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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 006 (Der erwachsene Mose erschlägt einen Ägypter und sein Verbrechen wird entdeckt)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
A. Die NOT Israels in Ägypten (2. Mose 1-6)

4. Der erwachsene Mose erschlägt einen Ägypter und sein Verbrechen wird entdeckt (2. Mose 2,11-15a)


2. MOSE 2,11-15

11 Zu den Zeiten, da Mose war groß geworden, ging er aus zu seinen Brüdern und sah ihre Last und ward gewahr, daß ein Ägypter schlug seiner Brüder, der Hebräischen, einen. 12 Und er wandte sich hin und her, und da er sah, daß kein Mensch da war, erschlug er den Ägypter und scharrte ihn in den Sand. 13 Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zwei hebräische Männer sich miteinander zanken und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlägst du deinen Nächsten? 14 Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch erwürgen, wie du den Ägypter erwürgt hast? Da fürchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut geworden? 15 Und es kam vor Pharao; der trachtete nach Mose, daß er ihn erwürgte. Aber Mose floh vor Pharao und blieb im Lande Midian und wohnte bei einem Brunnen.

Der Hebräerbrief zeigt uns, daß und wie Moses Entscheidung gefallen ist. Israel war für ihn die erwählte Nachkommenschaft des von Gott gesegneten Abraham, das Volk des lebendigen Gottes, zur Befreiung und zu großen Zielen berufen! Mochte dieses Volk auch noch in tiefster Erniedrigung und Verachtung schmachten, so erschien es Mose doch eine weit größere Ehre, mit diesem, dem Volke Gottes Ungemach zu teilen, als alle Weltlust, Ehre und Annehmlichkeit am Hofe Pharaos zu genießen! - Denn immer deutlicher hatte Moses erwachtes Gewissen gesprochen, und seinem neuen Menschen wurde all die mit dem Hofleben verbundene Sünde unerträglich! So fest ihn auch Hochachtung, Anhänglichkeit und Dankbarkeit an die Prinzessin und das königliche Haus banden, erklärte er doch, zu dem Gott seiner Väter aufblickend, der Prinzessin rundweg, daß er sich zu ganzer Vereinigung mit dem verachteten Sklavenvolk, dem er entstammte, entschlossen habe. Israel war das Volk des lebendigen Gottes und darum – nicht weil es sein eigenes Volk war! – machte Moses sich mit demselben eins! – Moses Entscheidung war eine unmittelbare Entscheidung für den lebendigen Gott, den Gott seiner Väter. Ja, der Hebräerbrief steht nicht an, zu sagen, daß es die Schmach Christi war, welche Mose für einen unendlich größeren Reichtum ansah als alle Schätze Ägyptens, die ihm zur Verfügung gestanden hätten! – Der Herr spricht zu denen, die Ihn in Wahrheit lieben – die Ihm ihre Liebe mit der praktischen Tat erweisen: „Ich kenne deine Drangsal und deine Armut; du bist aber reich!“ (Lies Offb. 2,9-11; 3,8-12.)

Offenbarung 2,9-11 -- 9 Ich weiß deine Werke und deine Trübsal und deine Armut (du bist aber reich) und die Lästerung von denen, die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule. 10 Fürchte dich vor der keinem, das du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr versucht werdet, und werdet Trübsal haben zehn Tage. Sei getrost bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem andern Tode. / Offenbarung 3,8-12 -- 8 Ich weiß deine Werke. Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tür, und niemand kann sie zuschließen; denn du hast eine kleine Kraft, und hast mein Wort behalten und hast meinen Namen nicht verleugnet. 9 Siehe, ich werde geben aus des Satanas Schule, die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern lügen; siehe, ich will sie dazu bringen, daß sie kommen sollen und niederfallen zu deinen Füßen und erkennen, daß ich dich geliebt habe.10 Dieweil du hast bewahrt das Wort meiner Geduld, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden. 11 Siehe, ich komme bald; halte, was du hast, daß niemand deine Krone nehme! 12 Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen; und will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines Gottes, die vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen.

Diese gewaltige Lebensentscheidung war nur möglich durch den lebendigen Glauben an den lebendigen Gott – einen Glauben, der von Stunde zu Stunde mächtiger durchbrach in seinem Herzen. – Einzig und allein die tiefe innere Verbindung mit seinem Gott gab Mose die Kraft, den Schein größter Undankbarkeit, ja größten Unverstandes auf sich zu nehmen und sich in einem Augenblick und für immer von seiner Wohltäterin, sowie vom Hofe Pharaos und von allen bisher besessenen Gütern, Vorzügen, Auszeichnungen und Aussichten zu lösen! – Der Hebräerbrief begründet das mit den Worten: „…denn er schaute auf die Belohnung!“ – Der Gott, dem Mose sich anvertraute, hielt ihm also so Großes und Herrliches für Gegenwart und Zukunft vor Augen – vor allem war Gott Selbst ihm so herrlich, daß Mose sich keinen Augenblick besinnen konnte, nach welcher Seite er sich zu entscheiden hatte! – Gott sprach zu Mose gleichsam, wie Er einst zu Abraham gesprochen hatte: „Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn!“ Möge auch meine und deine Seele so Gott Selbst erwählen und damit auch den Weg und Willen Gottes, das Volk Gottes, die Welt Gottes. Was das heißt und was das kostet und was das einbringt, kann nur der ermessen, welcher selbst schon solche ewigkeitsbedeutsamen Entscheidungen getroffen und den Tatbeweis geliefert hat, daß ihm der Herr Jesus mehr gilt als alles andere – mehr als das eigene Leben in dieser Welt! [Lies Matth. 10,22-39!]

Matthäus 10,22-39 -- 22 Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um meines Namens willen. Wer aber bis an das Ende beharrt, der wird selig. 23 Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so flieht in eine andere. Wahrlich ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt. 24 Der Jünger ist nicht über seinen Meister noch der Knecht über den Herrn. 25 Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, wie viel mehr werden sie seine Hausgenossen also heißen! 26 So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. 27 Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht; und was ihr hört in das Ohr, das predigt auf den Dächern. 28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und die Seele nicht können töten; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. 29 Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt deren keiner auf die Erde ohne euren Vater. 30 Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupte alle gezählt. 31 So fürchtet euch denn nicht; ihr seid besser als viele Sperlinge. 32 Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. 33 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. 34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter. 36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. 38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert. 39 Wer sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden.

(Sonntag, 7. Januar 1934)

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