BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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DAS ERSTE BUCH MOSE (Genesis)
B. ADAM und seine Nachkommen (1. Mose 2,4b - 5,32)

6. Wie Gott der HERR dem Adam eine Gehilfin machte (1. Mose 2,18-25)


1. MOSE 2,20

20 Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen ward keine Gehilfin gefunden, die um ihn wäre.

1. JOHANNES 4,7-12

7 Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennt Gott. 8 Wer nicht liebhat, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. 9 Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. 10 Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. 11 Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben. 12 Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns.

Nachdem Adam nun die ganze Tierwelt vor Augen geführt worden war, und er all diesen Geschöpfen nach Gottes Willen Namen gegeben hatte, hören wir: „Für Adam selbst aber ward keine ebenbürtige Gehilfin gefunden, die um ihn hätte sein können - keine Gefährtin und Mitkämpferin fürs Leben - von demselben Odem beseelt, von der gleichen Liebe und dem gleichen Lebensbedürfnis erfüllt! So schön und interessant die unendlich vielen Tierarten auch waren und so großes Gefallen Adam auch an ihnen haben mochte, so konnte er doch mit keinem von ihnen sprechen; keines von ihnen konnte ihm irgendwie die Hilfe leisten, deren er bedurfte. So hocherheben ist der Mensch über das Tier! - Ein Ausleger ruft hier aus: „Wehe solchen Menschen, die die Armen darben lassen und ihre Lieblingstiere mästen!“ - Von solch viel zu großer Liebe und Beachtung der Tiere spricht auch der Hundefriedhof, den wir in Berlin vor Jahren einmal sahen. Damals kostete jedes Hundegrab 80 Mark und war meist mit einem schönen Grabstein bedeckt, auf welchem der Name des Hundes und seines Besitzers oder seiner Besitzerin zu lesen war - womöglich noch mit einem kurzen Nachruf! - Ja, wie schrecklich ist es doch, dass manche Leute ihrem Hund oder ihrer Katze so viel Liebe geben und es den Menschen ihrer nächsten Umgebung, ihrer Verwandtschaft oder Bekanntschaft gegenüber so schmählich an Interesse und praktischer Liebe fehlen lassen. (Lies Luk. 10,25-37.)

Lukas 10,25-37 -- 25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe? 26 Er aber sprach zu ihm: Wie steht im Gesetz geschrieben? Wie lieset du? 27 Er antwortete und sprach: "Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten als dich selbst." 28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben. 29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: "Wer ist denn mein Nächster?" 30 Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus und schlugen ihn und gingen davon und ließen ihn halbtot liegen. 31 Es begab sich aber ungefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. 32 Desgleichen auch ein Levit; da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber. 33 Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, 34 ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und goß darein Öl und Wein und hob ihn auf sein Tier und führte ihn in die Herberge und pflegte sein. 35 Des anderen Tages reiste er und zog heraus zwei Groschen und gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36 Welcher dünkt dich, der unter diesen Dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? 37 Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihn tat. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und tue desgleichen!

Sollte es gar auch Gläubige geben, von denen dies gesagt werden muss? Wie sehr muss Gott doch zürnen, wenn einem Tier so viel Beachtung und Liebe gegeben wird, während man Menschen so unbarmherzig behandeln oder vernachlässigen kann! Haben die, welche also handeln, sich noch nie von dem göttlichen Gebot getroffen gefühlt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“? (Lies 3. Mose 19,18; vgl. Matth. 19,19; 22,37-40; Röm. 13,8-10.)

3. Mose 19,18 -- 18 Du sollst nicht rachgierig sein noch Zorn halten gegen die Kinder deines Volks. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; denn ich bin der HERR./ Matthäus 19,19 -- 19 ehre Vater und Mutter;" und: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." / Matthäus 22,37-40 -- 37 Jesus aber sprach zu ihm: "Du sollst lieben Gott, deinen HERRN, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte." 38 Dies ist das vornehmste und größte Gebot. 39 Das andere aber ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." 40 In diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. / Römer 13,8-10 -- 8 Seid niemand nichts schuldig, als daß ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. 9 Denn was da gesagt ist: "Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich soll nichts gelüsten", und so ein anderes Gebot mehr ist, das wird in diesen Worten zusammengefaßt: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." 10 Denn Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

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Zuletzt geändert am 19.09.2013 10:16 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.109)