BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose -- 306 (Lot wird nach einem verlorenen Krieg verschleppt und seine Habe erbeutet)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
D. ABRAHAM, seine Verwandtschaft und seine acht Söhne (1. Mose 11,10 - 25,18)

11. Lot wird nach einem verlorenen Krieg verschleppt und seine Habe erbeutet (1. Mose 14,1-12)


1. MOSE 14,10-12

10 Das Tal Siddim aber hatte viel Erdharzgruben; und die Könige von Sodom und Gomorra wurden in die Flucht geschlagen und fielen da hinein, und was übrig blieb, floh auf das Gebirge. 11 Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorra und alle Speise und zogen davon. 12 Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Bruderssohn, und seine Habe, denn er wohnte zu Sodom, und zogen davon.

Ganz gegen ihre Erwartung suchen nun die völlig geschlagenen Heere der Südstaaten sich durch die Flucht in die Schluchten des Moabitergebirges zu retten. Nun fielen sie selbst in jene Pech- und Asphaltgruben, die sie ihren Widersachern gegönnt hätten, und kamen um. Sie hatten ja mit Absicht dieses für jeden Landesunkundigen so gefährliche Kampfgebiet gewählt, um ihren starken Gegnern Unglück zu bereiten. Nach der unerwarteten schweren Niederlage geschah die Flucht dieser Südheere in größter Ueberstürzung, so daß ihnen selbst jetzt das gewählte Kampffeld zum schwersten Verhängnis wurde. – Die siegreichen Ostheere fielen also über die fünf besiegten schutzlosen Städte her, in erster Linie über Sodom und Gomorra. Sie raubten alles, was sie fanden, und führten die zahlreichen Einwohner, die nicht entrinnen konnten, als Gefangene mit sich fort. Unter diesen Weggeschleppten war auch Lot und seine Familie. (Lies Jer. 2,17.)

Jeremia 2,17 -- Solches machst du dir selbst, weil du den HERRN, deinen Gott, verläßt, so oft er dich den rechten Weg leiten will.

Zu welch schwerem Fluch und Strafgericht wurde ihm doch jetzt seine damalige Wahl, die ihm zu jener Zeit so wunderbar günstig erschien. Er glaubte sich damals die Vorteile der Welt sichern zu müssen; um für immer seine Zukunft zu befestigen; die Welt aber zog ihn damit in die größte Not und in das göttliche Strafgericht hinein, in das sie selbst geriet. Innerlich war Lot ja schon längst nicht mehr frei. Ja, von vornherein war sein Glaubensleben kein selbständiges, starkes und tiefes. Die schwüle, sündige und verkommene Art Sodoms hatte nur zu ansteckend auf ihn gewirkt, und wir merken, wie er immer völliger in sodomitische Sünden verstrickt wurde. Wer sich in seinen Wegen, in seinem Denken und Tun der Welt nähert und anpaßt, der wird seßhaft dort und büßt alle göttlichen Lebenskräfte ein. [Lies 2. Tim. 4,10; 2. Petr. 2,15; vgl. 4. Mos. 22,22-33.]

2. Timotheus 4,10 -- Denn Demas hat mich verlassen und hat diese Welt liebgewonnen und ist gen Thessalonich gezogen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. / 2. Petrus 2,15 -- Sie haben verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege Bileams, des Sohnes Beors, welcher liebte den Lohn der Ungerechtigkeit. / 4. Mose 22,22-33 -- 22 Aber der Zorn Gottes ergrimmte, daß er hinzog. Und der Engel des HERRN trat ihm in den Weg, daß er ihm widerstünde. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zwei Knechte waren mit ihm. 23 Und die Eselin sah den Engel des HERRN im Wege stehen und ein bloßes Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, daß sie in den Weg sollte gehen. 24 Da trat der Engel des HERRN in den Pfad bei den Weinbergen, da auf beiden Seiten Wände waren. 25 Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, drängte sie sich an die Wand und klemmte Bileam den Fuß an der Wand; und er schlug sie noch mehr. 26 Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an einen engen Ort, da kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken. 27 Und da die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie auf ihre Knie unter Bileam. Da ergrimmte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stabe. 28 Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was habe ich dir getan, daß du mich geschlagen hast nun dreimal? 29 Bileam sprach zur Eselin: Daß du mich höhnest! ach, daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich erwürgen! 30 Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf du geritten bist zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein. 31 Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, daß er den Engel des HERRN sah im Wege stehen und ein bloßes Schwert in seiner Hand, und er neigte und bückte sich mit seinem Angesicht. 32 Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, daß ich dir widerstehe; denn dein Weg ist vor mir verkehrt. 33 Und die Eselin hat mich gesehen und ist dreimal ausgewichen; sonst, wo sie nicht vor mir gewichen wäre, so wollte ich dich auch jetzt erwürgt und die Eselin lebendig erhalten haben.

(Mittwoch, 26. Juli 1950)

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