BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 336 (Auf der Flucht spricht der Engel des HERRN mit Hagar, die Abram später seinen Sohn Ismael gebiert)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

18. Auf der Flucht spricht der Engel des HERRN mit Hagar, die Abram später seinen Sohn Ismael gebiert (1. Mose 16,7-16)


1. MOSE 16,13.14

13 Und sie hieß den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du Gott siehst mich. Denn sie sprach: Gewiß habe ich hier gesehen den, der mich hernach angesehen hat. 14 Darum hieß man den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich ansieht; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared.

HIOB 34,21-28

21 Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gänge. 22 Es ist keine Finsternis noch Dunkel, daß sich da möchten verbergen die Übeltäter. 23 Denn er darf auf den Menschen nicht erst lange achten, daß er vor Gott ins Gericht komme. 24 Er bringt die Stolzen um, ohne erst zu forschen, und stellt andere an ihre Statt: 25 darum daß er kennt ihre Werke und kehrt sie um des Nachts, daß sie zerschlagen werden. 26 Er straft sie ab wie die Gottlosen an einem Ort, da man es sieht 27 darum daß sie von ihm weggewichen sind und verstanden seiner Wege keinen, 28 daß das Schreien der Armen mußte vor ihn kommen und er das Schreien der Elenden hörte.

Als Hagar die Worte des Engels vernahm, empfing sie einen tiefen Eindruck von der Allgegenwart und Liebe des allmächtigen Gottes und rief aus: „Du, o Gott, siehest mich - Du bist ein Gott, der Sich schauen läßt!“ War es nicht überwältigend: In dieser einsamen Wüste, wo kein menschliches Auge sie sah, waren Gottes heilige, barmherzige Augen auf sie gerichtet, und Er sandte diesen himmlischen Boten, um sie, die Verirrte, zurechtzuweisen und zu trösten. Wahrlich, Hagar mußte sich entdeckt fühlen als eine, die davongelaufen war und sich der Schule und Erziehung Gottes hatte entziehen wollen. Nun aber merkte sie, daß Gott ein Gott der Heiligkeit und der Liebe ist - daß Er sie findet und ihr Herz und Leben erneuern will. Wie nie zuvor mußte sie in ihrem Herzen und Gewissen die Allwissenheit - die allsehenden Augen des heiligen Gottes merken. Vor Ihm können wir nichts verbergen - vor allem nicht unsere Schuld und Sünde! Im Propheten Jeremia spricht der Herr: „Bin Ich ein Gott aus der Nähe und nicht auch ein Gott aus der Ferne? Oder kann sich jemand in einem Schlupfwinkel verstecken und Ich sähe ihn nicht?“ ([Jer. 23,23.24.] vgl. Amos 4,12.13; 9,2-4.)

Amos 4,12.13-- 12 Darum will ich dir weiter also tun, Israel. Weil ich denn dir also tun will, so schicke dich, Israel, und begegne deinem Gott .13 Denn siehe, er ist's, der die Berge macht, den Wind schafft und zeigt dem Menschen, was er im Sinn hat. Er macht die Morgenröte und die Finsternis; er tritt einher auf den Höhen der Erde, er heißt HERR, Gott Zebaoth. / Amos 9,2-4 -- 2 Und wenn sie sich gleich in die Hölle vergrüben, soll sie doch meine Hand von dort holen; und wenn sie gen Himmel führen, will ich sie doch herunterstoßen; 3 und wenn sie sich gleich versteckten oben auf dem Berge Karmel, will ich sie doch daselbst suchen und herabholen; und wenn sie sich vor meinen Augen verbürgen im Grunde des Meeres, so will ich doch den Schlangen befehlen, die sie daselbst stechen sollen; 4 und wenn sie vor ihren Feinde hin gefangen gingen, so will ich doch dem Schwert befehlen, daß es sie daselbst erwürgen soll. Denn ich will meine Augen über sie halten zum Unglück und nicht zum Guten.

Wenn du dich zu einer Sünde versucht fühlst und Satan dir zuflüstert: „Es sieht's niemand!“, so denke an die Augen des Allerhöchsten, der vom Himmel herniederblickt auf alle Menschenkinder - denke an den Allmächtigen, der die verborgensten Gedanken und Überlegungen deines Herzens kennt! [Lies Dan. 2,22.]

Daniel 2,22-- er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis liegt, denn bei ihm ist eitel Licht.

Ist es nicht erfreulich, daß die Erinnerung an Hagars Erlebnis hier beim Brunnen „Beer-Lachai-Roi“ fortlebte in der Familie Abrahams? Wir werden finden, daß der gottesfürchtige Isaak oft hierher ging, um in der Stille vor Gott zu beten und zu sinnen - göttliche Offenbarungen entgegenzunehmen! [Lies 1. M. 24,61-67; 25,11.]

1. Mose 24,61-67-- 61 Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen, und setzten sich auf die Kamele und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebekka und zog hin. 62 Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen und Sehenden (denn er wohnte im Lande gegen Mittag) 63 und war ausgegangen, zu beten auf dem Felde um den Abend, und hob seine Augen auf und sah, daß Kamele daherkamen. 64 Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah Isaak; da stieg sie eilend vom Kamel 65 und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Mantel und verhüllte sich. 66 Und der Knecht erzählte Isaak alle Sachen, die er ausgerichtet hatte. 67 Da führte sie Isaak in die Hütte seiner Mutter Sara und nahm die Rebekka und sie war sein Weib, und er gewann sie lieb. Also ward Isaak getröstet über seine Mutter. / 1. Mose 25,11 -- Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er wohnte bei dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden.

(Donnerstag, 19. Oktober 1950)

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