BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 1. Mose – 140 (Gott verurteilt Adam)
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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
B. ADAM und seine Nachkommen (1. Mose 2,4b - 5,32)

12. Gott der HERR verurteilt Adam (1. Mose 3,17-19)


1. MOSE 3,19

19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

PREDIGER 3,20

20 Es fährt alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht und wird wieder zu Staub.

PREDIGER 12,5-7

5 wenn man auch vor Höhen sich fürchtet und sich scheut auf dem Wege; wenn der Mandelbaum blüht, und die Heuschrecke beladen wird, und alle Lust vergeht (denn der Mensch fährt hin, da er ewig bleibt, und die Klageleute gehen umher auf der Gasse); 6 ehe denn der silberne Strick wegkomme, und die goldene Schale zerbreche, und der Eimer zerfalle an der Quelle, und das Rad zerbrochen werde am Born. 7 Denn der Staub muß wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.

PSALM 90,3

3 der du die Menschen lässest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!

Gott spricht: „Im Schweiße deines Angesichts, sollst du dein Brot essen!“ Und wie lange soll dies währen – etwa nur einige Jahrzehnte, solange man Gesundheit und Kraft hat? Nein, sagt Gott, sondern „bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen bist!“ Also, bis an sein Lebensende soll der Mensch sich mühen und plagen! [Lies Psalm 88,3-5.]

Psalm 88,4-6 -- 4 Denn meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe dem Tode. 5 Ich bin geachtet gleich denen, die in die Grube fahren; ich bin ein Mann, der keine Hilfe hat. 6 Ich liege unter den Toten verlassen wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand abgesondert sind.

Hört das, die ihr euch in den besten Jahren, in der besten Manneskraft vom Beruf zurückziehen und euch zur Ruhe setzen wollt. Sollen wir etwa gegen dieses Strafurteil Gottes murren? Wenn man auch wirklich die ganze gegenwärtige Ordnung umstürzen wollte – was gilt’s? Es wird dennoch bei diesem Urteil Gottes bleiben! Die Arbeit wird fordernd vor uns stehen und Dornen und Disteln werden stets von neuem fühlbar genug Schmerzen bereiten. Gott sagt: „Staub bist du und zu Staub wirst du zurückkehren!“ Das ist die letzte und schwerste Strafe, die Todesstrafe, die nicht nur den Menschen trifft, sondern sich auch über die gesamte Kreatur erstreckt. [Lies Röm. 5,12.15; Hiob 10,9; Psalm 22,15.]

Römer 5,12.15 -- 12 Derhalben, wie durch einen Menschen die Sünde ist gekommen in die Welt und der Tod durch die Sünde, und ist also der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle gesündigt haben; … 15 Aber nicht verhält sich's mit der Gabe wie mit der Sünde. Denn so an eines Sünde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus. / Hiob 10,9 -- 9 Gedenke doch, daß du mich aus Lehm gemacht hast; und wirst mich wieder zu Erde machen? / Psalm 22,16 -- 16 Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.

Das Leben der Menschheit ist also von jetzt ab durch die, wenn auch langsame, so doch sichere Ausreifung des Todeskeimes, den sie in sich trägt, ständig bedroht. Ihr Weg, der aufwärts führen sollte, geht nun erdwärts in die Nacht des Sterbens. Es ist und bleibt etwas Erschütterndes um die Furchtbarkeit und Entsetzlichkeit der von Gott verhängten Todesstrafe! Mit nur zu großem Recht ergreift die Menschen Angst und Schrecken davor.

König Ludwig XIV. von Frankreich (1643 – 1715) führte ein leichtfertiges, vergnügungssüchtiges Leben. Wenn er an ernste Zukunftsereignisse und vielleicht auch hie und da an Gottes Gericht erinnert wurde, so pflegte er oberflächlich zu sagen: „Erst nach uns kommt die Sintflut!“ („Après nous le deluge!“) – Seine Todesfurcht war so groß, daß er die Ansicht verbreitete: „Nicht alle Menschen werden sterben!“ Natürlich hoffte er bei den wenigen zu sein, die nicht zu sterben. [Lies Hebräer 2,14.15]

Hebräer 2,14.15 -- 14 Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, 15 und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mußten.

Wer aber wird tatsächlich unter den Wenigen sein, die nicht zu sterben brauchen? [Lies 1. Kor. 15,51-57; 1. Thess. 4,13-18.]

1. Korinther 15,51-57 -- 51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; 52 und dasselbe plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune schallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. 54 Wenn aber das Verwesliche wird anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: 55 "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?" Andere Überlieferung: "Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?" 56 Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. 57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern HERRN Jesus Christus! / 1. Thessalonicher 4,13-18 -- 13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. 14 Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind, durch Jesum mit ihm führen. 15 Denn das sagen wir euch als ein Wort des HERRN, daß wir, die wir leben und übrig bleiben auf die Zukunft des HERRN, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen. 16 denn er selbst, der HERR, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst. 17 Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem HERRN entgegen in der Luft, und werden also bei dem HERRN sein allezeit. 18 So tröstet euch nun mit diesen Worten untereinander.

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:28 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)