BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 403 (Rivalität zwischen Isaak und dem Sohn der Magd Hagar. Sara fordert deren Vertreibung)
Diese BLZ Andacht: -- Im Original -- ERWEITERT

Vorige Andacht -- Nächste Andacht

DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

39. Rivalität zwischen Isaak und dem Sohn der Magd Hagar. Sara fordert deren Vertreibung (1. Mose 21,8-12)


1. MOSE 21,10-12

10 und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak. 11 Das Wort gefiel Abraham sehr übel um seines Sohnes willen. 12 Aber Gott sprach zu ihm: Laß dir's nicht übel gefallen des Knaben und der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche; denn in Isaak soll dir der Same genannt werden.

SPRÜCHE 3,5.6

5 Verlaß dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand; 6 sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.

Sara forderte nun einfach von Abraham: „Treibe dies Magd und ihren Sohn hinaus!“ – Diese Forderung schien hart zu sein, doch sie war die einzig richtige Folgerung, die aus dem Verhalten Ismaels und aus den bisher bestehenden Verhältnissen gezogen werden konnte. Das rechtliche Band Ismaels zum Hause Abrahams mußte gelöst werden, damit ein freundschaftliches Verhältnis zu Ismael für die Zukunft gesichert werden könnte. – Es gibt nicht selten Bindungen im Leben, die unbedingt mit einer Katastrophe enden müssen, wenn nicht ein rechtzeitiger Bruch vollzogen wird! Ismaels Einfluß auf Isaak und auf die Zukunft der Familie Abrahams mußte nun völlig aufgehoben werden! Diese Forderung Saras gefiel Abraham allerdings sehr übel. Er hatte Ismael lieb, er war doch auch sein Sohn! Doch Abraham befragte hier nicht sein natürliches Herz, sondern wußte, daß er einfach dem Herrn gehorchen mußte, so schwer es ihm auch fiel. [Lies 1. Sam. 15,10.11.22.23; Spr. 21,3.]

1. Samuel 15,10-11.22-23 -- 10 Da geschah des HERRN Wort zu Samuel und sprach: 11 Es reut mich, daß ich Saul zum König gemacht habe; denn er hat sich hinter mir abgewandt und meine Worte nicht erfüllt. Darob ward Samuel zornig und schrie zu dem HERRN die ganze Nacht. ... 22 Samuel aber sprach: Meinst du, daß der HERR Lust habe am Opfer und Brandopfer gleich wie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser denn Opfer, und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern; 23 denn Ungehorsam ist eine Zaubereisünde, und Widerstreben ist Abgötterei und Götzendienst. Weil du nun des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, daß du nicht König seist. / Sprüche 21,3 -- Wohl und recht tun ist dem HERRN lieber denn Opfer.

Im Blick auf Gottes Zukunftspläne mit Isaak war diese Forderung Saras gerecht. „Und Gott sprach zu Abraham: Höre auf das, was Sara fordert.“ Ja, wenn Gott dies haben wollte, dann war es unbedingt das Richtige. Einstmals hatte Abraham auf Sara gehört, gegen Gottes Willen und Gebot [1. Mose 16,2.], jetzt sollte er es mit Gottes Willen tun, was Sara forderte. Wäre Abraham damals vor etwa 17 Jahren auf Saras Vorschlag nicht eingegangen – hätte er den Herrn gefragt und Ihm allein vertraut, – so wäre ihm viel Schmerzliches und auch der jetzige schwere Entschluß erspart geblieben! [Lies 2. Sam. 5,17-25; vgl. Richt. 20,18.27.28; siehe auch 1. Chron. 10,13.14!]

1. Mose 16,2 -- Und sie sprach zu Abram: Siehe, der HERR hat mich verschlossen, daß ich nicht gebären kann. Gehe doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht aus ihr mich aufbauen möge. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. / 2. Samuel 5,17-25 -- 17 Und da die Philister hörten, daß man David zum König über Israel gesalbt hatte, zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David erfuhr, zog er hinab in eine Burg. 18 Aber die Philister kamen und ließen sich nieder im Grunde Rephaim. 19 Und David fragte den HERRN und sprach: Soll ich hinaufziehen wider die Philister? und willst du sie in meine Hand geben? Der HERR sprach zu David: Zieh hinauf! ich will die Philister in deine Hände geben. 20 Und David kam gen Baal-Perazim und schlug sie daselbst und sprach: Der HERR hat meine Feinde vor mir voneinander gerissen, wie die Wasser reißen. Daher hieß man den Ort Baal-Perazim. 21 Und sie ließen ihre Götzen daselbst; David aber und seine Männer hoben sie auf. 22 Die Philister aber zogen abermals herauf und ließen sich nieder im Grunde Rephaim. 23 Und David fragte den HERRN; der sprach: Du sollst nicht hinaufziehen, sondern komm von hinten zu ihnen, daß du an sie kommst gegenüber den Maulbeerbäumen. 24 Und wenn du hörst das Rauschen auf den Wipfeln der Maulbeerbäume einhergehen, so eile; denn der HERR ist dann ausgegangen vor dir her, zu schlagen das Heer der Philister. 25 David tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und schlug die Philister von Geba an, bis man kommt gen Geser. / Richter 20,18.27-28 --18 Die machten sich auf und zogen hinauf gen Beth-el und fragten Gott und sprachen: Wer soll vor uns hinaufziehen, den Streit anzufangen mit den Kindern Benjamin? Der HERR sprach: Juda soll anfangen. ... 27 Und die Kinder Israel fragten den HERRN (es war aber daselbst die Lade des Bundes Gottes zu der Zeit, 28 und Pinehas, der Sohn Eleasars, Aarons Sohns, stand vor ihm zu der Zeit) und sprachen: Sollen wir weiter ausziehen, zu streiten mit den Kindern Benjamin, unsern Brüdern, oder sollen wir ablassen? Der HERR sprach: Zieht hinauf; morgen will ich sie in eure Hände geben. / 1. Chronik 10,13-14 -- 13 Also starb Saul an seiner Missetat, die er wider den HERRN getan hatte an dem Wort des HERRN, das er nicht hielt; auch daß er die Wahrsagerin fragte 14 und fragte den HERRN nicht, darum tötete er ihn und wandte das Reich zu David, dem Sohn Isais.

O wieviel Schwierigkeiten und Herzeleid – wieviel Aufenthalt und Hindernisse für ihr inneres Leben könnten Kinder Gottes sich ersparen, wenn sie es von vornherein geübt hätten, in großen und kleinen Dingen sich unbedingt nach den Forderungen der Bibel zu richten, und es als das Wichtigste anzusehen, daß täglich das Wohlgefallen Gottes auf ihrem Denken, Tun und Lassen ruhe!

(Mittwoch, 18. Juli 1951)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 16.04.2014 22:06 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)