BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 589 ( Josefs Brüder belügen ihren Vater und täuschen seinen Tod vor. Josef wird in Ägypten an einen Beamten Pharaos verkauft )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

5. Josefs Brüder belügen ihren Vater und täuschen seinen Tod vor. Josef wird in Ägypten an einen Beamten Pharaos verkauft (1. Mose 37,29 - 36)


1. MOSE 37,36

36 Aber die Midianiter verkauften ihn in Ägypten dem Potiphar, des Pharao Kämmerer und Hauptmann der Leibwache.

KLAGELIEDER 3,22-33

22 Die Güte des HERRN ist's, daß wir nicht gar aus sind; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. 24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. 25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und der Seele, die nach ihm fragt. 26 Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen. 27 Es ist ein köstlich Ding einem Mann, daß er das Joch in seiner Jugend trage; 28 daß ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas überfällt, 29 und seinen Mund in den Staub stecke und der Hoffnung warte 30 und lasse sich auf die Backen schlagen und viel Schmach anlegen. 31 Denn der HERR verstößt nicht ewiglich; 32 sondern er betrübt wohl, und erbarmt sich wieder nach seiner Güte. 33 Denn er nicht von Herzen die Menschen plagt und betrübt

Nach langer Reise durch den heißen Sand, unter der brennenden Sonne, gestoßen und vorwärtsgetrieben von rauhen Händen – das war jetzt der Weg Josephs. Schließlich langte man in Ägypten an, und dort wurde Joseph alsbald auf dem Markte feilgeboten. Wir dürfen glauben, daß sein Herz allmählich still geworden war. Er hatte es ja längst gelernt, sich willig und vertrauensvoll der Hand seines Gottes zu übergeben und „Menschen reiten zu lassen auf seinem Haupte!“ Dafür hatten die Brüder reichlich gesorgt! (Lies Ps. 66,10–12; 130,1–7.)

Psalm 66,10-12 -- 10 Denn, Gott, du hast uns versucht und geläutert wie das Silber geläutert wird; 11 du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine Last gelegt; 12 du hast Menschen lassen über unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser gekommen: aber du hast uns ausgeführt und erquickt. / Psalm 130,1-7 -- 1 Ein Lied im höhern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. 2 HERR, höre auf meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! 3 So du willst, HERR, Sünden zurechnen, HERR, wer wird bestehen? 4 Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte. 5 Ich harre des HERRN; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. 6 Meine Seele wartet auf den HERRN von einer Morgenwache bis zur andern. 7 Israel, hoffe auf den HERRN! denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm

Es ist eine Gnade, wenn wir frühzeitig Unterdrückung, Pein und Ungerechtigkeit seitens der Menschen aus unseres liebenden Gottes Hand anzunehmen gelernt haben. Die Schrift sagt: „Es ist dem Manne gut, daß er das Joch in seiner Jugend tragen lerne! – Dem, der ihn schlägt, reiche er die Wange dar und lasse sich willig mit Schmach sättigen! Denn der Herr verstößt nicht ewiglich, sondern wenn Er betrübt hat, so erbarmt Er Sich auch wieder, nach der Menge Seiner Gütigkeiten.“ Ja, wen unser Gott will herrlich zieren und über Sonn’ und Sterne führen, den führet Er zuvor hinab! [Lies 2. Sam. 22,1–26.]

2. Samuel 22,1-26 -- 1 Und David redete vor dem HERRN die Worte dieses Liedes zur Zeit, da ihn der HERR errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach: 2 Der HERR ist mein Fels und meine Burg und mein Erretter. 3 Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vor dem Frevel. 4 Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so werde ich von meinen Feinden erlöst. 5 Es hatten mich umfangen die Schmerzen des Todes, und die Bäche des Verderbens erschreckten mich. 6 Der Hölle Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. 7 Da mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren. 8 Die Erde bebte und ward bewegt; die Grundfesten des Himmels regten sich und bebten, da er zornig war. 9 Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzte. 10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. 11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, und er schwebte auf den Fittichen des Windes. 12 Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze, dicke Wolken. 13 Von dem Glanz vor ihm brannte es mit Blitzen. 14 Der HERR donnerte vom Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus. 15 Er schoß seine Strahlen und zerstreute sie; er ließ blitzen und erschreckte sie. 16 Da sah man das Bett der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt von dem Schelten des HERRN, von dem Odem und Schnauben seiner Nase. 17 Er streckte seine Hand aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus den großen Wassern. 18 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die zu mir mächtig waren, 19 die mich überwältigten zur Zeit meines Unglücks; und der HERR ward meine Zuversicht. 20 Und er führte mich aus in das Weite, er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. 21 Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände. 22 Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott. 23 Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir; 24 sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Sünden. 25 Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinigkeit vor seinen Augen. 26 Bei den Heiligen bist du heilig, bei den Frommen bist du fromm

Dora Rappard sagt: „Hinab, hinab! geh willig nur und gern; dort, in der Tiefe, triffst du deinen Herrn!“ Wahrlich, wir kommen unserem großen Hohenpriester und Hirten nie so nahe und lernen Ihn nie so kostbar kennen – die Schrift wird uns nie ihre wertvollsten Schätze und tiefsten Tröstungen erschließen, wenn wir uns nicht willig demütigen lassen – auch unter ungerechte Menschen! Wir lesen: „Glückselig der Mann, der die Anfechtung erduldet, die Versuchung siegreich überwindet. Besteht er die Probe, und hat er sich bewährt, so wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott denen verheißt, die Ihn lieben.“ [Lies Klagel. 3,52–63.]

Klagelieder 3,52-63 -- 52 Meine Feinde haben mich gehetzt wie einen Vogel ohne Ursache; 53 sie haben mein Leben in einer Grube fast umgebracht und Steine auf mich geworfen; 54 sie haben mein Haupt mit Wasser überschüttet; da sprach ich: Nun bin ich gar dahin. 55 Ich rief aber deinen Namen an, HERR, unten aus der Grube, 56 und du erhörtest meine Stimme: Verbirg deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien! 57 Du nahest dich zu mir, wenn ich dich anrufe, und sprichst: Fürchte dich nicht! 58 Du führest, HERR, die Sache meiner Seele und erlösest mein Leben. 59 Du siehest, HERR, wie mir so Unrecht geschieht; hilf mir zu meinem Recht! 60 Du siehst alle ihre Rache und alle ihre Gedanken wider mich. 61 HERR, du hörest ihr Schmähen und alle ihre Gedanken über mich, 62 die Lippen meiner Widersacher und ihr Dichten wider mich täglich. 63 Schaue doch, sie sitzen oder stehen auf, so singen sie von mir ein Liedlein.

(Mittwoch, 29. April 1953)

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