BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 645 ( Zehn Brüder Josefs reisen nach Ägypten, um bei ihm Getreide zu kaufen. Als er sie erkennt, bezichtigt er sie der Spionage )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

19. Zehn Brüder Josefs reisen nach Ägypten, um bei ihm Getreide zu kaufen. Als er sie erkennt, bezichtigt er sie der Spionage (1. Mose 42,1-14)


1. MOSE 42,5-11

5 Also kamen die Kinder Israels, Getreide zu kaufen, samt anderen, die mit ihnen zogen; denn es war im Lande Kanaan auch teuer. 6 Aber Joseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk im Lande. Da nun seine Brüder kamen, fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz. 7 Und er sah sie an und kannte sie und stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, Speise zu kaufen. 8 Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht. 9 Und Joseph gedachte an die Träume, die ihm von ihnen geträumt hatten, und sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter und seid gekommen zu sehen, wo das Land offen ist. 10 Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind gekommen Speise zu kaufen. 11 Wir sind alle eines Mannes Söhne; wir sind redlich, und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen.

2. KORINTHER 5,10

Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richtstuhl Christi, auf daß ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibesleben, es sei gut oder böse.

Das Herz der Brüder Josephs mußte jedoch erst zubereitet werden für eine Vergebung ihrer großen Schuld. Sie mußten selbst ihre Ungerechtigkeit einsehen, die sie vor vielen Jahren gegen ihren Bruder begangen hatten. Deshalb war Joseph genötigt, in Gottes Auftrag hart mit ihnen zu verfahren. Er sprach zu ihnen: „Ihr seid Spione und seid nur gekommen, um zu sehen, wie man zu uns ins Land hereinkommen kann!“ – Oft muß es den Menschen erst ebenso schwer ergehen wie sie es einst anderen gemacht haben, ehe sie zur wahren Buße und Reue kommen. Ja, Gott sucht das Gericht heim, das du an deinem Nächsten getan hast. Die Schrift sagt: „Irret euch nicht! Gott läßt Seiner nicht spotten. Was irgend der Mensch gesät hat, das muß er auch ernten.“ Wir lesen: „Das Tun der Hände des Menschen kehrt zu ihm zurück!“ [Lies Spr. 1,24–33; Ps. 18,24–26.]

Sprüche 1,24-33 -- 24 Weil ich denn rufe, und ihr weigert euch, ich recke meine Hand aus, und niemand achtet darauf, 25 und laßt fahren allen meinen Rat und wollt meine Strafe nicht: 26 so will ich auch lachen in eurem Unglück und eurer spotten, wenn da kommt, was ihr fürchtet, 27 wenn über euch kommt wie ein Sturm, was ihr fürchtet, und euer Unglück als ein Wetter, wenn über euch Angst und Not kommt. 28 Dann werden sie nach mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen, und nicht finden. 29 Darum, daß sie haßten die Lehre und wollten des HERRN Furcht nicht haben, 30 wollten meinen Rat nicht und lästerten alle meine Strafe: 31 so sollen sie essen von den Früchten ihres Wesens und ihres Rats satt werden. 32 Was die Unverständigen gelüstet, tötet sie, und der Ruchlosen Glück bringt sie um. 33 Wer aber mir gehorcht, wird sicher bleiben und genug haben und kein Unglück fürchten. / Psalm 18,24-26 -- 24 sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Sünden. 25 Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hände vor seinen Augen. 26 Bei den Heiligen bist du heilig, und bei den Frommen bist du fromm.

Es ist eine ebenso einfache wie wahre Tatsache, daß alles Tun des Menschen, wer er auch sei, eine Aussaat ist, die göttlich genau ihre Ernte hervorbringen wird. Jeder Schritt, jede Tat, jedes Wort, jeder Gedanke wird schon hier in diesem Leben und vor allem in der nahen Ewigkeit seine Frucht tragen – welche? Mit unabänderlicher Gewißheit kommt die Vergeltung über dich. Gott spricht: „Ich will vergelten!“ Andererseits aber steht auch geschrieben: „Denen, die im Tun des Guten unermüdlich sind und nach Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit trachten, verleiht Gott das ewige Leben.“ Willst du also einmal Gutes ernten, so mußt du auch deine Taten dementsprechend einrichten. Es ist jedem Menschen selbst in die Hand gegeben, wie sich seine Jetztzeit und seine Ewigkeit gestaltet. Wir wollen es deshalb festhalten: Unser Denken, Reden, Handeln kehrt eines Tages wieder zu uns zurück. (Lies Jes. 3,10.11; Röm. 2,6–11.)

Jesaja 3,10.11 -- 10 Predigt von den Gerechten, daß sie es gut haben; denn sie werden die Frucht ihrer Werke essen. 11 Weh aber den Gottlosen! denn sie haben es übel, und es wird ihnen vergolten werden, wie sie es verdienen. / Römer 2,6-11 -- 6 welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken: 7 Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben; 8 aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber der Ungerechtigkeit, Ungnade, und Zorn; 9 Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses tun, vornehmlich der Juden und auch der Griechen; 10 Preis aber und Ehre und Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den Griechen. 11 Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.

(Dienstag, 13. Oktober 1953)

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Zuletzt geändert am 04.01.2021 11:03 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)