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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 015 (Konkretere Anweisungen Gottes an Mose)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

10. Konkretere Anweisungen Gottes an Mose und was er den Israeliten und dem Pharao sagen soll (2. Mose 3,16-22)


2. MOSE 3,16.17

16 Darum so gehe hin und versammle die Ältesten in Israel und sprich zu ihnen: Der HERR, euer Väter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch heimgesucht, und gesehen, was euch in Ägypten widerfahren ist, 17 und habe gesagt: ich will euch aus dem Elend Ägyptens führen in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt.

Selbst zu einer ganz neuen Stufe in der Erkenntnis und Gemeinschaft seines Gottes gelangt – mit Kraft von oben erfüllt, sollte Mose nun hingehen und zunächst die Ältesten Israels um sich sammeln. Er sollte ihnen von der wunderbaren Offenbarung Gottes sagen, die ihm am Horeb zuteil geworden war, sowie von dem Retterauftrag, den er empfangen hatte zu ihrem Heil! – Ähnlich wie der Gott der Herrlichkeit einst dem Erzvater Abraham erschienen war [lies Apgesch. 7,2-8], hatte sich nun der Gott der Väter Mose geoffenbart und ihm eine herrliche Botschaft an seine armen, geknechteten Brüder in Ägypten aufgetragen.

Apostelgeschichte 7,2-8 -- 2 Er aber sprach: Liebe Brüder und Väter, höret zu. Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe er wohnte in Haran, 3 und sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von deiner Freundschaft und zieh in ein Land, das ich dir zeigen will. 4 Da ging er aus der Chaldäer Lande und wohnte in Haran. Und von dort, da sein Vater gestorben war, brachte er ihn herüber in dies Land, darin ihr nun wohnet, 5 und gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen Fuß breit, und verhieß ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem Samen nach ihm, da er noch kein Kind hatte. 6 Aber Gott sprach also: Dein Same wird ein Fremdling sein in einem fremden Lande, und sie werden ihn dienstbar machen und übel behandeln vierhundert Jahre; 7 und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und darnach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Stätte. 8 Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Und er zeugte Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf Erzväter.

Er ließ ihnen sagen: „Ich habe auf euch und auf das, was euch in Ägypten widerfahren ist, genau achtgegeben. Mein Herz ist voll Liebe und Erbarmen für euch, und Ich habe Großes über euch beschlossen: Ich will euch aus dem Elend Ägyptens herausführen in das Land der Kanaaniter – ein Land, das von Milch und Honig überfließt!“ – Welch eine Gnaden- und Freudenbotschaft war dies doch für die geknechteten Israeliten! Hörten die Volksältesten auf diese Botschaft und schenkten sie derselben Glauben, dann sollte und konnte Mose mit ihnen vor den Pharao treten und die Freigabe des ganzen Volkes Israel fordern! (Vgl. Jes. 9,4 [Luth. 3].)

Jesaja 9,3 -- 3 Denn du hast das Joch ihrer Last und die Rute ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie zur Zeit Midians.

Wir werden hier erinnert an die noch viel köstlichere Gnaden- und Heilsbotschaft, welche unser Gott, der Gott der Liebe und der Herrlichkeit, heute aller Welt verkündigen läßt. Er läßt die Menschen wissen, daß Er Kenntnis hat von all dem verborgenen und offenbaren Elend, das durch die Sünde die Menschen knechtet – von all dem Jammer und Herzeleid, in dem der Mensch vielfach das beständig tut, was ihm schadet und was er im Grunde nicht will, und das nicht zustande bringt, was sein besserer Mensch im Grunde wünscht und als Pflicht erkennt! (Lies Röm. 7,14-24!)

Römer 7,14-24 -- 14 Denn wir wissen, daß das Gesetz geistlich ist; ich bin aber fleischlich, unter die Sünde verkauft. 15 Denn ich weiß nicht, was ich tue. Denn ich tue nicht, was ich will; sondern, was ich hasse, das tue ich. 16 So ich aber das tue, was ich nicht will, so gebe ich zu, daß das Gesetz gut sei. 17 So tue ich nun dasselbe nicht, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 18 Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, wohnt nichts Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht. 19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. 20 So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbe nicht; sondern die Sünde, die in mir wohnt. 21 So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, daß mir das Böse anhangt. 22 Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen. 23 Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüte und nimmt mich gefangen in der Sünde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern. 24 Ich elender Mensch! wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?

Dieser große liebende Gott läßt nun alle Menschen wissen, daß Er in Seinem Sohne Jesus Christus eine völlige Erlösung von der Sünde – eine völlige Lebenserneuerung für sie bereit hat. [Lies 1. Petr. 1,17-21.]

1. Petrus 1,17-21 -- 17 Und sintemal ihr den zum Vater anruft, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeglichen Werk, so führt euren Wandel, solange ihr hier wallt, mit Furcht 18 und wisset, daß ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem eitlen Wandel nach väterlicher Weise, 19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes, 20 der zwar zuvor ersehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbart zu den letzten Zeiten um euretwillen, 21 die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf daß ihr Glauben und Hoffnung zu Gott haben möchtet.

Er will sie aus der Welt des Unglücks herausheben und sie durch Jesus Christus in die herrliche neue Welt Seiner eigenen Gemeinschaft und Liebe hineinführen, und zwar in der Jetztzeit. - Den aus Welt und Sünde Geretteten in Ephesus konnte Paulus schreiben, und das gilt auch heute allen Glaubenden: „Ihr waret bis vor kurzem Kinder des Zornes und waret für alles Göttliche tot, während ihr gebunden waret in euren Sünden, in den Lüsten eures Fleisches. Gott jedoch, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in Seiner großen Liebe, mit der Er euch schon liebte, als ihr noch tot waret in euern Missetaten, euch mit dem Herrn Jesus lebendig gemacht – durch Gnade seid ihr gerettet. Ja, Er hat euch sogar mit Christus Jesus auferweckt und euch schon jetzt im Geiste in die Himmelswelt versetzt!“ – Ja, der Apostel Paulus empfing seinerzeit durch den auferstandenen, zum Himmel erhöhten Christus einen ganz ähnlichen Auftrag wie Moses. Der Herr Jesus erschien ihm und sprach zu ihm: „Ich bin Jesus! Richte dich auf und stelle dich auf deine Füße, den Ich bin dir erschienen, um dich zu Meinem Diener zu machen! – Alle durch die Gnade Jesu Christi Geretteten dürfen und sollen Retter für die anderen werden. Der Herr Jesus macht sie zu Seinen Zeugen an die Welt: „Ihr sollt Meine Zeugen sein!“ Hierzu müssen wir vor allem recht glücklich und freudig in unserem Herrn Jesus sein. Dann können wir auch unseren Nächsten zum Vertrauen und zum neuen Leben in Jesus helfen! [Lies Ps. 40,1-3 (Luth. 2-4).]

Psalm 40,2-4 -- 2 Ich harrte des HERRN; und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien 3 und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellte meine Füße auf einen Fels, daß ich gewiß treten kann; 4 und hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und den HERRN fürchten und auf ihn hoffen.

(Dienstag, 16. Januar 1934)

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