BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 197 (Die zehn Generationen von Adam bis Noah)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
B. ADAM und seine Nachkommen (1. Mose 2,4b - 5,32)

23. Die zehn Generationen von Adam bis Noah (1. Mose 5,1-32)


1. MOSE 5,21-24

21 Henoch war fünfundsechzig Jahre alt und zeugte Methusalah. 22 Und nachdem er Methusalah gezeugt hatte, blieb er in einem göttlichen Leben dreihundert Jahre und zeugte Söhne und Töchter; 23 daß sein ganzes Alter ward dreihundertfünfundsechzig Jahre. 24 Und dieweil er ein göttliches Leben führte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.

PSALM 16,5-8

5 Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erhältst mein Erbteil. 6 Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schön Erbteil geworden. 7 Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch züchtigen mich meine Nieren des Nachts. 8 Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben.

In Henochs Leben hatte es eine große Wendung gegeben, wie sie seit Adams Fall jeder Mensch erleben muß, wenn er den Weg zu Gott zurückfinden und für Gottes Herrlichkeit rechtzeitig passend werden will. Es heißt hier: „Nachdem Henoch Methusala gezeugt hatte, „wandelte er mit dem Herrn dreihundert Jahre seines Lebens!“ Das heilbringende Band zwischen seiner Seele und Gott wurde, wie wir hier sehen, in seinem 65. Lebensjahr geknüpft. Das war seine Bekehrung, seine Wiedergeburt. Von da ab lebte er noch dreihundert Jahre auf Erden; und von dieser langen, schönen Zeit seines Lebens heißt es: „Henoch wandelte mit dem Herrn!“ Er lebte also fortan in lebendiger, heiliger Gemeinschaft mit dem Allmächtigen und hielt Schritt mit Ihm. Es war ja damals eine schlimme und böse Zeit auf Erden, da die Sünde der Menschen in furchtbarer Weise zunahm und bis zum Himmel reichte! [Lies Esra 9,6.7; vgl. 1. Mose 6,5-7; Ps. 14,1-3.]

Esra 9,6.7 -- 6 und sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsre Missetat ist über unser Haupt gewachsen und unsre Schuld ist groß bis in den Himmel. 7 Von der Zeit unsrer Väter an sind wir in großer Schuld gewesen bis auf diesen Tag, und um unsrer Missetat willen sind wir und unsre Könige und Priester gegeben in die Hand der Könige in den Ländern, ins Schwert, ins Gefängnis in Raub und in Scham des Angesichts, wie es heutigestages geht. / 1. Mose 6,5-7 -- 5 Da aber der HERR sah, daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, 6 da reute es ihn, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, 7 und er sprach: Ich will die Menschen, die ich gemacht habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewürm und bis auf die Vögel unter dem Himmel; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe. / Psalm 14,1-3 -- 1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel mit ihrem Wesen; da ist keiner, der Gutes tue. 2 Der HERR schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, daß er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. 3 Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untüchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.

Wahrlich, Henoch bedurfte unendlich viel innerer Kraft, wenn er inmitten dieser steigenden Flut der Sünde in der Welt ein heiliges Leben vor Gott und für Gott führen wollte. [Lies Ps. 86,11-17.]

Psalm 86,11-17 -- 11 Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte. 12 Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich. 13 Denn deine Güte ist groß über mich; du hast meine Seele errettet aus der tiefen Hölle. 14 Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haufe der Gewalttätigen steht mir nach meiner Seele, und haben dich nicht vor Augen. (Sela.) 15 Du aber, HERR, Gott, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue. 16 Wende dich zu mir, sei mir gnädig; stärke deinen Knecht mit deiner Kraft und hilf dem Sohn deiner Magd! 17 Tu ein Zeichen an mir, daß mir's wohl gehe, daß es sehen, die mich hassen, und sich schämen müssen, daß du mir beistehst, HERR, und tröstest mich.

Ein Leben wahrer Weihe, treuen Gehorsams und großer Dankbarkeit dem heiligen Gott gegenüber, sehen wir bei ihm. Durch seinen nahen inneren Umgang mit seinem herrlichen Herrn im Himmel erschlossen sich ihm Werte, die durch keine Schätze der Welt aufgewogen werden konnten. Er fand keine Verheißung mehr für jene Helden- und Schwertritter, die sich aus dem Blute des Nächsten ihre Größe schufen. Er konnte auch durch kein Vertrauen mehr zu einem kulturellen Fortschritt gewinnen, von dem er voraussah, daß derselbe eines Tages unter seinen eigenen Trümmern alles begraben würde, was die Menschen jahrhundertelang in ihrem falschgerichteten Streben nach Weltbeherrschung aufgebaut hatten. [Lies 1. Mose 11,1-9.]

1. Mose 11,1-9 -- 1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache. 2 Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land im Lande Sinear, und wohnten daselbst. 3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, laß uns Ziegel streichen und brennen! und nahmen Ziegel zu Stein und Erdharz zu Kalk 4 und sprachen: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, daß wir uns einen Namen machen! denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder. 5 Da fuhr der HERR hernieder, daß er sähe die Stadt und den Turm, die die Menschenkinder bauten. 6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun. 7 Wohlauf, laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe! 8 Also zerstreute sie der HERR von dort alle Länder, daß sie mußten aufhören die Stadt zu bauen. 9 Daher heißt ihr Name Babel, daß der HERR daselbst verwirrt hatte aller Länder Sprache und sie zerstreut von dort in alle Länder.

O Herr, nimm Du mich so völlig beiseite, daß mein ganzes Herz und Leben auf Dich und den Himmel gerichtet sei!

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:47 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)