BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 523 ( Nach Rücksprache mit seinen Frauen, flieht Jakob aus Mesopotamien auf Geheiss des HERRN )
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

29. Nach Rücksprache mit seinen Frauen, flieht Jakob aus Mesopotamien auf Geheiss des HERRN (1. Mose 31,1-21)


1. MOSE 31,1-3

1 Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, daß sie sprachen: Jakob hat alles Gut unsers Vaters an sich gebracht, und von unsers Vaters Gut hat er solchen Reichtum zuwege gebracht. 2 Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht gegen ihn wie gestern und ehegestern. 3 Und der HERR sprach zu Jakob: Ziehe wieder in deiner Väter Land und zu deiner Freundschaft; ich will mit dir sein.

1. SAMUEL 18,8-11

8 Da ergrimmte Saul sehr, und gefiel ihm das Wort übel und sprach: Sie haben David zehntausend gegeben und mir tausend: das Königreich will noch sein werden! 9 Und Saul sah David sauer an von dem Tage und hinfort. 10 Des andern Tages geriet der böse Geist von Gott über Saul, und er raste daheim in seinem Hause; David aber spielte auf den Saiten mit seiner Hand, wie er täglich pflegte. Und Saul hatte einen Spieß in der Hand 11 und er schoß ihn und gedachte: Ich will David an die Wand spießen. David aber wandte sich zweimal von ihm.

Sechs Jahre hatte Jakob bei Laban um Lohn gedient und großes Gut an Schafen und Rindern, Eseln und Kamelen, Knechten und Mägden erworben. Darüber waren ihm Laban und seine Söhne manchmal gram, und bitterer Neid erfüllte sie. Das aber konnte Jakob nicht verborgen bleiben. Häufig fiel ihm das Angesicht des Mannes auf, der ihm jahrelang scheinbar so freundlich gesinnt war und sich nun so finster gegen ihn stellte. (Lies Hiob 31,5-8; Spr. 14,30; 27,4.)

Hiob 31,5-8 -- 5 Habe ich gewandelt in Eitelkeit, oder hat mein Fuß geeilt zum Betrug? 6 So wäge man mich auf der rechten Waage, so wird Gott erfahren meine Unschuld. 7 Ist mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen nachgefolgt und klebt ein Flecken an meinen Händen, 8 so müsse ich säen, und ein andrer esse es; und mein Geschlecht müsse ausgewurzelt werden. / Sprüche 14,30 -- Ein gütiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in den Gebeinen. / Sprüche 27,4 -- Zorn ist ein wütig Ding, und Grimm ist ungestüm; aber wer kann vor dem Neid bestehen?

Während Jakob nun unter diesem inneren Druck stand, sprach Gott zu ihm: „Kehre zurück in das Land deiner Väter und zu deiner Verwandtschaft, und Ich will mit dir sein!“ Es mag uns wundern, daß Jakob bisher nicht eifrig darauf bedacht war, nach Hause zurückzukehren. Doch die gespannten Verhältnisse in der Heimat, besonders im Blick auf Esau, ließen sein Herz vor den kommenden Auseinandersetzungen erzittern. Wir erleben es immer wieder: Gott hat oft sonderbare Wege, um die Seinen dahin zu bringen, wo Er sie haben will. (Lies Röm. 11,33-36: [Ps. 40,5; Luth. V. 6; 77,13.14.19. Luth. V. 14.15.20.])

Römer 11,33-36 -- 33, O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind sein Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 Denn wer hat des HERRN Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? 35 Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, daß ihm werde wiedervergolten? 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. / Psalm 40,6 -- HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkündigen und davon sagen; aber sie sind nicht zu zählen. / Psalm 77,14.15.20 -- 14 Gott, dein Weg ist heilig. Wo ist so ein mächtiger Gott, als du, Gott, bist? 15 Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht bewiesen unter den Völkern. ... 20 Dein Weg war im Meer und dein Pfad in großen Wassern, und man spürte doch deinen Fuß nicht.

Bei Jakob ist es der Neid und die üble Nachrede seiner Umgebung, die ihn darauf aufmerksam machen, daß seine Heimat ja nach Gottes Willen nicht in der reichen Siedlung des Laban war, sondern in dem Land, das Gott seinen Vätern zugesprochen hatte. So macht der Herr uns auch immer wieder deutlich, daß wir an den Platz gehören, wo Er uns haben will und daß Sein Wille und Seine Absicht wichtiger ist, als alle Quellen des Reichtums nach eigenem Ermessen und Belieben auszuschöpfen! Auch uns ruft der Herr zu: „Geht aus der Mitte der Weltkinder; sondert euch von ihnen ab und rührt Unreines nicht an, dann werde Ich euch aufnehmen!“ [Lies 2. Kor. 6,14-18; vgl. 4. Mose 16,25.26; Ps. 1,1-3.]

2. Korinther 6,14-18 -- 14 Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 15 Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? 16 Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: "Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein. 17 Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der HERR, und rührt kein Unreines an, so will ich euch annehmen 18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige HERR."/ 4. Mose 16,25.26 -- 25 Und Mose stand auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Ältesten Israels folgten ihm nach, 26 und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weichet von den Hütten dieser gottlosen Menschen und rührt nichts an, was ihr ist, daß ihr nicht vielleicht umkommt in irgend einer ihrer Sünden. / Psalm 1,1-3 -- 1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, 2 sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht! 3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl.

(Freitag, 21. November 1952)

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