BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 648 ( Josef sperrt Simeon ein und schickt die anderen mit Getreide heim, dass sie ihren jüngsten Bruder holen )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

21. Josef sperrt Simeon ein und schickt die anderen mit Getreide heim, dass sie ihren jüngsten Bruder holen (1. Mose 42,18-24)


1. MOSE 42,18-21

18 Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so tut also; denn ich fürchte Gott. 19 Seid ihr redlich, so laßt eurer Brüder einen gebunden liegen in eurem Gefängnis; ihr aber zieht hin und bringet heim, was ihr gekauft habt für den Hunger. 20 Und bringt euren jüngsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten glauben, daß ihr nicht sterben müßt. Und sie taten also. 21 Sie aber sprachen untereinander: Das haben wir uns an unserm Bruder verschuldet, daß wir sahen die Angst seiner Seele, da er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht erhören; darum kommt nun diese Trübsal über uns.

HIOB 36,8-12

8 Und wenn sie gefangen blieben in Stöcken und elend gebunden mit Stricken, 9 so verkündigt er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugenden, daß sie sich überhoben, 10 und öffnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, daß sie sich von dem Unrechten bekehren sollen. 11 Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden und mit Lust leben. 12 Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen in Unverstand.

Alles, was die zehn Brüder während der drei Tage im Gefängnis erlebten, schmolz ihr Herz in aufrichtiger Reue. Vorher hatten sie nur nebenbei von ihrem Bruder gesagt: „Der eine ist nicht mehr da.“ Nach den drei Tagen aber sagten sie zueinander: „Fürwahr, wir sind schuldig und müssen büßen wegen unseres Bruders. Wir sahen wohl seine Seelenangst, als er uns anflehte, aber wir schenkten ihm kein Gehör. Darum ist diese Drangsal über uns gekommen.“ – Wir wollen auch denken an die drei Tage, die Saulus fastend zubrachte, als der Herr Jesus durch das Licht Seiner Herrlichkeit ihn zu Boden geworfen hatte. Da mußte er erkennen: Das göttliche Gesetz ist heilig, gerecht und gut; ich aber bin fleischlich – unter die Sünde verkauft. „Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?“ [Lies Hos. 5,15; Jer. 26,13; Hiob 8,5–7.]

Hosea 5,15 -- Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen übel geht, so werden sie mich suchen / Jeremia 26,13 -- So bessert nun euer Wesen und Wandel und gehorcht der Stimme des HERRN, eures Gottes, so wird den HERRN auch gereuen das Übel, das er wider euch geredet hat. / Hiob 8,5-7 -- 5 So du aber dich beizeiten zu Gott tust und zu dem Allmächtigen flehst, 6 und so du rein und fromm bist, so wird er aufwachen zu dir und wird wieder aufrichten deine Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen; 7 und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach gar sehr zunehmen.

Hast du auch schon solche Tage erlebt, lieber Bruder, liebe Schwester – Tage heißer Bußkämpfe? – Nach drei Tagen läßt Joseph seine zehn Brüder von neuem vor sich bringen und spricht zu ihnen: „Tut, was ich euch schon gesagt habe. Ich bin ein Mann, der Gott fürchtet! Wenn eure Aussagen sich als Wahrheit erweisen und ihr euren jüngsten Bruder tatsächlich herbringt, dann sollt ihr am Leben bleiben! Ich will euch in die Heimat senden und nur einen von euch als Geisel hierbehalten.“ – So hart und streng die Handlungsweise Josephs schien – sie war diktiert von göttlicher Liebe und göttlicher Weisheit. Gerade deshalb erreichte sie auch ihr Ziel an den Brüdern. Und aus welcher Weisheit und Liebe erst gehen all die Wege Gottes mit uns hervor, auch gerade die scheinbar harten und unbegreiflichen Wege! Gott handelt mit uns als Seinen geliebten Kindern. Er will uns von unseren Eigenheiten und Verkehrtheiten lösen, von unseren tief eingewurzelten Fehlern befreien, uns Seiner Heiligkeit und Glückseligkeit teilhaftig machen! O daß doch heute alle wahren Kinder Gottes die heilige Liebe ihres Gottes verständen und willig und dankbar eingingen auf des Herrn Friedensgedanken und Segensabsichten. Wie gesegnet könnten sie sein, und welch schnelle Fortschritte in der Gnade Gottes könnten sie machen! (Lies Jer. 29,11–14a; [Hos. 2,14–20; 5. Mose 32,3.4].)

Jeremia 29,11-14 -- 11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet. 12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. 13 Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, 14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will euer Gefängnis wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, dahin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dem ich euch habe lassen wegführen. / Hosea 2,14-20 -- 14 Ich will ihre Weinstöcke und Feigenbäume wüst machen, weil sie sagt: "Das ist mein Lohn, den mir meine Buhlen gegeben." Ich will einen Wald daraus machen, daß es die wilden Tiere fressen sollen. 15 Also will ich heimsuchen über sie die Tage der Baalim, denen sie Räuchopfer tut und schmückt sich mit Stirnspangen und Halsbändern und läuft ihren Buhlen nach und vergißt mein, spricht der HERR. 16 Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wüste führen und freundlich mit ihr reden. 17 Da will ich ihr geben ihre Weinberge aus demselben Ort und das Tal Achor zum Tor der Hoffnung. Und daselbst wird sie singen wie zur Zeit ihrer Jugend, da sie aus Ägyptenland zog. 18 Alsdann spricht der HERR, wirst du mich heißen "mein Mann" und mich nicht mehr "mein Baal" heißen. 19 Denn ich will die Namen der Baalim von ihrem Munde wegtun, daß man ihrer Namen nicht mehr gedenken soll. 20 Und ich will zur selben Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm auf Erden und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen. / 5. Mose 32,3.4 -- 3 Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre! 4 Er ist ein Fels. Seine Werke sind unsträflich; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Böses an ihm; gerecht und fromm ist er.

(Freitag, 16. Oktober 1953)

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