen und zu vollenden“, bis wir in der Herrlichkeit anlangen!

(Donnerstag, 1. März 1934)

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