BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 368 (Lot beherbergt zwei Engel in Sodom, und die Sodomiter wollen sie missbrauchen)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

27. Lot beherbergt zwei Engel in Sodom, und die Sodomiter wollen sie missbrauchen (1. Mose 19,1-5)


1. MOSE 19,1-3

1 Die zwei Engel kamen gen Sodom des Abends; Lot aber saß zu Sodom unter dem Tor. Und da er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und bückte sich mit seinem Angesicht zur Erde 2 und sprach: Siehe, liebe Herren, kehrt doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibt über Nacht; laßt eure Füße waschen, so steht ihr morgens früh auf und zieht eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen über Nacht auf der Gasse bleiben. 3 Da nötigte er sie sehr; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesäuerte Kuchen; und sie aßen.

1. TIMOTHEUS 3,1-5

1 Das ist gewißlich wahr: So jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt ein köstlich Werk. 2 Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrhaft, 3 nicht ein Weinsäufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht zänkisch, nicht geizig, 4 der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit, 5 (so aber jemand seinem eigenen Hause nicht weiß vorzustehen, wie wird er die Gemeinde Gottes versorgen?);

TITUS 1,5-9

5 Derhalben ließ ich dich in Kreta, daß du solltest vollends ausrichten, was ich gelassen habe, und besetzen die Städte hin und her mit Ältesten, wie ich dir befohlen haben; 6 wo einer ist untadelig, eines Weibes Mann, der gläubige Kinder habe, nicht berüchtigt, daß sie Schwelger und ungehorsam sind. 7 Denn ein Bischof soll untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Weinsäufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben; 8 sondern gastfrei, gütig, züchtig, gerecht, heilig, keusch, 9 und haltend ob dem Wort, das gewiß ist, und lehrhaft, auf daß er mächtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersprecher.

Daß in Lot noch etwas vom Geiste Abrahams lebte, zeigt die gastfreundliche Aufnahme, die er den beiden Gottesknechten anbot, obwohl sie Fremdlinge waren. Es wird uns hier erzählt, als er die Engel sah, die er nur für schlichte Wanderer hielt, gleich aufstand und ihnen mit Liebe und Achtung entgegenging. Er begrüßte sie freundlich, indem er sich bis zum Boden vor ihnen niederbückte und sie herzlich einlud, bei ihm einzukehren. Niemand sonst begrüßte sie – keiner von den Sodomitern lud sie zum übernachten. Lot war hier der einzige, der die sonst im Morgenland so bereitwillig erwiesene Gastfreundschaft ihnen gegenüber erzeigte. [Lies 3. Joh. 1-8.]

3. Johannes 1-8 -- 1 Der Älteste: Gajus, dem Lieben, den ich liebhabe in der Wahrheit. 2 Mein Lieber, ich wünsche in allen Stücken, daß dir's wohl gehe und du gesund seist, wie es denn deiner Seele wohl geht. 3 Ich bin aber sehr erfreut worden, da die Brüder kamen und zeugten von deiner Wahrheit, wie denn du wandelst in der Wahrheit. 4 Ich habe keine größere Freude denn die, daß ich höre, wie meine Kinder in der Wahrheit wandeln. 5 Mein Lieber, du tust treulich, was du tust an den Brüdern und Gästen, 6 die von deiner Liebe gezeugt haben vor der Gemeinde; und du wirst wohl tun, wenn du sie abfertigst würdig vor Gott. 7 Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen und nehmen von den Heiden nichts. 8 So sollen wir nun solche aufnehmen, auf daß wir der Wahrheit Gehilfen werden.

Auffallenderweise wollten die Engel zunächst nicht bei Lot einkehren. Sie sprachen: „Nein, sondern wir wollen auf der Straße übernachten!“ Erst als Lot sie nötigte und dadurch bewies, daß es ihm wirklich ernst war mit seiner Einladung, durfte er ohne sein Wissen zur seiner Rettung Engel beherbergen! Annahme der Gastfreundschaft ist immer bedeutungsvoll. Es liegt darin, wenn richtig betrachtet, wirkliche Gemeinschaft des Gastes mit dem Gastgeber. So hören wir in Offb. 3,20 unseren großen Herrn sagen: „Seht, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand Meine Stimme hört und Mir die Tür auftut, zu dem werde Ich eingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit Mir!“ Ähnlich sprach auch die Purpurkrämerin Lydia in Thyatira zu den Aposteln: „Wenn ihr glaubt, daß ich dem Herrn treu sei, so kehrt in mein Haus ein und bleibet!“ Ja, die Schrift spricht zu uns von der Ausübung der Gastfreundschaft. Es wird von uns erwartet, auch wenn es uns etwas Mühe kostet, doch gerne durchreisende Gäste aufzunehmen! [Lies Röm. 12,8-13; Hebr. 13,1.2; vgl. 2. Kön. 4,8-11.]

Römer 12,8-13 -- 8 Ermahnt jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfältig. Regiert jemand, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's mit Lust. 9 Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. 10 Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. 11 Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brünstig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. 12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. 13 Nehmet euch der Notdurft der Heiligen an. Herberget gern. / Hebräer 13,1.2 -- 1 Bleibet fest in der brüderlichen Liebe. 2 Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt. / 2. Könige 4,8-11 -- 8 Und es begab sich zu der Zeit, daß Elisa ging gen Sunem. Daselbst war eine reiche Frau; die hielt ihn, daß er bei ihr aß. Und so oft er daselbst durchzog, kehrte er zu ihr ein und aß bei ihr. 9 Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe, ich merke, daß dieser Mann Gottes heilig ist, der immerdar hier durchgeht. 10 Laß uns ihm eine kleine bretterne Kammer oben machen und ein Bett, Tisch, Stuhl und Leuchter hineinsetzen, auf daß er, wenn er zu uns kommt, dahin sich tue. 11 Und es begab sich zu der Zeit, daß er hineinkam und legte sich oben in die Kammer und schlief darin

(Dienstag, 3. April 1951)

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