BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 332 (Auf der Flucht spricht der Engel des HERRN mit Hagar, die Abram später seinen Sohn Ismael gebiert)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

18. Auf der Flucht spricht der Engel des HERRN mit Hagar, die Abram später seinen Sohn Ismael gebiert (1. Mose 16,7-16)


1. MOSE 16,7-16

7 Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wüste, nämlich bei dem Brunnen am Wege gen Sur. 8 Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen. 9 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Frau, und demütige dich unter ihre Hand. 10 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also mehren, daß er vor großer Menge nicht soll gezählt werden. 11 Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebären, des namen sollst du Ismael heißen, darum daß der HERR dein Elend erhört hat. 12 Er wird ein wilder Mensch sein: seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und wird gegen alle seine Brüder wohnen. 13 Und sie hieß den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du Gott siehst mich. Denn sie sprach: Gewiß habe ich hier gesehen den, der mich hernach angesehen hat. 14 Darum hieß man den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich ansieht; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared. 15 Und Hagar gebar einen Sohn; und Abram hieß den Sohn, den ihm Hagar gebar, Ismael. 16 Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, da ihm Hagar den Ismael gebar.

Hagar hatte sich auf den zu allen Zeiten gangbarsten Wüstenweg nach Aegypten begeben, nach ihrer alten Heimat (vgl. Vers 1).

1. Mose 16,1-- Sarai, Abrams Weib, gebar ihm kein Kind. Sie hatte eine ägyptische Magd, die hieß Hagar

Trotzig war sie durch den heißen Wüstensand gewandert. Lieber da draußen verschmachten; als den harten Nacken beugen! An der bekannten Wasserquelle, die die ödeste Strecke dieses Weges unterbricht, fand sie einen Ruheplatz. Da sitzt sie nun - müde, staubig und abgehetzt, das Haupt unmutig. in die Hand gestützt. Sie fühlt sich elend an Seele und Leib. Die Not hat ihr hartes Herz doch etwas erweicht. Da tritt ihr der Engel des Herrn nahe. Es ist der Engel des Herrn und doch ist es der Herr Selbst, der nun mit Hagar redet. Er spricht zu ihr: „Hagar, Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin?“ (Lies Jer. 2,17-19.)

Jeremia 2,17-19 -- 17 Solches machst du dir selbst, weil du den HERRN, deinen Gott, verläßt, so oft er dich den rechten Weg leiten will. 18 Was hilft's dir, daß du nach Ägypten ziehst und willst vom Wasser Sihor trinken? Und was hilft's dir, daß du nach Assyrien ziehst und willst vom Wasser des Euphrat trinken? 19 Es ist deiner Bosheit Schuld, daß du so gestäupt wirst, und deines Ungehorsams, daß du so gestraft wirst. Also mußt du innewerden und erfahren, was es für Jammer und Herzeleid bringt, den HERRN, deinen Gott, verlassen und ihn nicht fürchten, spricht der Herr, HERR Zebaoth.

Er wußte genau, wer sie war und auf was für einem Wege sie sich befand - wie es in ihrem Innersten aussah! O, wie manches Herz mag heute unter unseren Lesern sein, das vor Demütigungen geflohen, - dem Herrn einfach aus der Schule gelaufen ist, und das der Herr stille stellt mit der Frage: „Wo kommst du her? was für eine Vergangenheit liegt hinter dir, was für eine leichtfertige Jugend, was für ein gottentfremdetes Leben voll Selbstsucht und Sünde hast du geführt? Wie schlecht hast du bisher deine Pflicht als Vater oder Mutter, als Sohn oder Tochter, als Schwester oder Bruder erfüllt! - Und nun: „Wo willst du hin?“ Willst du ins Elend? Willst du in eine Ewigkeit voll Nacht und Grauen? Willst du dahin, wo der Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt?“ [Lies Off. 20,11-15; 21,1-5.]

Offenbarung 20,11-15 -- 11 Und ich sah einen großen, weißen Stuhl und den, der daraufsaß; vor des Angesicht floh die Erde und der Himmel und ihnen ward keine Stätte gefunden. 12 Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und die Hölle gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken. 14 Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. das ist der andere Tod. 15 Und so jemand nicht ward gefunden geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl. / Offenbarung 21,1-5 -- 1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. 3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. 5 Und der auf dem Stuhl saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß!

Das sind die ernstesten Lebensfragen - Ewigkeitsfragen, die jedem einzelnen Menschen gelten, und über welche man sich rechtzeitig entscheiden muß!

(Sonntag, 15. Oktober 1950)

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