BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 531 ( Jakob trifft die Engel Gottes in Mahanajim und sendet Boten zu seinem Bruder Esau )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

33. Jakob trifft die Engel Gottes in Mahanajim und sendet Boten zu seinem Bruder Esau (1. Mose 32,1-6)


1. MOSE 32,3-6

3 Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hieß die Stätte Mahanaim. 4 Jakob aber schickte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins Land Seir, in die Gegend Edoms, 5 und befahl ihnen und sprach: Also sagt meinem Herrn Esau: Dein Knecht Jakob läßt dir sagen: Ich bin bis daher bei Laban lange außen gewesen 6 und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Mägde; und habe ausgesandt, dir, meinem Herrn, anzusagen, daß ich Gnade vor deinen Augen fände.

PSALM 42,6.12

6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihm noch danken, daß er mir hilft mit seinem Angesicht. ... 12 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott! denn ich werde ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Obgleich nun Jakob im Vertrauen auf den Schutz seines Gottes den kommenden Verhältnissen ruhig entgegensehen konnte, fühlte er sich augenscheinlich doch noch unbehaglich in dem Gedanken an ein Zusammentreffen mit seinem Bruder. Und das war nicht ohne Grund. Er hatte ja sehr unrecht gegen seinen Bruder gehandelt, und sein Gewissen war noch nicht ganz beruhigt darüber, daß er sich auf listige Weise die Erstgeburt verschafft und den Erstgeburtssegen ihm geraubt hatte! Aber statt sich rückhaltlos und vertrauensvoll in die Arme Gottes zu werfen, greift er, um den Zorn Esaus abzuwenden, von neuem zu seinen gewöhnlichen Mitteln: Er macht Pläne, indem er seine Boten zu Esau sandte, um ihm seine Ankunft anzusagen - ihn seiner freundlichen und friedfertigen Gesinnung zu versichern! Wie viele Gläubige gleichen doch dem Jakob. Statt sich ganz und gar auf den Herrn und Seine wunderbaren Verheißungen zu verlassen, sind sie ängstlich und treffen allerlei menschliche Vorsorge für das, was vor ihnen liegt! (Lies [Jes. 31,1-3;] Ps 33,10-22; [Pred. 7,29.])

Jesaja 31,1-3 -- 1 Weh denen, die hinabziehen nach Ägypten um Hilfe und verlassen sich auf Rosse und hoffen auf Wagen, daß ihrer viel sind, und auf Reiter, darum daß sie sehr stark sind, und halten sich nicht zum Heiligen in Israel und fragen nichts nach dem HERRN! 2 Er aber ist weise und bringt Unglück herzu und wendet seine Worte nicht, sondern wird sich aufmachen wider das Haus der Bösen und wider die Hilfe der Übeltäter. 3 Denn Ägypten ist Mensch und nicht Gott, und ihre Rosse sind Fleisch und nicht Geist. Und der HERR wird seine Hand ausrecken, daß der Helfer strauchle und der, dem geholfen wird, falle und alle miteinander umkommen. / Psalm 33,10-22 -- 10 Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der Völker. 11 Aber der Rat des HERRN bleibt ewiglich, seines Herzens Gedanken für und für. 12 Wohl dem Volk, des Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat! 13 Der HERR schaut vom Himmel und sieht aller Menschen Kinder. 14 Von seinem festen Thron sieht er auf alle, die auf Erden wohnen. 15 Er lenkt ihnen allen das Herz; er merkt auf alle ihre Werke. 16 Einem Könige hilft nicht seine große Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine große Kraft. 17 Rosse helfen auch nicht, und ihre große Stärke errettet nicht. 18 Siehe, des HERRN Auge sieht auf die, so ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, 19 daß er ihre Seele errette vom Tode und ernähre sie in der Teuerung. 20 Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist unsre Hilfe und Schild. 21 Denn unser Herz freut sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen. 22 Deine Güte, HERR, sei über uns, wie wir auf dich hoffen. / Prediger 7,29 -- Allein schaue das: ich habe gefunden, daß Gott den Menschen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen viele Künste.

Die Schrift aber ruft uns zu: „Sei fern von Angst, denn du brauchst dich nicht zu fürchten, und sei fern von Schrecken, denn er wird dir nicht nahen.“ O welche Ruhe und Glückseligkeit wird doch unserem Herzen zuteil, wenn wir unser Vertrauen ganz und gar auf den Herrn, unseren Gott, setzen, und wenn wir Seine Verheißungen tatsächlich glauben. Viel kühner und lebendiger noch als bisher wollen wir die göttlichen Zusagen annehmen und uns daher so ganz geborgen fühlen bei unserm herrlichen Herrn! Denn „Des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was Er zusagt, das hält Er gewiß!“ „Ja, alle Rede Gottes ist geläutert; ein Schild ist Er denen, die auf Ihn trauen!“ [Ps. 33,4; Spr. 30,5; Ps. 18,30; Luth. V. 31.]

Psalm 33,4 -- Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig; und was er zusagt, das hält er gewiß. / Sprüche 30,5 --Alle Worte Gottes sind durchläutert; er ist ein Schild denen, die auf ihn trauen. / Psalm 18,31 -- Gottes Wege sind vollkommen; die Reden des HERRN sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.

(Samstag, 29. November 1952)

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