BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 429 (Wie Abraham ein Erbbegräbnis in Kanaan kaufte, um seine Tote Frau zu begraben)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

48. Wie Abraham ein Erbbegräbnis in Kanaan kaufte, um seine Tote Frau zu begraben (1. Mose 23,3-20)


1. MOSE 23,1-3

1 Sara ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt 2 und starb in Kirjat-Arba, das Hebron heißt, im Lande Kanaan. Da kam Abraham, daß er sie beklagte und beweinte. 3 Darnach stand er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heth und sprach:

PSALM 46,1-5

1 Ein Lied der Kinder Korah, von der Jugend, vorzusingen. 2 Gott ist unsre Zuversicht und Stärke. Eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. 3 Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken, 4 wenngleich das Meer wütete und wallte und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. (Sela.) 5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.

Es gibt Klagen, die auf der Straße nicht zu hören sind; denn der wahre Schmerz vor Gottes Angesicht sucht nicht die Öffentlichkeit, sondern zieht sich zurück, um mit Gott allein zu sein. Die tiefste Lösung seines inneren Wehs und die wahren Tröstungen Gottes erlebt der Gläubige nur in der Stille vor Gott! Hier lernt er auch das Schwerste in einem Licht zu sehen, wie menschliche Trostworte es niemals beleuchten könnten. Ja, hier gewinnt die Seele ihr inneres Gleichgewicht wieder – die Neueinstellung zu den unabwendbaren Geschehnissen, die über sie gekommen sind, so daß sie mit Paulus zu sprechen vermag: „Denen, die Gott wirklich lieben, müssen alle Dinge zum Guten, zum Heil mitwirken!“ [Röm. 8,28; lies 2. Kor. 4,14-18.]

Römer 8,28 -- Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. / 2. Korinther 4,14-18 -- 14 und wissen, daß der, so den HERRN Jesus hat auferweckt, wird uns auch auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch. 15 Denn das geschieht alles um euretwillen, auf daß die überschwengliche Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise. 16 Darum werden wir nicht müde; sondern, ob unser äußerlicher Mensch verdirbt, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert. 17 Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen wichtige Herrlichkeit 18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Offenbar erst, nachdem Abraham von Gott getröstet war, erhob er sich weg von seiner Toten. Er überwand also seinen Schmerz und faßte sich männlich in der Kraft des Herrn. So muß der Mensch Gottes sich auch nach dem Schmerz wieder zu fassen wissen und einer übermäßigen Traurigkeit wehren! Es ist Unrecht und ein heimliches Widerstreben gegen Gott, wenn ein Gläubiger sich der Traurigkeit allzu sehr hingibt. – Würdevoll, ruhig, gemessen und umsichtig sehen wir den Erzvater hier das nächste Ziel ins Auge fassen. Fruchtbare und Gott ehrende Trauer bestätigen wir ja nicht dadurch, daß wir in der Trübsal hangen bleiben, sondern dadurch, daß wir wissen, daß Gott uns jetzt in die Arbeit eines neuen Tages und zum Dienst an den Überlebenden ruft. – Es handelt sich dann darum, Sara würdig zu bestatten. Das ist die Pflicht, zu welcher Abraham nun gerufen wird. Wir sehen hier, mit welcher Geschicklichkeit und feinen Klugheit Abraham alles Notwendige erledigt! [Lies Ps. 71,17-22; Ps. 119.50.52.76.77.]

Psalm 71,17-22 -- 17 Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und bis hierher verkündige ich deine Wunder. 18 Auch verlaß mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verkündige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen. 19 Gott, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du große Dinge tust. Gott, wer ist dir gleich? 20 Denn du lässest mich erfahren viele und große Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf. 21 Du machst mich sehr groß und tröstest mich wieder. 22 So danke ich auch dir mit Psalterspiel für deine Treue, mein Gott; ich lobsinge dir auf der Harfe, du Heiliger in Israel. / Psalm 119.50.52.76-77 -- 50 Das ist mein Trost in meinem Elend; denn dein Wort erquickt mich. ... 52 HERR, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so werde ich getröstet. ... 76 Deine Gnade müsse mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast. 77 Laß mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe; denn ich habe Lust zu deinem Gesetz

(Dienstag, 20. November 1951)

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