BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 592 ( Juda heiratet die Kanaaniterin Schua, die ihm drei Söhne gebar. Warum die zwei älteren Söhne Er und Onan starben )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

6. Juda heiratet die Kanaaniterin Schua, die ihm drei Söhne gebar. Warum die zwei älteren Söhne Er und Onan starben (1. Mose 38,1-10)


1. MOSE 38,3-10

3 ward sie schwanger und gebar einen Sohn, den hieß er Ger. 4 Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn, den hieß sie Onan. 5 Sie gebar abermals einen Sohn, den hieß sie Sela; und er war zu Chesib, da sie ihn gebar. 6 Und Juda gab seinem ersten Sohn, Ger, ein Weib, die hieß Thamar. 7 Aber Ger war böse vor dem HERRN; darum tötete ihn der HERR. 8 Da sprach Juda zu Onan: Gehe zu deines Bruders Weib und nimm sie zur Ehe, daß du deinem Bruder Samen erweckest. 9 Aber da Onan wußte, daß der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er einging zu seines Bruders Weib, ließ er's auf die Erde fallen und verderbte es, auf daß er seinem Bruder nicht Samen gäbe. 10 Da gefiel dem HERRN übel, was er tat, und er tötete ihn auch.

Dem Juda wurden von seiner kanaanitischen Frau drei Söhne geboren, und als der älteste herangewachsen war, gab ihm der Vater die Tamar, ein heidnisches Mädchen, zur Frau. Gar bald musste Gott diesen Gher durch den Tod hinwegnehmen, weil er ein Leben führte, das böse war in den Augen des Herrn! Da er keine Nachkommen hinterlassen hatte, so war sein Bruder Onan genötigt, nach der bestehenden Sitte die Witwe zu heiraten. Wenn Gott solche sogenannte Levirats-Ehen anordnete und später auch im Gesetz gebot, so erkennen wir darin eine weise Einrichtung Gottes gegen das Aussterben einer Familie. [Lies 5. Mose 25,5.6.]

5. Mose 25,5.6 -- 5 Wenn Brüder beieinander wohnen und einer stirbt ohne Kinder, so soll des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann draußen nehmen; sondern ihr Schwager soll sich zu ihr tun und sie zum Weibe nehmen und sie ehelichen. 6 Und den ersten Sohn, den sie gebiert, soll er bestätigen nach dem Namen seines verstorbenen Bruders, daß sein Name nicht vertilgt werde aus Israel.

Da Onan aber wußte, daß der Erstgeborene nicht seinen Namen tragen würde, sondern den des verstorbenen Bruders und daß derselbe auch dessen Besitz erhalten werde, so vereitelte er durch Samenverschüttung die Empfängnis. Diese sündige Tat verriet nicht nur Lieblosigkeit gegen den verstorbenen Bruder, sondern war zugleich ein Frevel gegen die göttliche Anordnung der Ehe und ihres Zweckes, und so strafte Gott diese Sünde durch den plötzlichen Tod Onans. Bis auf den heutigen Tag verbreitet sich leider die schwere Sünde der Empfängnis-Verhütung überall. Am ernstesten ist dies da, wo man das Christentum und die Bibel kennt und somit den heiligen Willen Gottes klar vor Augen hat. (1. Kor. 6,18–20; Hebr. 13,4.)

1. Korinther 6,18-20 -- 18 Fliehet der Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, sind außer seinem Leibe; wer aber hurt, der sündigt an seinem eigenen Leibe. 19 Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst. 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum so preist Gott an eurem Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes. / Hebräer 13,4 -- Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und die Ehebrecher wird Gott richten.

Ein gläubiger Schriftsteller sagt: „Der Umgang zwischen Mann und Frau ohne den Willen zum Kind ist sündhaft, weil man damit Gottes Schöpfungsordnung, die Er in die Art der menschlichen Natur hineinlegte und mit klarem Gebot bestätigte, verläßt. [Lies 1. Mose 1,27.28; Ps. 127,3–5; 128,1–6.]

1. Mose 1,27.28 -- 27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. / Psalm 127,3-5 -- 3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk. 4 Wie die Pfeile in der Hand des Starken, also geraten die jungen Knaben. 5 Wohl dem, der seinen Köcher derselben voll hat! Die werden nicht zu Schanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor./ Psalm 128,1-6 -- 1 Ein Lied im höhern Chor. Wohl dem, der den HERRN fürchtet und auf seinen Wegen geht! 2 Du wirst dich nähren deiner Hände arbeit; wohl dir, du hast es gut. 3 Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, deine Kinder wie Ölzweige um deinen Tisch her. 4 Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HERRN fürchtet. 5 Der HERR wird dich segnen aus Zion, daß du sehest das Glück Jerusalems dein Leben lang 6 und sehest deiner Kinder Kinder. Friede über Israel!

Wenn wir unsere Ehe nach dem göttlichen Willen führen, dann wird der Herr ganz gewiß auch Seinen reichen Segen und Seine freundliche Versorgung nicht fehlen lassen. Er wird die Zahl der Kinder, die Er uns geben will und gibt, so bemessen, daß wir froh und getrost zu Seiner Ehre leben und durchkommen können.“

(Samstag, 2. Mai 1953)

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