BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 474 (Der HERR gebietet Isaak bei den Philistern zu wohnen. Dort lügt er über seine Frau)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
E. JAKOB, seine Verwandtschaft und seine zwölf Söhne (1. Mose 25,19 - 36,43)

5. Der HERR gebietet Isaak bei den Philistern zu wohnen. Dort lügt er über seine Frau (1. Mose 26,1-11)


1. MOSE 26,1-6

1 Es kam aber eine Teuerung ins Land nach der vorigen, so zu Abrahams Zeiten war. Und Isaak zog zu Abimelech, der Philister König, zu Gerar. 2 Da erschien ihm der HERR und sprach: Ziehe nicht hinab nach Ägypten, sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage. 3 Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben und will meinen Eid bestätigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe, 4 und will deinem Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem Samen alle diese Länder geben. Und durch deinen Samen sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, 5 darum daß Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und hat gehalten meine Rechte, meine Gebote, meine Weise und mein Gesetz. 6 Also wohnte Isaak zu Gerar.

MATTHÄUS 16,24-26

24 Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. 25 Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird's finden. 26 Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?

Aus dem Leben des Erzvaters Isaak sind uns viel weniger Ereignisse berichtet als aus der Geschichte Abrahams, Jakobs oder Josephs. Sein Leben war weniger Wechselfällen ausgesetzt und nahm einen einfachen und stillen Verlauf. Doch erfahren wir genug, um die Gewißheit zu haben, daß Isaak in den Fußtapfen seines Vaters gewandelt und daß er Glauben und Geduld bis ans Ende festgehalten habe! Aber auch ihm konnten die Proben des Glaubens nicht erspart bleiben, die bereits Abraham durchlebt hatte. (Lies Jak. 1,2-4.12; 1. Petr. 4,12.13.)

Jakobus 1,2-4.12 -- 2 Meine lieben Brüder, achtet es für eitel Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallet, 3 und wisset, daß euer Glaube, wenn er rechtschaffen ist, Geduld wirkt. 4 Die Geduld aber soll festbleiben bis ans Ende, auf daß ihr seid vollkommen und ganz und keinen Mangel habet. ... 12 Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott verheißen hat denen, die ihn liebhaben. / 1. Petrus 4,12.13 -- 12 Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden (die euch widerfährt, daß ihr versucht werdet), als widerführe euch etwas Seltsames; 13 sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget.

Wir lesen: „Es entstand eine Hungersnot im Lande außer der vorigen Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war.“ Welcherlei Verhältnisse und Umstände zu der erneuten Hungersnot geführt haben, das wird uns nicht erzählt. An sich war ja Kanaan das Land, in welchem Milch und Honig floß! Blieb der Regen aus, so fiel der Tau doch so reichlich, daß das Land genügend Fruchtbarkeit hatte. Allerdings forderte die Art des Landes von seinen Bewohnern Friedensliebe und gründliche Arbeit. Fehlte das eine oder das andere, dann kam der Hunger! - Gott aber hat auch da, wo Er uns unverständlich erscheint, Seine Hand im Werk. So wird zum Beispiel die Hungersnot im Lande Kanaan für Isaak zu einer neuen Gottesoffenbarung! Um sich und seine Herden vor der eintretenden Not zu retten, zog der Erzvater zunächst zu Abimelech, dem Philisterfürsten zu Gerar. Hier brauchte er ja nichts zu befürchten. Das Bundesverhältnis, das einst Abimelech mit Abraham geschlossen hatte, schützte ihn vor jeder Befehdung! Doch offenbar hatte .Isaak die Absicht, noch weiter hinab nach Ägypten zu ziehen. Der Herr aber erschien ihm und sprach: „Ziehe nicht hinab nach Ägypten, halte dich vielmehr auf in diesem Lande, so werde Ich mit dir sein und dich segnen!“ [Lies Ps. 37,18.19; 33,18.19; 146,1-7.]

Psalm 37,18.19 -- 18 Der HERR kennt die Tage der Frommen, und ihr Gut wird ewiglich bleiben. 19 Sie werden nicht zu Schanden in der bösen Zeit, und in der Teuerung werden sie genug haben. / Psalm 33,18.19 -- 18 Siehe, des HERRN Auge sieht auf die, so ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, 19 daß er ihre Seele errette vom Tode und ernähre sie in der Teuerung. / Psalm 146,1-7 -- 1 Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! 2 Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, solange ich hier bin. 3 Verlaßt euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. 4 Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschläge. 5 Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist; des Hoffnung auf den HERRN, seinem Gott, steht; 6 der Himmel, Erde, Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat; der Glauben hält ewiglich; 7 der Recht schafft denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speist. Der HERR löst die Gefangenen.

(Donnerstag, 7. August 1952)

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