BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 415 (Abraham geht mit seinem Sohn Isaak zur Stätte, wo er ihn opfern soll)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

43. Abraham geht mit seinem Sohn Isaak zur Stätte, wo er ihn opfern soll (1. Mose 22,3-8)


1. MOSE 22,3

3 Da stand Abraham des Morgens früh auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging an den Ort, davon ihm Gott gesagt hatte.

1. SAMUEL 15,22-23

22 Samuel aber sprach: Meinst du, daß der HERR Lust habe am Opfer und Brandopfer gleich wie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser denn Opfer, und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern; 23 denn Ungehorsam ist eine Zaubereisünde, und Widerstreben ist Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, daß du nicht König seist.

JEREMIA 7,2-.23

22 Denn ich habe euren Vätern des Tages, da ich sie aus Ägyptenland führte, weder gesagt noch geboten von Brandopfer und anderen Opfern; 23 sondern dies gebot ich ihnen und sprach: Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt auf allen Wegen, die ich euch gebiete, auf daß es euch wohl gehe.

„Nun stand Abraham am Morgen früh auf. Er sattelte seinen Esel und nahm zwei von seinen Knechten mit, sowie Isaak, seinen Sohn!“ Der Patriarch zögerte als nicht, er gehorchte pünktlich! Hier sehen wir, was für ein lebendig geschäftig, tätig Ding es um den lebendigen Glauben ist. Ohne Zögern oder Zaudern handelt Abraham! Ja, der wirkliche Glaubensgehorsam bleibt niemals stehen, um die Verhältnisse und Umstände lange zu betrachten oder die Folgen zu berechnen. Er schaut einzig und allein auf Gott und handelt! – Ohne sich mit Fleisch und Blut zu besprechen – ohne mit Sara darüber zu beraten, stand Abraham in der Frühe auf und traf alle Vorbereitungen! Sobald wir uns mit „Fleisch und Blut“ beraten, wird unser Gehorsam geschwächt. Paulus schreibt: „Brüder, ich versichere euch: Fleisch und Blut können Gottes Königreich nicht ererben; auch kann das Vergängliche niemals Unvergänglichkeit anziehen!“ [1. Kor. 15,50; vgl. Gal. 1,15-17.]

1. Korinther 15,50 -- Das sage ich aber, liebe Brüder, daß Fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das Unverwesliche. / Galater 1,15-17 -- 15 Da es aber Gott wohl gefiel, der mich von meiner Mutter Leibe an hat ausgesondert und berufen durch seine Gnade, 16 daß er seinen Sohn offenbarte in mir, daß ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden: alsobald fuhr ich zu und besprach mich nicht darüber mit Fleisch und Blut, 17 kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus.

Wir können Abraham wohl entschuldigen, wenn er bei diesem so namenlos schweren Auftrag gezögert, wenn er ihn aufgeschoben, hinausgeschoben hätte. Das war aber nicht die Art dieses Vaters und Vorbild aller Gläubigen. Er hatte es sich längst angewöhnt, augenblicklich zu gehorchen, wenn ein göttliches Gebot an ihn erging! Dies ist auch eine der unschätzbarsten Errungenschaften für jeden Menschen, der nach weihe und Heiligung vor Gott strebt: „Ich habe geeilt und nicht gesäumt, Deine Gebote zu erfüllen!“ Die Schrift sagt: „Rühme dich nicht des morgigen Tages, denn du weißt nicht, was ein Tag gebiert!“ [Lies Luk. 9,59-62; Jak. 4,13-17; vgl. 1. Mose 17,23.]

Lukas 9,59-62 -- 59 Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: HERR, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. 60 Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben; gehe du aber hin und verkündige das Reich Gottes! 61 Und ein anderer sprach: HERR, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, daß ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause sind. 62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes. / Jakobus 4,13-17 -- 13 Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir gehen in die oder die Stadt und wollen ein Jahr da liegen und Handel treiben und gewinnen; 14 die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist's, der eine kleine Zeit währt, danach aber verschwindet er. 15 Dafür ihr sagen solltet: So der HERR will und wir leben, wollen wir dies und das tun. 16 Nun aber rühmet ihr euch in eurem Hochmut. Aller solcher Ruhm ist böse. 17 Denn wer da weiß Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde. / 1. Mose 17,23 -- Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim geboren, und alle, die erkauft, und alles, was männlich war in seinem Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch ebendesselben Tages, wie ihm Gott gesagt hatte.

Lieber Bruder, liebe Schwester, übst du es wirklich schon dauernd, dem Herrn ganz, gern und gleich zu gehorchen? [Lies Phil. 2,12-16a; Ps. 119,45-48.]

Philipper 2,12-16 -- 12 Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht allein in meiner Gegenwart sondern auch nun viel mehr in meiner Abwesenheit, schaffet, daß ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern. 13 Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. 14 Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, 15 auf daß ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt, 16 damit daß ihr haltet an dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich gearbeitet habe. / Psalm 119,45-48 -- 45 Und ich wandle fröhlich; denn ich suche deine Befehle. 46 Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht 47 und habe Lust an deinen Geboten, und sie sind mir lieb, 48 und hebe meine Hände auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.

(Dienstag, 6. November 1951)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 17.04.2014 14:13 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)