BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 581 ( Jakob schickt Josef von Hebron aus zu seinen Brüdern in Sichem. Er findet sie weiter nördlich in Dotan )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
F. JOSEF und wie Israel nach Ägypten kam (1. Mose 37,1 - 50,26)

2. Jakob schickt Josef von Hebron aus zu seinen Brüdern in Sichem. Er findet sie weiter nördlich in Dotan (1. Mose 37,12 - 17)


1. MOSE 37,17-20

17 Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hörte, daß sie sagten: Laßt uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brüdern nach und fand sie zu Dothan. 18 Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe er denn nahe zu ihnen kam machten sie einen Anschlag, daß sie ihn töteten, 19 und sprachen untereinander: Seht, der Träumer kommt daher. 20 So kommt nun und laßt uns ihn erwürgen und in eine Grube werfen und sagen, ein böses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine Träume sind.

PSALM 94,21-23

21 Sie rüsten sich gegen die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut. 22 Aber der HERR ist mein Schutz; mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht. 23 Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen.

Als Joseph nach Dothan kam, sahen ihn seine Brüder von ferne her kommen. Da sprachen sie untereinander: „Schaut, da kommt der Träumer, den wollen wir erschlagen und in eine Grube werfen, und dann sagen wir einfach dem Vater: Ein wildes Tier hat ihn gefressen. Wir werden dann schon sehen, was aus seinen Träumen wird!“ Wie wahr ist doch hier das Psalmwort von der „geheimen Beratung der Übeltäter – von der Rotte derer, die Frevel tun, welche ihre Zunge geschärft haben, gleich einem Schwert und ihren Pfeil angelegt haben, um ein bitteres Wort aus dem Versteck zu schießen auf den Unsträflichen.“ Die Schrift fährt fort: „Sie stärken sich gegenseitig in einer bösen Sache und reden davon, wie sie die Fallstricke verbergen. Sie sprechen: Wer wird uns sehen? – Schlechtigkeiten denken sie aus: So, jetzt haben wir’s fertig!“ [Lies Ps. 10,1–18; 31,13; [Luther 31,14]; Ps. 37,12.32.]

Psalm 10,1-18 -- 1 HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not? 2 Weil der Gottlose Übermut treibt, muß der Elende leiden; sie hängen sich aneinander und erdenken böse Tücke. 3 Denn der Gottlose rühmt sich seines Mutwillens, und der Geizige sagt dem HERRN ab und lästert ihn. 4 Der Gottlose meint in seinem Stolz, er frage nicht darnach; in allen seinen Tücken hält er Gott für nichts. 5 Er fährt fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen seinen Feinden. 6 Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr darniederliegen; es wird für und für keine Not haben. 7 Sein Mund ist voll Fluchens, Falschheit und Trugs; seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an. 8 Er sitzt und lauert in den Dörfern; er erwürgt die Unschuldigen heimlich; seine Augen spähen nach dem Armen. 9 Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe in der Höhle; er lauert, daß er den Elenden erhasche, und er hascht ihn, wenn er ihn in sein Netz zieht. 10 Er zerschlägt und drückt nieder und stößt zu Boden den Armen mit Gewalt. 11 Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen. 12 Stehe auf, HERR; Gott, erhebe deine Hand; vergiß der Elenden nicht! 13 Warum soll der Gottlose Gott lästern und in seinem Herzen sprechen: Du fragest nicht darnach? 14 Du siehest ja, denn du schauest das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. Die Armen befehlens's dir; du bist der Waisen Helfer. 15 Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche heim das Böse, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden. 16 Der HERR ist König immer und ewiglich; die Heiden müssen aus seinem Land umkommen. 17 Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR; ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr darauf merket, 18 daß du Recht schaffest dem Waisen und Armen, daß der Mensch nicht mehr trotze auf Erden. / Psalm 31,14 -- Denn ich höre, wie mich viele schelten, Schrecken ist um und um; sie ratschlagen miteinander über mich und denken, mir das Leben zu nehmen. / Psalm 37,12.32 -- 12 Der Gottlose droht dem Gerechten und beißt seine Zähne zusammen über ihn. ... 32 Der Gottlose lauert auf den Gerechten und gedenkt ihn zu töten.

Was war das doch für ein schrecklicher Plan in den Herzen der Brüder! Es hatte Zeit gebraucht, bis derselbe zustande kam. Längst schon war ja der Unmut, der Widerwille gegen Joseph wach gewesen. Doch sie hätten diese Giftpflanze noch rechtzeitig aus ihrem Herzen ausreißen können. Leider aber geschah dies nicht, sie ließen sie wachsen. Was beschäftigt augenblicklich deine Gedanken, wenn du an einen oder mehrere deiner Mitmenschen denkst? Wenn doch Juda zu dem Vater gekommen wäre, um ihm offen und ehrlich zu sagen: „Vater, wir können es nicht ertragen, daß du uns den Joseph so vorziehst.“ Ja, hätte er seinem Herzen durch ein offenes Bekenntnis Luft gemacht! Aber nein – dieses Wort wurde nicht gesprochen, und so wuchs die Feindschaft, die schließlich nicht einmal mehr vor dem Entschluß zurückschreckte, den Bruder umzubringen. (Spr. 4,14–17; 26,26.27; vgl. 1. Joh. 3,1–17.)

Sprüche 4,14-17 -- 14 Komm nicht auf der Gottlosen Pfad und tritt nicht auf den Weg der Bösen. 15 Laß ihn fahren und gehe nicht darin; weiche von ihm und gehe vorüber. 16 Denn sie schlafen nicht, sie haben denn Übel getan; und ruhen nicht, sie haben den Schaden getan. 17 Denn sie nähren sich von gottlosem Brot und trinken vom Wein des Frevels. / Sprüche 26,26.27 -- 26 Wer den Haß heimlich hält, Schaden zu tun, des Bosheit wird vor der Gemeinde offenbar werden. 27 Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen; und wer einen Stein wälzt, auf den wird er zurückkommen. / 1. Johannes 3,1-17 -- 1 Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, daß wir Gottes Kinder sollen heißen! Darum kennt euch die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. 2 Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder; und es ist noch nicht erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, daß wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. 3 Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist. 4 Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. 5 Und ihr wisset, daß er ist erschienen, auf daß er unsre Sünden wegnehme, und es ist keine Sünde in ihm. 6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer da sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt. 7 Kindlein, laßt euch niemand verführen! Wer recht tut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist. 8 Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre. 9 Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt bei ihm; und kann nicht sündigen, denn er ist von Gott geboren. 10 Daran wird's offenbar, welche die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder liebhat. 11 Denn das ist die Botschaft, die ihr gehört habt von Anfang, daß wir uns untereinander lieben sollen. 12 Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwürgte seinen Bruder. Und warum erwürgte er ihn? Weil seine Werke böse waren, und die seines Bruders gerecht. 13 Verwundert euch nicht, meine Brüder, wenn euch die Welt haßt. 14 Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, der bleibt im Tode. 15 Wer seinen Bruder haßt, der ist ein Totschläger; und ihr wisset, daß ein Totschläger hat nicht das ewige Leben bei ihm bleibend. 16 Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. 17 Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm?

(Dienstag, 21. April 1953)

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